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Kramms Hits Nicht nur für Linkshänder

Von lebensbejahendem Optimismus bis zu tiefschwarzer Klavierschwermut: Bruno Kramm empfiehlt wieder die besten, frei erhältlichen Songs aus dem Internet.

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© Anuli Photography, Jay Fraser Kramms Hits: „Walking A Fine Line” von Jay Fraser

1. Jay Fraser – „Walking A Fine Line”

Der Australier Jay Fraser wandelt seit vielen Netzveröffentlichungen
auf den staubigen, vom Licht abgewandten Spuren des Johnny Cash und Bob Dylan. Seine Werke stellt der Wahl-Londoner frei oder gegen einen selbstbestimmten Preis ins Internet, befreit sich so vom Zwang der Songformate und komponiert dabei beeindruckende Seelenminiaturen auf seinem beschwerlichen Fußweg in den Olymp des Country Blues. Zur  Website von Jay Fraser http://www.buildingsofdreams.com

2. Xylos – „Summerlong“

Geboren im Retrokosmos der üppig schillernden Klangvielfalt, verbinden die New Yorker Synthiepopper und Lieblinge der amerikanischen Bloggerszene Gegensätze wie Kate Bush und ABBA. Die oberflächliche Leichtigkeit der tanzbaren Songs wird von einem infizierenden Wehmutstropfen benetzt, der das beschwingte „Summerlong“ zu einem melancholischen Ohrwurm für die aktuelle Sommerflaute macht. www.xylosmusic.net

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© Xylos Kramms Hits: „Summerlong“ von Xylos

3. I Am Not Lefthanded – „Brace, Brace”
 
Der Auftaktsong des per Crowdfunding finanzierten Albums „The Fire & The Sigh“ der irischen, in San Francisco lebenden Alternativerocker oszilliert zwischen Schwermut und lebensbejahendem Optimismus und zeichnet sich durch unverstelltes Understatement der Instrumentierung aus. Das gesangliche Ausdrucksspektrum von Kathryn Williams reicht von betörender Fragilität bis schneidender Vehemenz und fesselt durch unbändiges Erzähltalent. www.iamnotlefthanded.com

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© I Am Not Lefthanded Kramms Hits: I Am Not Lefthanded – „Brace, Brace”

4. The Rabid Whole – „Future“

Kein anderes Land unterstützt von staatlicher Seite die Förderung alternativer Musikkultur so nachhaltig wie Kanada: The Rabid Whole, je nach Lesart das „tollwütige große Ganze“ oder das Filmzitat aus „Matrix“, kombiniert Hip-Hop, Industrial und Alternative Rock zu einer treibenden Melange, die zwar die großen Vorbilder Linkin Park durchscheinen lässt, dies aber mit der druckvollen Produktion des Ex-Skinny-Puppy-Masterminds Dave Ogilvie wettmacht. www.therabidwhole.com

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© The Rabid Whole Kramms Hits: The Rabid Whole – „Future“

5. Amanda Palmer – „Another Year“

Was mit ihrem legendären The Dresden Dolls Band-Debüt und dem „Coin-Operated Boy“ begann, entwickelte sich zu einer sagenhaften Erfolgsgeschichte. Statt Coins and Peanuts brachte ihre aktuelle Finanzierung auf Kickstarter nicht nur die Mittel für das neue Album ein, sondern brach mit einer Summe von mehr als einer Million Dollar ein paar Rekorde und die Lanze fürs Crowdfunding als Finanzierungsmethode für künstlerische Konzepte jeglicher Art. Im Gegensatz zum aufgekratzten neuen Album sind es aber eher die ruhigen Töne, die ihr den Ruf einer Grande Dame des alternativen Chanson Noir bescherten. Das Outrostück „Another Year“ von einem ihrer ersten Solowerke ist eine tiefschwarz entrückte Klavierballade und ein legendärer Stellvertreter ihres Schaffens. www.amandapalmer.net

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© Amanda Palmer Kramms Hits: Amanda Palmer – „Another Year“

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Quelle: FAZ.NET

 
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Veröffentlicht: 15.06.2012, 11:25 Uhr