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Lucinda Williams zum Sechzigsten Sie fuhr die ganze Nacht

 ·  Sie hat etwas gebraucht, um ihren Ton zu finden und musste lange auf den Erfolg warten. Über Bluegrass und Country hat Lucinda Williams zum abgebrühten Roots-Rock gefunden.

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Wolfram Jäger

"trotz des außergewöhnlich schönen Namens"

Lieber Herr Wiele, Sie können aufgrund Ihrer Jugend nicht gemeint gewesen sein, aber stellenweise rief mir Ihre Art, über Frau Williams zu schreiben, den boshaften Sky Nonhoff ins Gedächtnis, der über Lucinda W. schrieb: "Sie ist der feuchte Traum jedes Rockkritikers, die Freundin, die sie alle schon mal hatten oder gehabt zu haben glauben oder zumindest gerne gehabt hätten." (aus: Don't Believe The Hype)
Um nun musikalisch noch etwas hinzuzufügen: Roy Orbison war der wunderbare Interpret, geschrieben hat die Preziose "I Drove All Night" allerdings eine andere sehr begabte Songschreiberin aus dem Poplager: Cyndi Lauper nämlich, der Sie dann wahrscheinlich im Juni gratulieren werden - ich freu mich drauf.

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Hans Fleckenstein

Schönen Dank!

so ne Schande: Ich habe Lucinda Williams nicht gekannt. Nach Probehören gleich CD geordert - ganz tolle CD- Vorstellung!

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Thomas Kobler

Das Fahren war schon immer eine Inspirationsquelle...

...für Lucinda Williams. Auf ihrem "Carwheels on a gravel road" Album, das man ohne rot zu werden, zu einem der essentiellen Alben, mindestens, der Südstaaten-Musikgeschichte zählen darf, kam das auch schon stark zum Ausdruck. Im Song "Metal Firecracker" (Spitzname für die silbernen Tourbusse) erinnert sie eine leidenschaftliche, aber dennoch verflossene Liebe daran, was er auf keinen Fall tun sollte, jetzt da es vorbei ist: "Erzähl niemandem die Geheimnisse, die ich dir erzählte." Ein weiser und verständlicher Wunsch, den man mehr berücksichten sollte, ist man beim Zappen durch den Talkshow-Dschungel öfter mal geneigt zu denken. Aber für diese Leute liegt 1998 sowieso in einem andern Jahrhundert.

Ich habe ihr neues Album noch nicht gehört, aber jetzt da ich von seiner Existenz weiss, werden mich keine zehn Pferde davon abhalten. Wer Lucinda Williams mag, sollte sich auch mal die junge Kacey Musgraves anhören. Ihr "Merry go round" ist nahe an der Qualität von Williams' Songwriting.

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