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Grammy Awards 2013 : Jay Z führt bei Grammy-Nominierungen

  • Aktualisiert am

Gemeinsam mit Verdine White (links) von „Earth, Wind and Fire“ spielt Robin Thicke seinen Hit „Blurred Lines“. Bild: REUTERS

Neben Rapper Jay Z liegen das Hip-Hop-Duo Macklemore & Ryan Lewis sowie Kendrick Lamar mit vielen Nominierungen für die Grammys vorn. In der Klassik-Sparte haben auch deutsche Künstler Chancen.

          Der amerikanische Rapper Jay Z führt mit neun Nominierungen die Riege der Grammy-Favoriten 2014 an. Ihm folgen Justin Timberlake, Kendrick Lamar, Pharrell Williams und das Rap-Duo Macklemore & Ryan Lewis mit je sieben Gewinnchancen. Die Nominierungen wurden bei einem Live-Konzert in der Nacht zum Samstag in Los Angeles bekanntgegeben. Der Sender CBS übertrug die Show.

          Zwar geht Jay Z zahlenmäßig in Führung, doch in den wichtigen Kategorien Album, Platte und Song dürfen sich vor allem junge Künstler Hoffnungen machen. Um die begehrte Trophäe „Album des Jahres“ konkurrieren die Rapper Macklemore & Ryan Lewis („The Heist“) und Kendrick Lamar („Good Kid, M.A.A.D City“) mit dem Elektro-Pop-Duo Daft Punk („Random Access Memories“), mit Pop-Sängerin Sara Bareilles („The Blessed Unrest“), und Country-Star Taylor Swift („Red“).

          In der Sparte „Platte des Jahres“ treten Bruno Mars, Daft Punk, Robin Thicke, Imagine Dragons und die neuseeländische Newcomerin Lorde an. Für das Goldene Grammophon für den „Song des Jahres“ sind Pink („Just Give Me A Reason“), Bruno Mars („Locked Out Of Heaven“), Katy Perry („Roar“), Lorde („Royals“) und Macklemore & Ryan Lewis („Same Love“) im Rennen.

          Macklemore, der hier „Thrift Shop“ zum Besten gibt, ist gemeinsam mit Ryan Lewis selbst in sieben Kategorien für die Grammys nominiert.
          Macklemore, der hier „Thrift Shop“ zum Besten gibt, ist gemeinsam mit Ryan Lewis selbst in sieben Kategorien für die Grammys nominiert. : Bild: REUTERS

          Um die Trophäe als „Bester neuer Künstler“ wetteifern mit den Rappern Macklemore & Ryan Lewis und Kendrick Lamar die britischen Sänger James Blake und Ed Sheeran sowie die amerikanische Country-Sängerin Kacey Musgraves. Die erwartete Nominierung für Lorde blieb aus. Doch die 17 Jahre alte Neuseeländerin wurde zumindest bei ihrem Auftritt in der Nominierungs-Show mit lautem Applaus bedacht.

          Den Auftakt vor einem Millionenpublikum an den Fernsehbildschirmen machten die Rapper Macklemore & Ryan Lewis mit ihrem Hit „Thrift Shop“, später wurden Taylor Swift via Satellit aus Australien und Katy Perry aus Kanada zugeschaltet.

          Favorit Jay Z kann auf Rap-Trophäen hoffen, etwa mit dem Song „Tom Ford“ in der Sparte „Beste Rap Darbietung“, oder für die beste Rap-Zusammenarbeit mit Justin Timberlake für „Holy Grail“. Timberlake hat zudem mehrere Pop-Nominierungen, darunter für die beste Solo-Darbietung mit „Mirrors“.

          Die Nominierung als „Bester neuer Künstler“ blieb aus, dafür hat die Neuseeländerin Lorde Chancen in der Sparte „Platte des Jahres“.
          Die Nominierung als „Bester neuer Künstler“ blieb aus, dafür hat die Neuseeländerin Lorde Chancen in der Sparte „Platte des Jahres“. : Bild: REUTERS

          Mehrere Deutsche haben in der Klassik-Sparte Chancen. Der deutsche Musikproduzent Manfred Eicher könnte für verschiedene Klassik- Aufnahmen den Grammy als „Produzent des Jahres“ gewinnen. In der Sparte „Beste Orchesterdarbietung“ sind die Berliner Philharmoniker unter Dirigent Simon Rattle für „Stravinsky: Le Sacre Du Printemps“ im Rennen. Die deutschen Tenöre Christoph Prégardien (Schubert: Winterreise) und Jonas Kaufmann (Wagner) sind beide in der Kategorie „Bestes klassisches Gesangssolo“ nominiert.

          In der Sparte „Beste Opernaufnahme“ gibt es unter anderem zwei Anwärter mit deutscher Beteiligung: Der Berliner Dirigent Christian Thielemann mit der Aufnahme „Wagner: Der Ring Des Nibelungen“, die er mit der Wiener Staatsoper einspielte, und das Barockorchester Concerto Köln mit der Opernaufnahme „Vinci: Artaserse“. In der Sparte „Beste Abmischung eines Albums“ hat „Vinci: Artaserse“ eine weitere Gewinnchance für die Tonmeister Hans-Martin Renz, Wolfgang Rixius und Ulrich Ruscher.

          Gewagte Konstruktion: Die Bühne im Nokia Theatre in Los Angeles
          Gewagte Konstruktion: Die Bühne im Nokia Theatre in Los Angeles : Bild: REUTERS

          Auch in der Kategorie „Best Classical Compendium“ gibt es deutsche Hoffnungen: Mit dem NDR-Sinfonieorchester spielte Christoph Eschenbach die Aufnahme „Hindemith: Violinkonzert - Symphonic Metamorphosis - Konzertmusik, Op. 50“ ein. Produzent Manfred Eicher ist für die nominierte Aufnahme „Tabakova: String Paths“ verantwortlich.

          Die Grammys gelten als die begehrtesten Musikpreise der Welt. Sie sollen am 26. Januar 2014 in Los Angeles vergeben werden. Ausgewählt werden die Preisträger von Vertretern der Plattenindustrie und Musikern. Im vorigen Februar ging die Auszeichnung für das beste Album an die britische Band Mumford & Sons für „Babel“.

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