21.02.2008 · Bei der Vergabe der britischen Popmusikpreise siegten die Arctic Monkeys, Kylie Minogue, Mika, Take That und die Foo Fighters. Einen Ehrenpreis bekam Paul McCartney. Star des Abends war, obgleich sie preislos blieb, Amy Winehouse.
Bei der Vergabe der britischen Popmusikpreise hat die Soulsängerin Amy Winehouse ihren ersten Live-Auftritt seit einer kürzlichen Drogenentziehungskur absolviert. Jubel gab es in der Nacht zum Donnerstag in Londons Earls-Court-Arena auch für den früheren Beatle Paul McCartney. Der 65-Jährige wurde von der Britischen Musikakademie für sein Lebenswerk geehrt.
Über jeweils zwei Brit Awards, die nach den amerikanischen Grammys als die begehrtesten Popmusikpreise der Welt gelten, konnten sich die die Bands Arctic Monkeys, Take That und Foo Fighters freuen. Die Arctic Monkeys aus dem nordenglischen Sheffield wurden in den Kategorien „beste britische Band“ und „bestes britisches Album“ geehrt. Take That erhielten für den Hit „Shine“ den Preis für die beste britische Single und wurden zudem für den besten Live-Auftritt ausgezeichnet. Die Foo Fighters erhielten den Preis als beste internationale Band und für das beste internationale Album.
Nash, West, Minogue, Mika
Als beste britische Sängerin wurde Kate Nash geehert, ihr männliches Gegenstück ist Mark Ronson. Die australische Pop-Diva Kylie Minogue erhielt den wichtigsten britischen Popmusikpreis als beste ausländische Künstlerin, als bester internationaler Künstler setzte sich der amerikanische Rapper Kanye West durch, der zuletzt bei den Grammys abgeräumt hatte. Der im Libanon geborene Sänger Mika erhielt den Preis als bester Newcomer. Leer ging die Castingshow-Siegerin Leona Lewis aus, die in vier Kategorien nominiert war. Auch die dreifach nominierten Kaiser Chiefs kamen nicht zum Zug. Die stimmgewaltige 19-jährige Soul- und Jazzsängerin Adele Adkins bekam den Preis der britischen Musikkritiker. Ähnlich wie Kate Nash und Winehouse gehört sie zu den großen Hoffnungsträgern der britischen Musikszene.
Brit Awards: Winehouse-Comeback, McCartney-Ehrung
Abgesehen von McCartney, der mit einem Medley einiger seiner weltbekannten Beatles-Songs begeisterte, stahl die 24-jährige Winehouse den anderen Stars die Show. Die als eines der größten britischen Popmusik-Talente gefeierte Sängerin wirkte so souverän wie seit langem nicht mehr, als sie zwei Titel ihres Albums „Back to Black“ sang. Dennoch konnte Winehouse keinen Preis gewinnen: Ihr Erfolgsalbum, das sich weltweit bislang mehr als fünf Millionen Mal verkaufte, erschien bereits 2006. Es kam damit nach den Regeln der britischen Musikakademie nicht für die „Brits“ infrage, die musikalische Leistungen des Jahres 2007 würdigten. Bei den Grammys hatte Winehouse kürzlich einen Triumph erlebt und fünf dieser begehrtesten Musikpreise der Welt gewonnen.