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Nobelpreisträger Bob Dylan : Vielleicht kommt er ja sowieso vorbei

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Seine „Neverending Tour“ könnte ihn doch auch mal wieder nach Stockholm führen: Bob Dylan soll spätestens sechs Monate nach Erhalt des Nobelpreises seine Nobelvorlesung halten. Bild: dpa

Schweden beweist Langmut. Erst meldet sich der frisch gekürte Nobelpreisträger wochenlang nicht, dann kann er nicht zur Preisverleihung kommen. Jetzt hofft man in Stockholm auf den Frühling.

          Die Schwedische Akademie hofft, dass der amerikanische Musiker Bob Dylan im nächsten Jahr nach Stockholm kommt und den Literaturnobelpreis entgegennimmt. Wie die Akademie an diesem Freitag mitteilte, wird für die Nobelvorlesung, die traditionell am 7. Dezember arrangiert wird, kein Alternativprogramm auf die Beine gestellt. „Es ist möglich, dass Bob Dylan im nächsten Jahr, möglicherweise im Frühling, in Stockholm auftreten wird. Dann hätte er eine perfekte Gelegenheit, seine Vorlesung zu halten“, heißt es in der Mitteilung. Es ist Bedingung, dass der Gewinner des Literaturnobelpreises innerhalb von sechs Monaten eine Rede hält.

          Dylan wurde im Oktober für seine poetischen Neuschöpfungen in der amerikanischen Songtradition ausgezeichnet. Der Schwedischen Akademie war es lange nicht gelungen, Dylan persönlich ans Telefon zu bekommen, was für Unmut gesorgt hatte. Ein Jurymitglied warf dem Musiker vor, unhöflich zu sein. Erst nach 12 Tagen hatte sich Dylan bei den Schweden gemeldet und versichert, dass er sich sehr geehrt fühle. Am Mittwoch teilte die Akademie mit, dass Dylan nicht zur Verleihung des Literaturnobelpreises am 10. Dezember nach Stockholm kommen werde. Als Grund nannte er andere Verpflichtungen.

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