22.03.2004 · Als erste Frau darf die aus dem Irak stammende Britin Zaha Hadid den mit hunderttausend Dollar dotierten Pritzker-Preis, die wohl höchste Auszeichnung in der Welt der Architektur, entgegennehmen.
Als erste Frau darf die aus dem Irak stammende Britin Zaha Hadid den mit hunderttausend Dollar dotierten Pritzker-Preis, die wohl höchste Auszeichnung in der Welt der Architektur, entgegennehmen. Die Jury verwies lobend vor allem auf ihre Sprungschanze am Berg Isel bei Innsbruck und das Rosenthal Center for Contemporary Art, das im vergangenen Jahr in Cincinnati eröffnet wurde.
Frank Gehry, der den Preis 1989 bekam und nun in der Jury saß, rühmte sie, weil sie „einen der klarsten architektonischen Werdegänge in vielen Jahren“ vorzuweisen habe und jedes ihrer Projekte mit „neuer Erregung und Innovation“ auflade. Hadids ekstatisch durch den Raum tanzende Architektur, die freilich jahrzehntelang auch legendär dafür war, es immer nur bis aufs Reißbrett zu schaffen, findet nun immer häufiger Auftraggeber, die vor der letzten Verwandlung ihrer Pläne in Glas, Stahl und Beton nicht zurückschrecken.
Der Pritzker-Preis, gestiftet von und benannt nach der Familie, der die Welt die Hyatt-Hotels verdankt, wird Zaha Hadid am 31. Mai in der St. Petersburger Eremitage verliehen.