1. Dirk Dommermuth´s Blueside - Sinister Mister
An der Crossroad seiner musikalischen Laufbahn hat Dirk Dommermuth vor einer gefühlten Ewigkeit seine Seele dem Teufel in die Waagschale geworfen und gegen ein Pfund Blues eingetauscht. Jetzt zu den Ursprüngen zurückgekehrt, will er den Deal rückgängig machen. Der sinistre Minister lässt sich auf den Sängerwettstreit ein.
2. Sunwill - Day-X
Dass die fünf Russen aus dem westsibirischen Tomsk echte Sonnenanbeter sind, glaubt man ihnen bei den momentan vorherrschenden Minus 38 Grad Celsius ungefragt. Die hochwertige Produktion hingegen erinnert streckenweise an Linkin Park und zeigt eindrucksvoll, wie professionell der russische Underground trotz technischer Unterversorgung aufgestellt ist.
3. Tibetréa - König im Norden
Gerade wurden sie im Soundcheck der bayerischen Geschmacksinstitution Zündfunk als spannendste neue Mittelalterband geadelt. Dabei sind die fahrenden Gesellen aus dem Münchener Raum bereits seit 2006 gern gesehene Gäste auf den einschlägigen Mittelalterfesten. Archaische Grooves und Klangfarben zwischen Harmonie und heiserer Lautmalerei wechseln mit lyrischer Zartheit, wie in der Ballade „König im Norden“.
4. Eyes Shut Tight - When I Beat You
Der vorauseilende Ruf als deutsche Marilyn Mansons hat der Hamburger Band Auftritte auf so renommierten Festivals wie dem Mera Luna beschert.
Auch wenn das metallische Universum der Schockrocker weit mehr zu bieten hat und zwei selbst produzierte Albenveröffentlichungen um die Käuferschaft buhlen: Der verdiente Durchbruch lässt noch auf sich warten.
5. The Ease Down - Face The Day
Die kanadischen The Ease Down haben auf ihrem Debut „Shapeshifter“ so einige Ohrwürmer geparkt, denen der Oberbegriff Jazzpop mit einer Prise Beatles Pianoarbeit am ehesten gerecht wird. Wer das Album bis zum Ende durchhört, wird mit einer virtuos arrangierten Tour de Force zwischen Kammerorchester und Gospelchor belohnt.
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Blueside
Frank Howorka (Frank.Howorka)
- 02.01.2013, 12:27 Uhr