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Kanadischer Sänger : Leonard Cohen ist tot

  • Aktualisiert am

Mit Lieder wie „Suzanne“ wurde er bekannt. Leonard Cohen, aufgenommen im August 2009 Bild: dpa

Zutiefst melancholisch, poetisch und betörend schön: Die Songs von Leonard Cohen haben Magie. Jetzt ist der kanadische Sänger gestorben. Bei Twitter bekunden Fans, Weggefährten und Prominente ihre Trauer.

          Leonard Cohen ist tot. Der kanadische Sänger und Songschreiber sei im Alter von 82 Jahren gestorben, teilte sein Label Sony Music Canada in der Nacht zum Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. „Mit tiefem Schmerz teilen wir mit, dass der legendäre Dichter, Songschreiber und Künstler Leonard Cohen gestorben ist“, hieß es auch auf seiner Facebook-Seite. „Wir haben einen der verehrtesten und produktivsten Visionäre verloren.“

          Eine Gedenkveranstaltung werde zu einem späteren Zeitpunkt in Los Angeles stattfinden. Die Familie bitte darum, ihre Privatsphäre zu respektieren. „Heute haben wir einen unserer größten Botschafter und Ikonen verloren“, schrieb der Bürgermeister von Cohens Geburtsstadt Montreal bei Twitter. Die Fahnen in Montreal würden auf Halbmast gesetzt.

          Leonard Cohen im Oktober 2011 im spanischen Gijon Bilderstrecke

          Mit Songs wie „Hallelujah“, „Suzanne“ oder „So long Marianne“ war der 1934 geborene Cohen weltberühmt geworden. Zuvor hatte er bereits Gedichte und Romane geschrieben. Den Durchbruch als Musiker hatte Cohen in den sechziger Jahren in New York geschafft, wo er im legendären Chelsea Hotel lebte und Kollegen wie Bob Dylan, Joni Mitchell und Janis Joplin kennenlernte - letzterer setzte er in dem Song „Chelsea Hotel No. 2“ ein Denkmal.

          Der Kanadier hatte zuletzt in Los Angeles gelebt, in der Nähe seiner beiden Kinder und seines Enkelkindes. Mit einem sehr wehmütigen Album und in einem Interview im Magazin „New Yorker“ hatte er jüngst angedeutet, dass er sich dem Sterben nahe fühle. „Ich bin bereit zu sterben. Ich hoffe nur, es wird nicht zu ungemütlich. Das ist es dann auch schon für mich.“

          Über den Kurznachrichtendienst Twitter geben Fans und Weggefährten ihrer Trauer Ausdruck:

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