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Zum Tod von Ray Manzarek Die Psychedelik seiner Zeit

 ·  Ohne ihn wären „The Doors“ nicht geworden, was sie waren. Den einzigartigen Gesang Jim Morrisons untermalte er mit ebenso außergewöhnlichen Hammond-Orgelklängen. Nun ist Ray Manzarek im Alter von 74 Jahren gestorben.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (17)
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Guido Wirtz

Keiner konnte recht ohne den anderen: Eine Band als Gesamtkunstwerk

MORRISON wäre ohne die Rest-DOORS wahrscheinlich ebenso weniger erfolgreich gewesen, wie es die Rest-DOORS ohne ihn waren. Das Gemisch war einzigartig, doch auch seine Komponenten von ausgesuchter Qualität.

Das zeigt u.a. OTHER VOICES, das erste Album ohne MORRISON. Es wäre interessant zu sehen gewesen, was er aus dessen Songs gemacht hätte. Retten hätte MORRISON die Nummern aber nicht müssen, denn auch ohne ihn sind sie bereits erstklassiges Material, das aber ohne seinen charismatischen Promoter am Mikrophon ebenso undankbar unterschätzt wird wie die Beiträge von MANZAREK, KRIEGER und DENSMORE.

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Vespasia Pellegrino

Reden wir einmal über Fehlbesetzungen

Nein. Nicht Ray Manzarek meine ich, sondern den Autor. Ein wenig Ahnung vom Gegenstand sollte ein Schreiber schon haben. Hammond? Hippie? Krieger versiert? Alles falsch. M. spielte eine kleine Gibson. Die Doors hatten mit San Franz nichts, aber auch gar nichts zu tun (LA Woman). Krieger hatte von der Gitarre keine Ahnung, als er zu den Doors stieß. All die Jahre übte er öffentlich auf seiner SG. Aber charmant. Dieser Dilettantismus paßte nicht nur, sondern trug zum enigmatischen Sound bei. Aber warum ärgere ich mich an diesem Vormittag! Ich sollte lieber weiter über Themen schreiben, von denen ich etwas verstehe. Merke: Wenn ein Jahrgang 1965 über 1968 schreibt, dann muß das nicht, kann aber gewaltig in die Hose gehen, besonders dann, wenn der oberschlaue Gestus einhergeht.

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Rüdiger Kramme

Zu den Kommentaren Leitis und Haller, habe ich folgende Anmerkungen:

Herr Haller: Wenn Jim M. so prägend war, warum ist er nicht alleine aufgetreten? Ant.: Nach Jim`s Tod 1971 wurden von der Restband noch 2 erfolglose und unbedeutende Alben produziert und bereits 1973 löste sich die Band auf und verschwand in der Versenkung. Ray M. hat den Sound der Doors geprägt und Rockgeschichte geschrieben. Mit Jim u. Robbie waren Sie ein eingespieltes, spektakuläres sowie erfolgreiches Team: The Doors. Ohne Jim gab nur noch ein Abklasch dessen was in den 60er mit Light my Fire begann und mit dem Tod Jim M. tragisch endete. Soviel zum Stuss, Herr Haller!

Letis: Die Doors waren der Gegenentwurf der Hippie-Musik. Ant.: Die Doors waren der amerikan. Gegenentwurf und Herausforderung zu den brit. Rolling Stones (man sprach auch von "den amerikan. Rolling Stones). Die Hippie-Musik ist gleichzusetzen mit West-Coast-Music. Prominente Bands hier waren die Grateful Dead, Quicksilver, It`s a beautiful day, Jefferson Airplane, Hot Tuna u.v.m.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2013 14:57 Uhr
Klaus Letis

Doors = Rolling Stones?

Zu wenig R & B

Hippie-Musik = West-Coast-Music?
Liegt LA nicht auch an der WC?

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Klaus Letis

Die Doors waren der Gegenentwurd zur Hippy-Musik

Der ganze Stil, das Gehabe, die Plattencover und die Auftritte waren eine völlig anderer Kulturtradition schuldig. Sie weisten eher in Richtung Velvet Underground etc als in Richtung Scott McKancy, Jefferson Airplane oder Byrds.

Man kann hier wieder sehen, dass man eben nicht einfach alles in einem Topf werfen kann, was aus einer Zeit entstammt und irgendwie geleich klingt.

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Jürgen Kraaz

Keine Hammond

Mannomann - und so einer will kompetent sein. Wenn einer ne elektrische Orgel spielt, ist es eine Hammond? Nein, es war eine Vox. Und der Rest des Artikels ist zwar artifiziell toll - aber der Ton dieser Zeit war ein anderer.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2013 09:25 Uhr
Ralf E.
Ralf E. (ralfbayern) - 22.05.2013 09:25 Uhr

Es war auch keine Vox

Herr Kraaz, es ist zwar richtig das Manzarek Vox Orgeln zu Beginn nutzte, da diese jedoch schnell kaputt gingen, wählte er ab dem Zeitpunkt der Tonträgerproduktionen die Orgel G-101 von der bekannten Lowrey Organ Company die zum Gibson Konzern gehört. Der ständige Beweis wird von Youtube geliefert, in dem ausschließlich diese Orgel auf allen Einsätzen in TV und Live Bühnen zu sehen ist........Richtig ist, das Manzarek in der Doors Zeit nie auf Hammond spielte...

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Peter Manthey

Herr Kramme und Herr Vogel, ich finde Sie haben beide recht

Natürlich ist Jim Morrison der Frontman, die charismatische Figur. Ohne Jim Morrison gibt es keine Doors, ohne ihn wären sie nicht so erfolgreich.

Ende der Sechziger Jahre war ein Keyboard (Mini Moog) in einer so dominante Rolle etwas außergewöhnliches. John Lord kam später. Gut aussehende und charismatische Leads-Sänger hatten auch die Stones, die Beatles oder The Who. Wenn ich von der Bühnenshow absehe und nur die Musik der Doors höre und sagen müsste, was das Besondere ist, dann sicherlich Ray und sein Mini Moog. Für die kulturgeschichtliche Bedeutung der Band steht Jim. Für die musikalische Bedeutung steht das Keyboard und der damit eingeleitete psychodelische Sound.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2013 10:59 Uhr
Ralf E.
Ralf E. (ralfbayern) - 22.05.2013 10:59 Uhr

Mini Moog?

Herr Manthey, waren Sie dabei als Manzarek ein Mini Moog spielte? Er hatte nie eine !!!
Er spielte eine G-101 von der bekannten Lowrey Organ Company die zu Gibson gehörte. Nur dieses Instrument hören wir auf den uns bekannten Hits. Schauen Sie sich auf Youtube um.....

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Frank Selig
Frank Selig (fmselig) - 21.05.2013 21:09 Uhr

Meine Güte, was für ein Leserstreit!

Jeder kann Ray Manzarek auf seine Weise im Gedächtnis behalten; Vergleiche hinken. Es geht hier um den Artikel von Edo Reents. Und der erscheint mir - im Gegensatz zu vielen seiner anderen prägenden Artikel - mit heißer Nadel gestrickt. Hier findet pures name dropping statt - seien es Kollegen oder Songs. Der inhaltliche Wert des Artikels geht gegen Null, der der Emotion gegen NullKommaEins.

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Rüdiger Kramme

Warum denn so ungehalten, Herr Vögel?

Die Angaben zum Autor habe ich leider übersehen (z.B. wegen Werbung o.a.), dies dürfte allerdings kein Grund sein, um unwirsch zu werden. Zitat: "..das The Doors ohne Ihn (ihn) nicht geworden wären (,) was sie waren". Wooh! Wer sind die anderen Musiker, die erst später kamen? Fakt ist: Jim und Ray haben die Doors gegründet (s. Reents). Ohne Jim wären die Doors nicht so populär geworden. Ray war ein exzellenter Keyborder (wie bsp. John Lord, Emerson von The Nice u.a) und Robbie ein guter Gitarrist. Aber Jim war der Frontman. Die Seele der Band. Außergewöhnlich (extraordinary), exaltiert und provokant. Kennen Sie die Platten-Cover? Wessen Konterfei war dort omnipräsent? Jim oder Ray? Ich verrate es Ihnen: Jim. Letztlich: Was wären die Rolling Stones ohne Mick Jagger? Dire Straits ohne Mark Knopfler? Vielleicht kennen Sie sich besser in Rap-Music aus, aber nicht in Rock&Roll and Blues Music, Herr Vögel. Never mind, the bullocks, wenn Sie verstehen. was ich meine.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2013 09:43 Uhr
Tobias Vogel
Tobias Vogel (tobyrd72) - 22.05.2013 09:43 Uhr

Herr Kramme, unhöflich ist es vor allem den Namen eines anderen zu verhöhnen.

Der Autor des Artikels hat jetzt mal zum Tod von Ray Manzarek festgestellt, das ohne Ray "The Doors" nicht geworden wären, was sie waren. Und was fällt ihnen dazu ein? Direkt die alte Leier von Jim, dem Frontmann, die Seele der Band, ohne den die Doors nicht so populär geworden wären.

Die Antwort auf die Frage, wer den die anderen Musiker waren die erst später kamen, haben sie selbst direkt nachgeliefert. Ray hat mit Jim zusammen die Doors gegründet. Ohne Ray hätte es The Doors nie gegeben, genau so wie ohne Jim.

Und von der musikalischen Seite her betrachtet, erachte ich Ray's Spiel der Vox-Orgel also genauso wichtig wie Jim's Gesang. Aber Leuten die jünger als sie sind steht ja gar keine Meinung zu diesem Thema zu, richtig?

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michael haller

Selten so einen Stuß gelesen.

Wenn Jim Morrison so prägende war wie Sie schreiben, warum ist er nicht alleine aufgetreten?
Das Manzarek mit der linken Hand die hypnotisierenden Bassläufe geschrieben haben, Krieger komplett auf pentatonische Tonleiter oder Blues Scales verzichtete, genau DAS machte den Doors Sound aus, der Irre Freizeitpoet, der seine Eltern umbringen wollte war auch dabei stimmt!

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Tobias Vogel
Tobias Vogel (tobyrd72) - 21.05.2013 18:54 Uhr

Herr Reents ist Jahrgang 1965. Jeder FAZ Artikel macht auch Angaben zum Autor. Noch nie bemerkt?

Im übrigen teile ich die Auffassung das The Doors ohne Ihn nicht geworden wären was sie waren. Die anderen Musiker kamen erst später zu den Doors und keiner hatte so ein enges Verhältniss zu Jim wie Ray.

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Rüdiger Kramme

Da liegen Sie etwas daneben, obwohl ich

Ray Manzarek sehr schätze und er die Band wesentlich mit geprägt hat. Jim Morrison war Kopf und Seele der Doors (frontman). Ohne Jim, keine Doors und Erfolg. Auch Robbie Krieger war ein exzellenter Gitarrist, obwohl "Slow hand" Lou (Eric Clapton), Jimi Hendrix, Peter Green, Greg Allman, Jimmy Page u.a. weitaus renommierter waren. Ray und Robbie waren die Pacemaker, Jim war die Seele und das Aushängeschild der legendären Doors. Ich weiß nicht, wie alt Sie sind, Herr Reents, und inwieweit die Doors Ihr Leben begleitet haben. Für mich waren die Doors ein fester Bestandteil meiner Jugend (neben den Rolling Stones, The Who, Frank Zappa u.a) und ich war bei ihrer Entwicklung von Anfang an (light my fire) dabei. 1970 war es mir vergönnt, auf der Isle of Wight, das letzte Doors-Konzert mit Jim Morrison zu erleben. Grandios, obwohl er wesentlich ruhiger war als z.B. bei seinem Gigs in Neapal (die runtergelassene Hose) oder Chicago (movie: The Doors). The Doors: ein Teil meines Lebens, for ever

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.05.2013 21:01 Uhr
Peter Manthey

Duan nicht Gregg Allman

meinten Sie sicherlich.

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Keith Emerson

Sehr gelungene Retrospektive,

Herr Kramme, vielen Dank! Ich war auch versucht, einen Kommentar zu schreiben. Nachdem ich aber den Ihren gelesen hatte, habe ich es sein lassen. Es ist alles darin gesagt, was zu sagen ist und es ist gut und richtig so. Sie haben die Jim Morrison's Doors und andere wesentliche Heroen der damaligen Pop- und Rockmusik so gut gewürdigt, wie das im Rahmen von wenigen Zeilen möglich ist.

"Wir hatten Freude im Herzen und Flügel an den Fersen.", heißt es in dem Film "Die Stunde des Siegers". Und genau das war es, was uns diese Musiker in jener Zeit vermittelt haben und es hallt bis heute nach.

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21.05.2013, 15:31 Uhr

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