10.08.2004 · Die Kultusministerkonferenz hat zu einer Versachlichung der Debatte über die Rechtschreibreform aufgerufen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung, der die Sprachentwicklung beobachten soll, soll zügig eingesetzt werden.
Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat alle Beteiligten zu einer Versachlichung der Debatte über die Rechtschreibreform aufgerufen. Das Gremium habe jahrelang unterschiedliche Interessen in die Diskussion einbezogen und die Abstimmung im deutschsprachigen Raum erhalten, teilte die KMK am Dienstag in Bonn mit.
Die Konferenz kündigte außerdem an, den Rat für deutsche Rechtschreibung zügig einzusetzen. Dieser sei „durch ein hohes Maß an Pluralität gekennzeichnet“ und soll noch im Herbst die Arbeit aufnehmen. Nach KMK-Angaben werden sich Vertreter aus Deutschland, der Schweiz und Österreich im August auf Arbeitsebene in Wien treffen.
Im September sollen Aufgaben, Zusammensetzung und Befugnisse des Rates geregelt sein. „Er soll die Entwicklung des Schriftgebrauchs beobachten und das Regelwerk gegebenenfalls dort anpassen, wo es notwendig ist“, hieß es. In dem Rat sollen Institutionen, Journalisten und Schriftsteller sitzen, darunter auch Kritiker des derzeitigen Regelwerks.