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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Die 53. Grammy Awards Lady Antebellum heißt der große Sieger

 ·  „Need You Now“: Das Country-Trio Lady Antebellum überzeugt bei den 53. Grammy Awards mit Melodiösem, die kanadische Indie-Band Arcade Fire liefert das beste Album, die ganz großen Stars wie Lady Gaga und Eminem müssen sich bescheiden.

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Mit einer Überraschung ging gestern die 53. Verleihung der Grammy Awards zu Ende: Nicht die Superstars der Musikindustrie und vielfach Nominierten, Lady Gaga oder Eminem, sondern die kanadische Indie-Band Arcade Fire holte mit „The Suburbs“ den Preis für das beste Album des Jahres.

Eminem musste sich mit einem Grammy für „Recovery“ als bestes Rap-Album und einem Preis für die beste Rap Performance („Not Afraid“) trösten. Lady Gagas „The Fame Monster“ wurde als bestes Pop-Album ausgezeichnet. Der Grammy für das beste Rock-Album ging an „The Resistance“ von der britischen Band Muse, die mit ihren schroffen Beats und politisch aufgeladenen Texten gegen Veteranen wie Tom Petty, Neil Young und Pearl Jam angetreten war.

Als Sieger des Abends ging indes Lady Antebellum hervor: Das Trio aus Nashville gewann mit seinem melodiösen Lovesong „Need You Now“ gleich fünffach, unter anderem die Preise für den besten Song, den besten Songtext und die beste Gruppen-Performance im Bereich Country.

Künstler-Aufgebot über die Generationen hinweg

Jungstar Justin Bieber, der als Bester Newcomer nominiert war, musste sich erwartungsgemäß erwachseneren Talenten geschlagen geben. Dass allerdings mit Esperanza Spalding eine Jazz-Bassistin in dieser Kategorie gewann, war eine weitere Überraschung.

Der Abend begann mit einem stimmenstarken Tribut von Christina Aguilera, Jennifer Hudson, Yolanda Adams und Florence Welch an die Soul-Queen Aretha Franklin, die sich von einer Operation erholt. Produzent Ken Ehrlich, der die Show seit 1980 produziert, hatte für die von mehr als einem Dutzend Showauftritten dominierte Verleihung ein Künstler-Aufgebot versammelt, das Generationen und Genres überspannte.

Es reichte vom sechzehnjährigen Teeniestar Justin Bieber bis zu Mick Jagger, der in diesem Jahr seinen achtundsechzigsten Geburtstag feiert, von der Grand Dame des amerikanischen Musik-Entertainment, Barbra Streisand, bis zur Spektakel-Queen Lady Gaga, deren Garderobe mittlerweile fiebriger erwartet wird als ihre Auftritte.

Lady Gaga aus dem Ei gepellt

Im Staples Center, der Basketball-Arena der Los Angeles Lakers, erschien Gaga in einem Ei, getragen von goldgekleideten Lakaien, dem Ei entschlüpfte sie während der Veranstaltung, um mit der Dancenummer „Born this way“ ein Stück ihres neuen Albums zu präsentieren. Das Stück hatte vorab Schlagzeilen wegen Ähnlichkeiten mit Madonnas „Express Yourself“ gemacht.

Bescheidener, aber eindrucksvoller als Gagas aufwendige Elektronik-Pop-Performance waren Auftritte von Mick Jagger, Bob Dylan. Dr. Dre und Gwyneth Paltrow. Jaggers energiegeladenes Tribut an die Soul-Legende Solomon Burke mit „Everybody needs someone to love“ stellte das Rap-Duett von Justin Bieber und Will Smiths zwölfjährigem Sohn Jaden locker in den Schatten.

Dylan sang mit Unterstützung der aufstrebenden Folkbands Mumford and Sons und The Avett Brothers seine Ballade von 1965, „Maggies Farm“, und der HipHop-Impressario Dr. Dre trat mit seinem neuen Song „I need a doctor“ zu einem Duett mit seinem Schützling Eminem auf die Bühne.

Gesäuberte Form eines Ohrwurms

Paltrow, die bereits in einem Auftritt in der Fernseh-Kultserie „Glee“ und mit der Hauptrolle in „Country Strong“, einem Film über eine strauchelnde Sängerin, ihr musikalisches Talent ausstellte, begleitete gemeinsam mit einer Handvoll Muppetts aus der Schmiede von Jim Henson den Rapper Cee Lo Green bei einer gesäuberten Version seines heiteren Ohrwurms „Fuck you“.

Den Refrain sangen Green und Paltrow mit Rücksicht auf die Anstandsregeln des amerikanischen Rundfunks als „Forget you“, doch der vielfach favorisierte Song ging bei der Preisverleihung überraschend leer aus.

Die Grammy Awards werden seit 1958 von der National Association of Recording Arts and Sciences für herausragende Leistungen in der Musikindustrie vergeben und sind mit ausgefallenen Kostümen und extravaganten Showauftritten die spektakulärste Veranstaltung von Hollywoods Gala-Saison, die mit den Golden Globes im Januar beginnt und mit den Oscars Ende Februar schließt.

Mit Nicole Kidman, Will Smith und Eva Longoria gab sich in diesem Jahr auch Film-Prominenz die Ehre - Smith als sichtlich stolzer Vater des knospenden Schauspielers und Rappers Jaden, Kidman als Ehefrau des Countrysängers Keith Urban, der für die beste männliche Country-Performance ausgezeichnet wurde.

Die wichtigsten Grammy Awards 2011

Single des Jahres: Need You Now (Lady Antebellum)
Album des Jahres:The Suburbs (Arcade Fire)
Song des Jahres: Need You Now (Lady Antebellum)
Bester neuer Künstler: Esperanza Spalding

Pop:

Beste weibliche Gesangsdarbietung Pop: Bad Romance (Lady Gaga)
Beste männliche Gesangsdarbietung Pop: Just the Way You Are (Bruno Mars)
Beste Darbietung eines Duos oder einer Gruppe mit Gesang Pop: Hey, Soul Sister, Live (Train)
Beste Zusammenarbeit mit Gesang Pop: Imagine (Herbie Hancock, Pink, India.Arie, Seal, Konono Nº1, Jeff Beck & Oumou Sangaré)
Beste Instrumentaldarbietung Pop: Nessun dorma (Jeff Beck)
Bestes Instrumentalalbum Pop: Take Your Pick (Larry Carlton & Tak Matsumoto)
Bestes Gesangsalbum Pop: The Fame Monster (Lady Gaga)
Beste Dance-Aufnahme: Only Girl In the World (Rihanna)
Bestes Electronic-Dance-Album: La Roux (La Roux)
Bestes Gesangsalbum Traditioneller Pop: Crazy Love (Michael Bublé)

Rock:

Beste Solo-Gesangsdarbietung Rock: Helter Skelter (Paul McCartney)
Beste Darbietung eines Duos oder einer Gruppe mit Gesang Rock: Tighten Up (Black Keys)
Beste Hard-Rock-Darbietung: New Fang (Them Crooked Vultures)
Beste Metal-Darbietung: El Dorado (Iron Maiden)
Beste Darbietung eines Rockinstrumentals: Hammerhead (Jeff Beck)
Bester Rocksong: Angry World (Neil Young)
Bestes Rock-Album: The Resistance (Muse)
Bestes Alternative-Album: Brothers (Black Keys)

Rhythm & Blues:

Beste weibliche Gesangsdarbietung R&B: Bittersweet (Fantasia)
Beste männliche Gesangsdarbietung: There Goes My Baby (Usher)
Beste Darbietung eines Duos oder einer Gruppe mit Gesang R&B: Soldier of Love (Sade)
Beste Gesangsdarbietung Traditioneller R&B: Hang On in There (John Legend & the Roots)

Bester R&B-Song: Shine (John Legend & the Roots)
Bestes R&B-Album: Wake Up! (John Legend & the Roots)

Bestes zeitgenössisches R&B-Album: Raymond (Raymond von Usher)

Rap:

Beste Solodarbietung Rap: Not Afraid (Eminem)
Beste Darbietung eines Duos oder einer Gruppe Rap: On to the Next One (Jay-Z & Swizz Beatz)
Beste Zusammenarbeit Rap/Gesang: Empire State of Mind (Jay-Z & Alicia Keys)
Bester Rap-Song: Empire State of Mind (Jay-Z & Alicia Keys)
Bestes Rap-Album: Recovery (Eminem)

Country:

Beste weibliche Gesangsdarbietung Country: The House That Built Me (Miranda Lambert)
Beste männliche Gesangsdarbietung Country : 'Til Summer Comes Around (Keith Urban)
Beste Countrydarbietung eines Duos oder einer Gruppe: Need You Now (Lady Antebellum)
Beste Zusammenarbeit mit Gesang Country: As She's Walking Away (Zac Brown Band & Alan Jackson)
Beste Darbietung eines Countryinstrumentals: Hummingbyrd (Marty Stuart)
Bester Countrysong: Need You Now (Lady Antebellum)
Bestes Countryalbum: Need You Now (Lady Antebellum)

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