11.06.2012 · Nach zwanzig Jahren ist Tom Petty wieder in Deutschland und spielt wuchtige Hiebe in Hamburg. Selten war die erregende Kraft von Rockmusik spürbarer.
Von Edo ReentsRichtlinien für Lesermeinungen
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Ein sehr guter Text von Herrn Reents, lediglich das "euphorisierte Publikum" ließ mich stutzen. Selten haben ich eine schlechtere Stimmung bei einem Konzert erlebt und das lag weder an Tom Petty noch an seiner hervorragenden Band. Das Konzert war musikalisch ein absoluter Genuss, nur die Innenraumbestuhlung und das Ordnungspersonal erstickten jegliche Stimmung im Keim. Nach 20 Jahren Warten ein kleiner Wermutstropfen. Ach ja, ich bin 35 und höre Petty seit 1991...
...kein Wunder, das der Großteil der Zuhörer die 50
überschritten hat. Es gibt zwei Schlussfolgerungen: Die Jugend ist
durch das unsäglich miese kopfhörerorientierte
Qualitätsniveau der "Generation Download" einfach nicht
für ausgefeilte Rockmusikarrangements zu gewinnen - somit also auch
für Live-Konzerte dieser Güte eigentlich verloren. Die Aufgabe
der Älteren besteht also darin, sich die Kids zuhause an einem
verregnetem Sommerabend zu schnappen und zunächst zu einer
Vinyl-Session mit Tom Petty einzuladen. Danach sollte es auch mit der
Verjüngung des Live-Publikums klappen, ansonsten - "free
fallin"
Charm ist halt nicht gleich CHARME....
...denn wenn schon Kritik, dann bitte RICHTIG lesen.
MEINE AUSSAGE bleibt bestehen: Die Generation, die sich Musik aus dem
Netz lädt, wird das nicht mit Tom Petty tun, demzufolge auch nicht
auf seine Konzerte gehen (nur darum geht es hier).
ZWEITENS - und noch wichtiger:
Es hieße Christbäume in den Ichwald zu tragen, wollte man
Plattensammler davon überzeugen, dass Vinyl und analoge
Aufnahmetechnik die bessere Antwort für den optimalen Klang von
Musik darstellen. Jeder, der ein Album auf den beiden zur Wahl stehenden
Tonträgern besitzt, sollte sich das Hör-Vergnügen machen,
die Qualität zu überprüfen – er wird feststellen,
dass abgesehen von dem klinischen – in diesem Zusammenhang ein
Synonym für sterilen – Sound der CD die Vinylplatte eine
Lebendigkeit besitzt, die das Plastikteil schon alleine deswegen nicht
erreichen kann, weil der digitalen Aufnahmetechnik das gesamte Spektrum
des menschlichen Ohres nicht zur Verfügung steht.
Qualtät und komprimierte Downloads also: Unmöglich.
und zweitens?
1. Ist das mit der Generation Download geht nicht auf Livekonzerte
totaler Bullshit.
und 2. habe ich ein zweitens. ;-)
Und bei Vinyl von einem Qualitätsniveau zu sprechen ist auch nicht
schlecht. Kratzen gegen absolut reine Töne (Downloads z.B.) ist
also Qualität?
Das hat nicht immer Charm, aber die Qualität ist auf jeden Fall besser.