08.04.2008 · Hauptsache, sie kommt dem geschüttelten Martini nicht zu nahe: Die soeben aus dem Entzug entlassene Amy Winehouse singt den Titelsong im neuen James-Bond-Film. Und muss sich nun einen Reim auf „A Quantum of Solace“ machen.
Von Jörg ThomannHauptsache, sie kommt dem geschüttelten Martini nicht zu nahe: Die für ihre großartige Stimme und für ihren eher lässigen Lebenswandel bekannte Soulsängerin Amy Winehouse darf sich nach ihrem Drogen- und Alkoholentzug über eine neue Aufgabe freuen. Medienberichten zufolge wird sie den Titelsong des neuen James-Bond-Films schreiben und singen - wie vor ihr neben anderen Shirley Bassey, Tina Turner, Tom Jones, Madonna und Paul McCartney.
McCartney ließ verlauten, Winehouse für eine gute Wahl zu halten, wies aber auf die besondere Herausforderung des Projektes hin: Es werde gewiss nicht einfach sein, einen Reim auf „Solace“ zu finden. So nämlich lautet der Titel des Filmes: „A Quantum of Solace“. Ihm selbst, so McCartney, fiele da nur „Wallace“ ein. Ob ein Herr jenes Namens in dem Film mitspielen wird, ist bislang unklar.
Während sich in englischsprachigen Foren Hobbydichter mit „Solace“ abmühen, befassen sich deutsche Websites vorrangig mit der Frage, ob und wie der Filmtitel zu übersetzen sei. Solace heißt „Trost“, Quantum bleibt Quantum, könnte aber auch zum Quäntchen werden. „Ein Quantum Trost“? „Eine gewisse Menge an Trost“? „Nicht ganz bei Trost“? Oder vielleicht „Ein bisschen Frieden“? Dafür aber wüssten wir eine geeignetere Sängerin als ausgerechnet Amy Winehouse.
Jörg Thomann Jahrgang 1971, Redakteur im Ressort „Gesellschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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