27.11.2009 · Wer sagt, der Rock´n´Roll ist tot? Steve Conte, der einst den untoten New York Dolls wieder auf die Beine half, hat sich mit einer Platte selbständig gemacht, die klingt wie Bukowskis Bücher: wild und dreckig.
Von Edo ReentsDer Produzent Steve Lillywhite hat behauptet, im Moment gebe es wenig Überzeugend-Urwüchsiges im Rock'n'Roll, aber diesen einen eben doch, der den Nagel auf den Kopf treffe: Steve Conte.
Der Gitarrist, der vor Jahren beim Comeback der durch allerlei Todesfälle arg dezimierten New York Dolls mitmachte hat sich selbständig gemacht: „Steve Conte&The Crazy Truth“ ist tatsächlich eine Rock'n'Roll-Platte geworden, wie man sie in dieser Unverfrorenheit allenfalls noch von eben jenen New York Dolls erwarten kann: mal schnell, mal lauernd, mit rassiermesserscharfen Gitarren, halb Garagenmusik, halb Sumpfland-Soul, alles sehr stilsicher, ein wenig halt wie Charles Bukowski, bei dem die Band ihren Namen geborgt hat.
Für diese prominent besetzte (Dolls-Sänger David Johansen ist auch dabei), selbst produzierte Platte, die textlich nicht gerade zimperlich ist und in ihrer Haltlosigkeit irgendwie an den Film „Bad Lieutenant“ erinnert, wird Steve Conte wahrscheinlich keinen Grammy bekommen; dazu ist sie zu schmutzig. Aber das ist ja beim Rock'n'Roll der Witz.
Wer sagt, der Rock´n´Roll ist tot? Steve Conte, der einst den untoten New York Dolls wieder auf die Beine half, hat sich mit einer Platte selbständig gemacht, die klingt wie Bukowskis Bücher: wild und dreckig.