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: Die Neonfarben der Stille

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Auch nachdem der Schein des Glühwürmchens längst erloschen war", beschreibt der japanische Dichter Haruki Murakami seine nächtliche Beobachtung eines Insekts, "blieb seine Lichtspur in mir zurück." Einen ähnlichen Effekt erlebt man mit den Nachtfotografien von Philipp Zecher. Nicht als Stadtporträt ...

          Auch nachdem der Schein des Glühwürmchens längst erloschen war", beschreibt der japanische Dichter Haruki Murakami seine nächtliche Beobachtung eines Insekts, "blieb seine Lichtspur in mir zurück." Einen ähnlichen Effekt erlebt man mit den Nachtfotografien von Philipp Zecher. Nicht als Stadtporträt prägen sich seine Aufnahmen eines oft menschleeren und immer gespenstisch leuchtenden Tokios ein, sondern als eine Lichtspur - in den Neonfarben der Stille. (F.L.)

          "Tokio im Licht der Nacht" von Philipp Zecher. Parthas Verlag, Berlin 2008. 112 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen. Gebunden, 24 Euro.

          Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.03.2009, Nr. 54 / Seite R4

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