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Veröffentlicht: 06.04.2001, 00:00 Uhr

Rohrpost Heute stehen die Zeiger auf „Null“

Unter dem Pflaster Berlins stecken die Teile eines alten Rohrpostsystems - einer Technik, von der Verliebte besonders profitierten.

© dpa Ehemalige Rohrpostanlage in Berlin

Im ehemaligen Haupttelegrafenamt in der Berliner Oranienburger Straße stehen seit Oktober 1976 die elektrischen Anzeigen für die Sende- und Empfangszentrale des einst größten Rohrpostnetzes der Welt auf "Null".

Die technischen Zeitzeugen waren bis 1972 im West- und bis 1976 im Ostteil Berlins in Betrieb. Im Rohrpostnetz, das ab 1919 auf 24 Linien mit einer Gesamtlänge von 292 Kilometern wuchs, wurden Büchsen durch Luftdruck mit bis zu 35 Stundenkilometern befördert.

Nachdem die Telekom das historische Telegrafenamt im Februar verkauft hat, ist unklar, wer sich künftig um die denkmalgeschützte Rohrpostanlage kümmern wird.

Kultur-Tipp: Im Museum für Kommunikation in Berlin sind Teile der historischen Stadtrohrpost zu sehen. Leipziger Straße 16, 10 117 Berlin, Tel. 030 202 94 - 0

Buch-Tipp: Schriftenreihe des Berliner Unterwelten e.V., Band I, Ingmar Arnold, Luft-Züge - Die Geschichte der Rohrpost und anderswo, Verlag: Gesellschaft für Verkehrspolitik und Eisenbahnwesen (GVE), Berlin 2000, ISBN 3-89218-061-X

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