01.08.2008 · Ein junger Mann wird Samenspender. Er glaubt, er helfe der Forschung, aber die Klinik verkauft sein Sperma. Seit er das weiß, sucht er nach seinen Kindern. Es könnten vierhundert sein. Zwei hat er schon gefunden. Sie leben ganz in seiner Nähe.
Von Melanie MühlRichtlinien für Lesermeinungen
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Er sollte das Kapitel schließen
Die Reportage deckt wohl alle denkbaren Entwicklungen ab und ist spannend geschrieben. Meiner Meinung nach aber sollte Maxey das Kapitel schließen, ja, er hätte es wohl besser nie geöffnet. Nicht auszudenken, was passierte, wenn alle Samenspender plötzlich auf die Suche nach "ihren Kindern" gingen! Es ist so ungefähr wie bei einer Adoption. Die Kinder sind weggegeben und dann Akte zu. Die weiteren Entwicklungen gehen die Spender nichts mehr an. Wenn ich etwas produziere, steckt ja auch ein Teil meiner Persönlichkeit im Produkt. Ich gebe es aus meinen Händen, indem ich es verkaufe, und alles weitere liegt dann in den Händen des Käufers. Auch wenn die Wiedererkennungsgeschichten in diesem Falle rühren, ist es, glaube ich, ein schwerer Fehler, solchen eigenen Spuren nachzugehen. Loslassen ist die Devise hier!
Es wird wahrscheinlich niemandem auffallen, aber aus dem Text strahlt eine wunderbare Ruhe beim Lesen heraus. Genauso wie Kirk und Ashley sich beschreiben. Zurückhaltende Menschen, ohne großen Antrieb in Eile zu verfallen. Toll!