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Rat für Rechtschreibung Auch das PEN-Zentrum macht nicht mit

28.10.2004 ·  Nach der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung lehnt auch das PEN-Zentrum die Mitarbeit im neuen Rat für deutsche Rechtschreibung ab.

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Nach der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung lehnt auch das PEN-Zentrum die Mitarbeit im neuen Rat für deutsche Rechtschreibung ab.

Die Kritiker würden in den Entscheidungsprozeß nur formell eingebunden, die Resultate der Beratungen stünden bereits fest, begründete das deutsche Zentrum der internationalen Schriftstellervereinigung am Donnerstag in Darmstadt seine Entscheidung. Der PEN hätte nach eigenen Angaben einen Vertreter in das 36 Mitglieder starke Gremium entsenden sollen.

PEN-Generalsekretär Wilfried F. Schoeller forderte abermals, zur alten Rechtschreibung zurückzukehren. „Der Mangel an verbindlichen Normen für die deutsche Schriftsprache und die Unklarheiten, die sich für eine Generation von Schülern durch unausgereifte Reformpläne ergeben haben, können nur auf diesem Weg behoben werden.“

Falscher Aufbau

Der Präsident der Akademie für Sprache und Dichtung, Klaus Reichert, hatte vor rund einer Woche seine Ablehnung in dem Rat mitzuarbeiten damit begründet, der Aufbau des Gremiums sei falsch und dessen Arbeitsbedingungen unzulänglich. Die notwendige Anpassung müsse auf anderem Wege erreicht werden: „durch eine neu zu schaffende nichtstaatliche Instanz“.

Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek hatte die Akademie zuvor aufgefordert, in dem neuen Rat nicht mitzuarbeiten. Dem Rat für deutsche Rechtschreibung sollen 18 Vertreter aus Deutschland angehören, neben Sprachwissenschaftlern auch Praktiker wie Journalisten, Lehrer, Autoren, Buch- und Zeitungsverleger. Je neun weitere Vertreter werden von Österreich und der Schweiz benannt. Der Akademie wurden zwei Sitze angeboten.

Der Rat soll langfristig die Entwicklung der Rechtschreibung beobachten und in den besonders strittigen Fällen der Reform nach Möglichkeit bis zum 1. August 2005 Änderungsvorschläge machen. Dazu gehören vor allem die Getrennt- und Zusammenschreibung, eingedeutschte Fremdwörter, Zeichensetzung und Trennung. Zu diesem Termin soll die neue Rechtschreibung in Schulen und Behörden endgültig verbindlich werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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