08.03.2012 · Hunderte Demonstranten kommen zum Zapfenstreich für Christian Wulff zum Schloss Bellevue. Was hinter den Mauern passiert, ist nur zu erahnen. Der Lärm außerhalb ist vielschichtig, die Meinungen der Versammelten eindeutig. Eine Reportage vom Protest.
Von Leander Steinkopf, BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
3 zitate habe ich noch von wulff, wenn nicht so traurig wär
-mußte man lachen:
"Wer zur Elite eines Landes gehören will, muss auch
Vorbildfunktion und Verantwortung übernehmen – ohne Wenn und Aber“.
„Das Versagen von Eliten bedroht langfristig den Zusammenhalt in
der Gemeinschaft, in der Gesellschaft. Wer sich zur Elite zählt und
Verantwortung trägt, darf sich eben auch nicht in eine eigene
abgehobene Parallelwelt verabschieden.“
„Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen
Bundespräsidenten haben.“
ich finde der alte spruch von wasser predigen und weinsaufen, paßt
bei ihm wie die faust aufs auge.
in Gefahr
Sie sollten so langsam etwas relaxen, sonst erleiden Sie noch einen Wullf-Burn-out. Verschnaufen Sie etwas und lenken ihre gesamte Energie auf etwas Nützliches. Ich verspreche Ihnen auch kein Pro-Wulff Komitee zu gründen.
wullf an seinen eigenen sprüchen messen.
hier auch noch mal originalzitat von herrn wulff gesprochen 1999 als oppositionspoliker.
"Ich glaube, es ist die völlig fehlende Distanz zu Sachen, zu
Personen, zu Dingen, die man in der Politik braucht, also eine
Grundsensibilität, dass man Dienstliches und Privates relativ
strikt trennt, dass man fließende Übergänge mit
äußerster Vorsicht behandelt.
Jeder Polizeibeamte, jeder Beamte eines Staatshochbauamtes, einer
Vergabestelle hat natürlich gar kein Problem, Freunde aus der
Wirtschaft in seinem Feld zu bekommen und beispielsweise auch
Zuwendungen im Zusammenhang mit Festen, Feiern und privaten Dingen. Es
darf nur eben nicht sein. Es muss jeder Eindruck von Korrumpierbarkeit
schon im Ansatz verhindert werden.
Es darf gar nicht erst zur Korruption kommen, sondern es muss der
Anschein von Korrumpierbarkeit, von Abhängigkeiten, von Sponsoring
von Politik und Politikern vermieden werden "
Es darfn gar nicht erst zu5r Korruption kommen....
Über Jahrzehnte gehen durch Korruption entstehende Schäden
mittlerweile in die Milliarden!
Jahr umd Jahr! Aber was kümmert das Politik und Medien? Wissend um
allzuviele Ver-
strickungen wird das Thema vorsichtshalber gemieden, auch unliebsame Aufdeckungen
fürchtend. Welche Vorteilsnahmen -in ganz anderen
Größenordnungen- kämen dabei zum
Vorschein? Was für Peanuts stellen demgegenüber ein paar
angenommene Freundesbewirtungen dar, so sehr man diese, zugegeben,
schon falschen Anscheins wegen meiden sollte. Eine Frage dazu: : hat es
die Demokratie- und Tugendwächterpresse
je gekümmert, wie ein Alt-Bundeskanzler (!) bis heute weiter mit
seinem Ganoven-Ehren- wort, von beiden Seiten zu bewußtem
rechtswidrigen Tun gewechselt, die vom Gesetz so
verlangte Spender-Benennung nun schon ein Jahrzehnt verweigert? Wiegt
solches nicht
schwerer als eine im Rechtsstaat hier zugelasssene Gesetzes-Verweigerung
und dazu
Gleichheitsverletzung? Was kümmert`s die Bürger, frage ich da
nur!
Und das ist dann die demokratische Willensäußerung ???
- Die zeremonie betraf die Institution "Bundespräsident" - Der zu verabschiedene hat nach heutiger Sicht keine verfehlung begangen, jedoch einige Unpressionalität erkennen lassen. Das Getröte gegen Nationalhymne, Gebet, "Ich bete an die Machr der Liebe" mag ja Zeichen der Einstellung der "Demonstranten" sein, vielsagender war für mich die die Antwort eines "Demonstranten" auf die Frage dea ARD-Reportes nach dem Grund : "...wir müssen hier draussen stehen und die feiern da drinnen..." Zu dem Zeitpunkt standen alle Teilnehemr draußen. Die zeremonie entsprach den gepflogenheiten. Die Lieder waren geschmackvoll. Was bitte hat zum Hass dieser leute geführt ??? Ich denke, die Saat des Hasses, die BILD, und in derem Gefolge weite Teile der Presse zu verantworten haben, ist aufgegangen.
ich bin einer der mittröter ;)
ich habe gestern fleißig mitgetrötet.
schon erstaunlich wie einige hier etwas von unschuldvermutung reden und
wulff in schutz nehmen.
es geht hier gar nicht um strafbarkeit sondern um wulffs
mitnahmementalität und seine moralischen ansprüche die er
gerne anderen vorgehalten hat.
jeder kleine beamte darf keine geschenke annnehmen, aber herr wulff
nimmt mit was er bekommen kann- läßt sich auf umsonsturlaube
bei maschmayer und co ein.
und im übrigen, haß auf ihn empfinden die wenigsten, sondern
nur peinlichkeit, fremdschämen und mittlerweile auch etwas mitleid,
das er scheinbar keine freunde und berater hat die ihn vor sich selber schützen.
es geht nicht um nachtreten sondern darum das der zapfenstreich eine
würdigung ist ,eine auszeichnung eine respektbezeugung .
aber respekt hat er nun sicher nicht verdient- darum hätte diese
veranstaltung niemals stattfinden dürfen. mir tun die soldaten leid
die da aufmaschieren mußten.
wfakten werden halt immer geleugnet, wenn sie nicht passen
jetzt habe ich auch noch auf den empfehlungsknopf bei ihrem beitrag
geklickt und es läßt sich nicht rückgängig machen.
aber wie auch immer, dieser ehemlige BP hat das land tief gespalten,
egal ob ihn jetzt nun noch 10,20 oder 30% der leute glauben. ein BP mit
solch verheerender wirkung gab es noch nie. aber natürlich -daran
hat nur die böse presse schuld. realsatire.
ich für meinen teil verabschiede mich jetzt von der diskussion- die
so mühsam ist, wie es wohl "die erde ist keine scheibe"
diskussion im mitelalter war- wobei das damals andere konsequenzen
hatte. da haben wir glück, das wir in aufgeklärteren zeiten
leben- auch wenn ja tatsächlich einige wulff mittlerweile in die
nazizeit versetzen und ihn mit verfolgten zur damaligen zeit
vergleichen.
was Sie schreiben Herr Myer
- genauso ist es.
Seinen eigenen moralischen Ansprüchen ist er in keinster Weise
gerecht geworden, dass ist das Mindeste was ich von einem Menschen
verlangen kann.
Es hat ihn niemand gezwungen, den Zapfenstreich auch noch mitzunehmen.
Das er und seinen geladenen Gäste mit Protest rechnen konnten,
musste doch Jedem
klar sein.
Noch sind wir nicht in Russland, wo Demonstranten abgeführt werden.
Die draussen waren, die haben nun die Obrigkeit gestört...na so was!
Ich hätte auch mitgetrötet wäre ich in Berlin.
Wie kann die anwesende Politkerclique bloss etwas gegen
Multik-Kulti-Musikinstrumente gehabt haben, verstehe ich nicht ;-)
es gibt jede menge fakten:
es gibt soviele mosaiksteinchen bei wulff:
ich zitiere einen anwalt der nur mal einen punkt herausgehoben hat:
"1.) Wulff hat den Aufenthalt in dem Sylter Hotel abgestritten
2.) Als sich die Beweislage erhärtete, hat Herr Wulff den
Aufenthalt zugegeben und beteuert, dass er den Aufenthalt selber gezahlt hat
3.) Nach weiterer Recherche in diesem Fall wurde bekannt, dass Herr
Gronewold persönlich die Belege in diesem Hotel entfernen wollte
und die Mitarbeiter um Stillschweigen anhielt
4.) Dann hat Wulf zugegeben, dort auf Kosten von Gronewold
übernachtet zu haben, aber ihm das Geld nachträglich bar
zurückgegeben zu haben
5.) Nach erster Prüfung der Kontenbewegung von Wulff stellte
die Staatsanwaltschaft Hannover fest, dass es in diesem Zeitraum keine
Kontenbewegung bei Wulff gegeben hat
6.) Danach hat Wulff erklärt, dass er das Geld als Geschenk von
seiner Schwiegermutter in bar bekommen hat und dieses Geld zu Hause aufbewahrte"
ich bin bekehrt druch ihre argumente.
da sie herrn wulff für einen so tollen BP halten und leute die das
nicht so sehen, als von der bösen bösen presse aufgehetzt und
sie doch peter hintze ähnlich "argumentieren" und die
verfehlungen und peinlichkeiten verkleinern oder gleich abstreiten, ist
wohl hopfen und malz verloren. einem gläubigen kann man die
religion nunmal nicht ausreden.
und das sollen jetzt argumente sein?
boah das ist billig und beleidigt den gesunden menschenverstand- sie
glauben doch nicht ernsthaft das ein herr maschmeyer oder dieser
filmproduzent herrn wulff einfach so als privatperson einladen ? bzw
herr wulff dann immer bar das geld was er von schwiegermutter bekommen
hat, zurückerstattet.
jeder beamte muß schon den anschein von bestechlichkeit vermeiden.
aber selbst wenn es nicht die dimension von bestechung haben sollte-
herr wulff scheint chronisch pleite zu sein und über seinen
verhältnissen zu leben. das ist per se nicht schlimmes, machen ja
viele leute so. aber herr wulff war BP -da darf man doch schon etwas
mehr erwarten-ich zumindest mache das.
herr wulff drohte der bild-zeitung als sein nettes schwiermutterimage
aufzufliegen drohte.
er hat den landtag -sagen wir winkeladvokatisch abgespeist in bezug auf
herkunft des kredites.
schon vergessen? und so reiht sich ein steinchen ans nächste.
mich beschämt sowas.
Ahhh, welch edle Streitkultur entwickelt sich in dieser politischen und gesellschaftlichen Agonie
Die Unversehrtheit des Leibes? Dummfug, das war gestern. Heute ist es
Schbass dem Ex- oder amtierenden Minister seiner Wahl auch mal ein
Tortenstück ins Gesicht zu drücken. Und wenn dabei etwas
verletzend ins Auge geht? Also bitte, ein bisschen Spaß muss sein!
Diese Leute mit der Tröte tuten ihre Unzulänglichkeiten in die
Welt hinaus, völlig unfähig sich gewählt zu artikulieren
und ebenso außerstande den Willen der Mehrheit zu akzeptieren,
wenn der mit den eigenen Vorstellungen divergiert, stehen sie da und
tröten wie schlecht erzogene und völlig enthemmte
Kleinstkinder, die sich erst noch in der Welt zurechtfinden müssen
und denen somit nur das Geplärre bleibt um auf sich aufmerksam zu
machen.
Das führt am Ende doch nur dazu, dass die Politik das Volk noch
weniger ernst nimmt als wie sie es aktuell schon tut.
"In diesem Gebiet sei dieses Instrument für diesen Abend
verboten ... Anderweitiger Krach sei aber erlaubt."
.
Sie vergassen zu erwähnen, wer wann verfügt hat daß
ausschließlich dieses Instrument an diesem Abend in diesem Gebiet
verboten war!
...ist das Stichwort! Es dürfte unbestritten sein und bleiben, dass
Wulff in seiner Vergangenheit als Ministerpärsident einiges falsch
gemacht hat, evtl. auch Gesetzte gebrochen oder missachtet hat. Jedoch
ist weder das eine noch das andere bewiesen und ich will ihn damit auf
keinen Fall in Schutz nehmen, denn ich bin froh, dass er als BP weg ist.
Jedoch finde ich die falschen Moralapostel und ihr Gutmenschengetue
erbärmlich. Hier wird ein Mensch, eine ganze Familie auf die
übelste Art und Weise gejagt (wie schon zu Guttenberg), weil er (C.
Wulff) in seiner Vergangenheit Fehler begangen hat. Juristisch ist noch
nicht einmal halbwegs geklärt, ob er sich überhaupt strafbar
gemacht hat. Aber die linken Medien und die Scheinheiligen
"Wutbürger" haben ja das Recht, Selbstjustiz zu üben
und einen Menschen öffentlich zu lynchen. Mir wir Speiübel,
wenn ich mir dieses unwürdige Schauspiel ansehe!
Zudem wurde mit dieser sinnlosen Aktion das Amt des BP ebenso
beschädigt! SCHANDE!
Wulff-Zapfenstreich = Entwürdigung einer Auszeichnung für Dienst am Vaterland
Im Gegensatz zu Seehofer kann ich, selbst bei Aufwendung
größtmöglicher Toleranz nicht erkennen, womit der
Bürger Wulff, temporär mit der Würde des Amtes als BP
ausgezeichnet, in seinen Amtshandlungen und persönlich zu
verantwortenden Taten, auch nur einen einzigen Wert erzeugenden Dienst
an unserem Land vollbracht haben soll. Die Würde des BP-Amts und
des Zapfenstreichs sollten wir jedoch - trotz der Scharade unserer
Feudalkaste - in unseren Herzen bewahren.
Ich empfehle für die Einschätzung des Wulff-Zapfenstreichs die
volkstümliche Weisheit: Was kümmert es die deutsche Eiche,
wenn sich eine Wildsau an ihr wetzt und fordere zur Wiederherstellung
der Würde dieser Auszeichnung, zu Ehren unserer gefallenen und
verwundeten Soldaten am Hindukusch einen Grossen Zapfenstreich vor dem Reichstag.
"Erwachsene"??? Triller-Pfeifen im Vuvu-Suff !!!
... und der Kater folgt auf dröhnend-leisen Pfoten...
Gott sei es gedankt, dass alles mal ein Ende hat!
Na ja wenn Regierung erklärt, dass der Großen Zapfenstreich
für Wulff. "Ein Zapfenstreich für einen scheidenden
Bundespräsidenten steht und ganz gar in der Tradition der
Bundeswehr" steht, deswegen sei es zu begrüßen, dass es
auch
diesmal eine solche militärische Zeremonie gebe.
Trotzdem bin ich froh , dass diese „ Show „vorbei ist, denn
Ehre gebührt nur
dem, der die Ehre auch verdient und sonst niemanden!!!
Mein Respekt hier gehört bezüglich der Sensibilität
für die Befindlichkeit von wirklich ehrenhaften Bürgern und
Amtsträgern wie die Altes Bundespräsidenten die noch
wissen und wirklich noch moralischen Empfindungen für Ehre und
Stolz haben
und den Unterschied zwischen Kollegialität und Kumpanei ausmacht
und dies nicht
demonstrativ im Fackelschein aller Welt zeigen und missachtet .
Wulffs letzter Akt der Selbstdemontage …
... war so peinlich wie seine gesamte kurze Präsidentschaft inklusive aller Affären. Vielleicht ist dies seine Strategie, es sich in der Opferrolle bequem zu machen - doch er ist kein Opfer, sondern ein Täter und Treter. Treter, weil er stets gegen die getreten hat, die er am Boden wähnte. Dies hat eine Tradition in der Vita jenes selbstgerechten Parvenüs seit er Bundesssprecher der Schüler-Union war. Ich hatte damals das Vergnügen mit dem jungen Karrieristen, der mit Händen und Füßen nach oben drängte. Wulff ist ein Kleingeist und Beutegreifer, der bis zum Schluss mit jeder Geste das Volk verhöhnt hat. Der Mensch ist so winzig gemessen an seinen sämtlichen Amtsvorgängern. Auch wenn Wulff einige Prügel stellvertretend für andere üble Figuren der politischen Klasse mit bezogen hat, war es doch legitim, ja von tiefer Gerechtigkeit, dass dieser Mann zur Rechenschaft gezogen wurde. Jede einzelne Vuvuzela hat er sich redlich verdient.
Denken die Demonstranten nicht nach?
Ich empfinde das als eine Beleidigung der BW-Stabskapelle und der beteiligten Soldaten - denkt da keiner drüber nach? Den Hr. Wulff treffen sie damit nur wenig, denn der ist aus seiner Karriere Schlimmeres gewohnt.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.03.2012 13:54 Uhrselbstgerecht wie herr wullf?
oder woher meinen sie die beweggründe der leute zu kennen?
ich für meinen teil, darf ihnen sagen- ich war gestern dort und
habe getrötet.
und ein kurzabriss meiner "dummen" vita: unternehmer,
dipl.ing. , großsteuerzahler. und sehr beschämt über
die würdelosigkeit des herrn wulffs.
muß ich sie neuerdings um erlaubnis fragen, ob ich demonstrieren
gehe und warum?
frei nach ekel alfred- gehen sie doch nach china, wenn sie sowas wollen.
Denkende Menschen ???
Wie kommen sie darauf, daß Herumlärmer, denen es zu mehr als Trillerpfeifen und Vuvuzelablasen nicht reicht, denkende Menschen seien?
Tröten verböten in Absurdistan.
Neinnein, natürlich kein Vergleich - indes hat mich der feine
Beitrag Leander Steinkopfs heute früh an die Anmutung erinnert, die
ich gestern streckenweise hatte: 40-Jahr-Feier der DDR im Palast der
Republik mixed mit Preußens Gloria zur Parade aus selbem Anlass
mit Bürgerprotest und Gorbi-Gorbi-Rufen, wärend die
"Elite" festaktete. Befremdlich und fast exotisch das alles
für jemanden, der in der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung
sozialisiert wurde, odrr.
Wie muss sich eigentlich ein deutscher Polizist vorkommen, der die
Verfassungsorgane beim Staatsakt vor Trötentröten und
friedlichem Protest schützen muss? Vor Staatsaktsbelärmung?
Ist das ein Straftatbestand? Ein terroristischer? Wie definiert sich Staatsakt?
Und das alles zu "Ehren" eines Mannes, der durch seinen
Rücktritt wegen unehrenhaften Verhaltens den Anlass zu dieser
Veranstaltung samt trötendem Protest erst geschaffen hat.
Dächte man sich so was aus - es glaubte einem kein Mensch.
Herr Siebermann
Nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich. Aber ich liebe Ihren Hinweis
auf Betriebsfeste. Ja, diese gut 110-abgesperrte Veranstaltung war ja
tatsächlich so was wie ein Betriebsfest der Politkaste:
Verabschiedung eines Beutegreifers. Mit "Konzertchen".
Und sie haben wahr: Außer 110 hat der Bürger in der Posten-
und Postdemokratie nicht mehr viel zu wählen.
Herr Walter:
"Staatsaktsbelärmung? Ist das ein Straftatbestand?"
Das können Sie sich überlegen, wenn mal die Betriebsfeste,
Geburtstage und Hochzeiten der Tröter mit ebensolchen
"Konzertchen" gestört werden. So wie ich die
einschätze, haben die schneller 110 gewählt, wie man gucken
kann. Denn in eigenen Belangen reicht die Toleranz meist nicht weit.
wie so häufig, ist die Reaktion typisch deutsch, d.h. völlig übertrieben.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.03.2012 09:45 Uhrangemessen
Zeit dem politischen Personal den Marsch zu blasen.
Die Teilnahmer machten bedrückte Gesichter.
Als zum Schluß die Nationalhymne erklang, waren sie erleichtert,
daß diese Farce endlich vorbei war.
Aber Wulff wird uns noch erhalten bleiben. Die Ermittlungen wegen
Bestechung und Beschtechlichkeit laufen noch. Und es gibt sicher noch
einige neue Fälle.
Die Störer des Großen Zapfenstreichs haben offensichtlich nicht kapiert, dass ihr Schanderuf als Echo auf sie zurückfällt und bei ihnen bleibt. Dort gehört er auch hin, betrifft dieser Lärm fast nichts, das sich aber nach dem BP-Abschied als kostspielig herausstellt. Aber das erfolgreiche Deutschland kann das verkraften Auch wenn es sich bei den Störern eher um unbeherrschte Brennessel handelt, als um Blumen, gehört dieses Protestvolk genau so zur Demokratie - Deutschland gut damit leben und umgehen - wie ein gefallener BP unverändert sein Recht auf Würde hat. Die sittenstrengen Schwänzer des Zapfenstreichs einschließlich der ehem. BP haben offensichtlich nicht begriffen, dass es sich gehört, zu kommen, wenn ein ehem. BP einlädt. Denn kleinmütiges Geplänkel passt nicht zu der feierlichen Zeremonie des größten dt. Spielmannszugs mit seiner schönen Musik. Dieser hat Wulff und den Störern den Marsch geblasen, danke.
Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.03.2012 15:52 UhrJa, Meinungsäußerung.
"Da kann man dann auch Scheiben einschlagen als
Meinungsäusserung gelten lassen."
Sicher, wenn man Sachbeschädigung und Lärmbelästigung
durch Demonstrationen gleichstellt. Ich denke, wenn wir die
Demonstranten diskreditieren wollen, sollten wir es sogar mit Raubmord
gleichstellen. Ihre Argumentation ist schlüssig:
Meinungsäußerung ist nur Meinungsäußerung, wenn
man keinen Lärm macht. Hoffentlich ist Ihre klare Linie ebenso
strikt, wenn es um Belästigung durch Blasmusik geht.
Was für manche Leute alles Sachbeschädigung ist...
Meinungsäusserung ?
""gehört" in erster Linie zu einer Demokratie, dass
Meinungen geäußert und "gehört" werden
können. "
Was für manche Leute alles Meinungsäusserung ist.
Da kann man dann auch Scheiben einschlagen als Meinungsäusserung
gelten lassen.
Was in einer Demokratie gehört
Jemand, der so informiert darüber ist, was sich
"gehört" und was nicht, sollte etwas mehr Einsicht
beweisen, als an politischen Protesten zwischen Blumen und Brennnesseln
zu unterscheiden. Es "gehört" in erster Linie zu einer
Demokratie, dass Meinungen geäußert und
"gehört" werden können. Die Annahme, dass ein zu
Recht umstrittener Zapfenstreich (der keineswegs von einem
Bundespräsidenten wahrgenommen werden muss) diesen Grundsatz
außer Kraft setzt, ist ein Irrtum. Es gibt in einer Demokratie vor
Allem keinen Platz für Rituale, denen sich ein gesamtes Volk zu
unterwerfen hat: Der Bundespräsident besteht auf den Zapfenstreich,
alle Eingeladenen haben zu erscheinen, die Ausgeladenen haben sich
dreinzufinden und das Volk hat Ehrfurcht zu zollen oder sich zurückzuhalten.
Gäbe es derartige Automatismen, denen quasi per Definition keine
Bedeutung zugemessen werden darf, wären sie reine
Zeitverschwendung. Wenn ich nur auf schöne Musik Wert lege, gehe
ich in die Oper oder auf ein Konzert.
Ganz wunderbar, Herr Storm.
Immer wieder gelingt es Ihnen, mich aufs Glatteis zu locken - bis ich merke: Ganz großes Kino. Genial die wunderbar verstaubten bis abstrusen Vergleiche. Danke! Soo schöne Realsatire gelingt selten oder kaum!
Was sich gehört
weiß das politische Personal, tut es trotzdem nicht. Das ist Schande.
bei der Übertragung der Zeremonie und bei Durchsicht der Artikel.
Wie dämlich oder auch wie gehässig muß man sein, um den
Zapfenstreich für Herrn Wulff, der das Ganze mit großer
Würde durchgestanden hat, so zu stören und damit zu
verunglimpfen !
Nicht genug damit, daß jemand zurücktreten mußte, dem
noch nicht das Geringste nachgewiesen ist, nein, man muß auch
richtig nachtreten.
Das ist Lynch-Stimmung und nichts anderes.
Ich sehe total schwarz für die Zukunft unseres Landes, denn
vernünftige Menschen werden unter diesen Umständen gewiss
nicht in die Politik gehen.
Und wer bleibt und was das dann für ein Charakter sein muß,
das kann man sich leicht ausrechnen.
vernünftige Menschen
gehen nicht in die Politik, weil das vorhandene Personal so ist wie es ist. Niemand mit dem man zusammen arbeiten möchte. Gierig, charakterschwach, selbstsüchtig, abgehoben....
Kein 2.6.1967 glücklicherweise, aber ...
Dank für diese gekonnte Reportage, die die Wirkung des staatlichen
Repressionspotentials bewegend wiedergibt.
Sicherlich hatte die Polizei im Vergleich zu 1967 keine schlechteren
Manieren als die Demonstranten.
Aber das Gefühl ausgelieferter Wehrlosigkeit gegenüber
Maßnahmen politischer Arroganz kann nur ertragen, wer die
Opferbereitschaft passiven Widerstandes verinnerlicht hat.
Hoffentlich gibt der neue Bundespräsident Hinweise und
Anstöße für die Bürgergesellschaft.
Politiker müssen Citouyen sein, nicht Bourgeois.
"Politische Klasse" muß ein Unwort werden.
Tragischer Nebenaspekt, nicht die Hauptsache
Danke Herr Müller für Ihre Anmerkung. Gerade die von mir
beschriebene Ohnmacht gegenüber der Staatsgewalt fördert Militanz.
Wesentlich erscheint mir die Förderung der Bürgergesellschaft.
Verwundert bin ich, mit welcher Selbstverständlichkeit
"Politische Klasse" von Politikern verwendet wird. Im
Grundgesetz nicht vorgesehen!
Politische Amtsträger haben 1967 nicht erkannt, daß ein
selbsternannter Kaiser und repressiver Diktator gerade wegen der
jüngeren deutschen Geschichte als Staatsgast problematisch ist.
Man agierte wie Leser der Regenbogenpresse, denen ein Idol
beschädigt wird. Kleinbürgerlich untertänig. Sogar das
Gewaltmonopol wurde an eine ausländische Truppe preisgegeben.
Unglücklich verstärkte sich daraus außerparlamentarische
Opposition, deren politische Tugend bald verloren ging.
Klugheit, Tapferkeit, Gerechtigkeit, Toleranz und Mäßigung
müssen das politische Handeln leiten.
Mit den Amtsträgern als Vorbild.
Einen erschossen, tausend erzogen
Gerade bei dieser Inszenierung der vorläufig letzten
Demütigung Wulffs stellt sich die immer selbe Frage: Wofür
wurde dieser eher farblose Karrierepolitiker so gnadenlos hingerichtet?
Gewiss hat er nicht mehr Dreck am Stecken als all die anderen Lichtgestalten.
Ging es nicht doch um die drohende Nichtunterzeichnung des ESM-Gesetzes?
Sollte der politischen Kaste bedeutet werden, sie habe zu spuren,
ansonsten ergehe es jedem wie dem unglücklichen Wulff?
Ich hasse diese Wichtigtuer-Bewegung ...
... und was sagen sie dann, wenn Wulff per Gerichtsbeschluss fur unschuldig erklart wird ? Gibt es dann eine offentliche Entschuldigung ? Mich regen diese Besserwisser auf und sie haben ja nichts besseres zu tun und machen sich wichtig, lehnen sich gegen den Staat auf ... weil sie ja sonst nichts zu tun haben ... Mich wurde es interessieren, ob diese Typen auch diesen Krach schlagen wurden, wenn Assad zum Staatsbesuch aus Syrien kame ? Wohl nicht, weil sie dann nichts hatten, wo gegen sie dann protestieren konnten ... Als der Papst kam, fanden sich auch wieder diese Wichtigtuer-Bewegung zusammen und versuchten die Papstbesucher zu verunglimpfen ...
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.03.2012 20:04 Uhr(Vorgebliche) Wichtigtuer - und Ignoranten
Letztere wollen immer noch nicht wahrhaben, dass es beim Tatbestand der
Vorteilsannahme auf den boesen Anschein ankommt, von dem Wulff reichlich
gesetzt hat.
Respekt und Anerkennung fuer die Teilnehmer der Vuvuzelas. Moegen ihre
akustischen Bekundungen des Protestes dem Wicht Wulff ein Leben lang in
den Ohren nachklingen.
Herr Slater
wie üblich, ist davon auszugehen, dass Wulff Verfahren eingestellt wird.
Was aber noch lange nicht heisst, dass er die Unschuld vom Land ist.
Er ist letztlich einer, der Wein trinkt und Wasser predigt.
Typen, die Krach schlagen, Wichtigtuer-Bewegung schön alles in eine
Schublade stecken.