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Razzia bei Moskauer Theaterspektakel Kunstfreiheit in engen Grenzen

 ·  Der Schweizer Regisseur Milo Rau wollte in einem Theaterprojekt in Moskau die Grenzen der russischen Kunstfreiheit austesten. Die Razzia der russischen Behörden folgte auf dem Fuß.

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Mit einer Razzia haben russische Behörden die Gerichtsshow „Die Moskauer Prozesse“ des Schweizer Regisseurs Milo Rau über Kunstfreiheit im größten Land der Erde unterbrochen. Mehrere
Uniformierte in den weinroten Westen des Migrationsdienstes kamen am Sonntag unerwartet in das Sacharow-Zentrum in Moskau. Sie begannen, Rau und andere Ausländer zu überprüfen. Regisseur Rau, der sich in seiner Show unter anderem der inhaftierten Punkband Pussy Riot befasst, sprach von „absurden Vorwänden“.

Juristen verlangten von der Migrationsbehörde Einsicht in die Dokumente der Beamten. Kern des Streits sei wohl, ob Rau sich in Moskau wie verlangt angemeldet habe oder ob er für das Theaterspektakel eine Arbeitserlaubnis benötige, hieß es. Der Regisseur sprach von einem fast typischen Vorfall bei unliebsamen Kunstprojekten. „Da werden immer legale Sachen herbeigezogen“, sagte Rau.

Vor der Razzia war das auf Bewährung aus der Haft entlassene Pussy-Riot-Mitglied Jekaterina Samuzewitsch zu Wort gekommen. Samuzewitsch trat für das Recht auf freie Meinungsäußerung ein. Aus Furcht vor Attacken zum Beispiel konservativer Gläubiger hatten die Veranstalter die Gebäude des Sacharow-Zentrums bewachen lassen.

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