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Politik vor dem Kollaps Blindflug, Selbstlob, Wortbruch, Lüge

 ·  Es ist noch viel schlimmer, als man denkt: Die Erinnerungen des französischen Ministers Bruno Le Maire bieten erschütternde Beobachtungen zur europäischen Spitzenpolitik.

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Dirk  Lehmann

Vielleicht kann ich Ihnen helfen, sich zu erinnern ?

Frankreich und Deutschland haben sich NICHT in den Irakkrieg hineinziehen lassen.

Und Dominique Villepin hat eine grandiose FRIEDENSREDE vor der UNO gehalten, die den ahnungslosen und kriegsgeilen Amis die schrecklichen Opfer und das Leiden der Menschen in Europa in 2 Weltkriegen als dauerhafte LEHRE FÜR DIE ZUKUNFT aufzeigte.

Die USA wurden auf subtile Art gedemütigt, Bush hat bekanntlich nur ein paar Inselstaaten und natürlich ihr Hündchen, Großbritannien, in die berüchtigte "Gruppe der Willigen" hineinzwängen können.

Und zum krönenden Abschluss der europäischen Kriegsverweigerungshaltung gab es noch das berühmte "Sorry, but I am not convinced" von Joschka Fischer gratis - ausgerchnet auf der Sicherheitskonferenz in München über ein paar Meter Distanz vor Millionenpublikum höflich ins Gesicht von Rumsfeld geschleudert...

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Johann Otto

Faule Tomaten und Eier für einen kleinen indiskreten Aufsteiger

An einer Stelle las ich versehentlich Billigroman statt Bildungsroman. Und das sind sie wohl auch, gefällige Plapperton-Billigroman-Memoiren, notiert von einem kleinen Aufsteiger, der trotz eines gegebenen Versprechens nicht Minister der Finanzen wurde. Der Unglückliche, der nun als kleine Rache auf Unangenehmes setzt, sich im Indiskreten abmüht. Er, dessen Name bereits vergessen ist, war also Landwirtschaftsminister. In Europa des verhängnisvoll milliardenschweren antikapitalistischen Subventionsregens, kann man eine Menge Geld damit verdienen, seine riesigen Äcker brach liegen zu lassen. Das ist eine sehr teure europäische Planwirtschaft. Karl Marx im Fegefeuer ist stolz auf seine Franzosen, auf seine Subventions-Europäer. Das ganze ist eine einzige Perversion. Hat das verkannte französische Polit-Herzchen dagegen etwas unternommen? Sicher nicht! Denn dann hätten ihn die französischen Revolutions-Bauern herzallerliebst mit faulen Tomaten und Eiern gesteinigt.

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Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 27.02.2013 04:22 Uhr

Revolution zur Bürgerdemokratie wird dringend!

Langsam müssen auch die Dümmsten überzeugt sein:Parlamentarische Demokratie ist seit ihrer Geburt eine fertige Lüge.Erfunden von den in Verruf geratenen Aristokratien als Grossapital Besitzer(Land,Rohstoffvorkommen etc),aus Angstvor dem erstarkenden Bürgertum. Aufgeschwazt als Mitsparacherecht und Anteilname am Wirtschaftsschaffen, nach dem “Tricle down” Prinzip”,i.e. Wenn man den Pferden viel guten Haber füttert,freuen sich die Spatzen und sind bis zum nächsten Tag glücklich.Soweit für die Dummen. Die Klugen müssen schnell auf die Strassen und Plätze eilen und wehement fordern, dass wahre Bürgerdemokratrie eingeführt wird in der das Volk den Politikern sagt was in der Verfassung (Grundgesetz) stehen muss,und was in den Gesetzen für Steuern-und Ausgaben, wobei der Bürger die Wortlaute von den Politikern ausarbeiten lassen um dann nur mit Bürgerzustimmung in Kraft gesetzt werden.Nicht nur die Araber, Afrikaner,Asiaten brauchen VolksRevolutionen sondern vorab wir im sog.Westen.

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Jacob Wilhelm
Jacob Wilhelm (JaWil) - 26.02.2013 18:54 Uhr

Alles ruft danach: Wahlzyklus ändern! Jedes Jahr 1 Viertel auswechseln.

Das schafft Feuer unter dem Hintern der Mannschaft. Sehen Sie doch einmal, wie alle Teams jetzt im Wahljahr endlich anfangen, die Themen aufzuarbeiten und wenigstens ein wenig zu bewegen. Die Angst treibt sie, dass die kleine Mehrheit schwinden könnte und dann die Fleischtöpfe nicht mehr geplündert werden können... bzw. von den "Freunden" genutzt werden.
Wenn eine jährliche Auswechselrunde zur Routine würde, ohne Riesenwahlkampf, ohne Ausweichmöglichkeit, ohne Aufwand, dann müßten sie sich sputen, denn unter den 25 % sind genügend Minderleister, die auswechselwürdig sind und die Position gefährden.
Für den Wähler eine kleine Mühe: Brief- und E-Wahl über Perso-Ausweisnummer institutionalisiert zum gleichen Termin 3. Oktober und schon rotieren sie im REICHStag.
Wahlbeteiligung? Kein Problem: Wer gewählt hat, kann 100 Euro von der Steuer absetzen. Wer nicht: 100 Euro von der Sozialhilfe gekürzt.

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heike buttkus
ulrich buttkus (loewe53) - 26.02.2013 18:13 Uhr

Die wichtigsten

so wie Nicolas Sarkozy haben den Faden,für die obere Elite nicht verloren.Sarkozy ist Mitglied im "Komitee der 300" die mächtigsten Menschen der Welt.Diese Liste sollte jeder Bürger sich durch lesen Google Komitee der 300.Und das ist keine Verschwörungstheoie,möcht das schon mal erwähnen.Sarkozy ist von 2012 beim höchste verfassungsmäßige Autorität,der Verfassungsrat,in Frankreich tätig.Merkel sagte zu Sarkozy, ich bin nun mal nicht so mächtig wie du ,Nicolas.Ja, Merkel ist noch kein Mitglied in dem Komitee,aber bei ihrem Eifer ist sie es bald.

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Dragan Mayer
Dragan Mayer (asmo-uk) - 26.02.2013 18:08 Uhr

tout simplement dégoûtant

Die politische EU-Kaste sollte ihren Blickwinkel in Richtung Bulgarien ausrichten und dortige Problemlösungen zb „Nicolae Ceausescu & Strompreiserhöhungen“ ins Betracht ziehen.

Auch wäre die politische EU-Kaste gut beraten die ökonomisch- mathematischen Betrachtungen „Overprotected Politicians“ des Verhaltensforschers Bruno S. Frey nicht als Fiktion zu betrachten.

Angesicht der schamlosen Selbstbedienungsmentalität der politischen EU-Aristokratie muss die Frage erlaubt sein, wie lange kann sich eine armutsbedrohte Gesellschaft diesen Abzockermechanismus finanziell noch erlauben und was wäre zu tun?

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Marcus Felbs
Marcus Felbs (Felby) - 26.02.2013 16:31 Uhr

"Die Regierung[..]so ist sie morgen selbst die Marionette...'

die Regierungen, besonders in der westlichen Welt, sind doch bereits schon laengst die Handlanger Korporatistischer Interressen...Beispiel gibt es ja viele, aber das bislang beste in Deutschland: das EEG. Wie kann es denn sonst sein dass die Haushalte den Dotter finanzieren muessen, um dann in einigen Jahren abermals ueberteuerte Energiepreise an die Konzerne zahlen muessen, obwohl der Endverbraucher die Infrastruktur ja finanziert hat...

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henning strothjohann

überall das selbe unfähige und eitle Personal an den Schalthebeln der Macht

ich danke der FAZ, daß sie den Mut hat, diesen Artikel so abzudrucken. Aber viele Foristen hier wußten das ja schon lange, lediglich die Medien hielten sich mit Kritik weitestgehend zurück. Aber das ändert sich allmählich, weil es schlicht nicht mehr zu übersehen ist, was da für ein Murks fabriziert wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 18:56 Uhr
Wolfgang Press

Leider

haben Sie Unrecht oder sehen und hören Sie keine Nachrichten ausländischer Medien?

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Goetz Kaufmann

Dieser Buchinhalt ist larmoyant und unfair.

Also die Leute haben es einfach satt, ja ? Aber von den Dividenden aus dem Verkauf der Kampfflieger, Atomkraftwerke etc. leben wollen sie alle, wie ?

Ich kenne Sarkozy nicht, aber glaubt denn jemand, es haette ihm Spass gemacht, sich zu verbiegen ? Natuerlich war ihm bewusst wie schwer er in Konkurrenz mit anderen Laendern steht - wenn mir 10 Leute das Gleiche verkaufen wollen, kann ich auch leicht souveraen wirken.

Das Buch wuerde normaler Weise einfach ignoriert werden bis es mitsamt dem Autor in der Versenkung verschwindet - wenn nicht gewisse Kreise damit ihrer eigenen Larmoyanz Luft machen wuerden. So wie sie das Ende der EU herbeibeten, denke ich mitunter, dass sie Friedenszeiten nicht zu ertragen scheinen. Die in Europa jaehlings nicht mehr stattfindenden Kriege haben offenbar ein ansonsten schon laengst verstorbenes Kanonenfutter entstehen lassen, das heute mit impertinentem Auftreten danach giert, endlich seiner quasi "natuerlichen" Bestimmung zugefuehrt zu werden.

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roger mafli
roger mafli (mtume) - 26.02.2013 13:16 Uhr

Und am Wochenende ...

... werden die Umfragen zeigen, dass 2/3 der Deutschen Frau Bundesmerkel für glaubwürdig und kompetent halten; allerdings halten wohl auch wieder 2/3 Frau Merkels Regierung für inkompetent und unglaubwürdig. So ist das im Lande der Denker und Dichter. Ich kann mir deshalb beim besten Willen nicht vorstellen, dass mehr direkte Demokratie diesem Lande Besserung in irgend einer Form bringen soll. Ganz im Gegenteil.

Grüsse aus der Schweiz

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 14:58 Uhr
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vera schmidt (vera-s) - 26.02.2013 14:58 Uhr

ein wenig muss ich da die menschen schon in schutz nehmen...

wie lange ist es her, dass in deutschland oder österreich demokratie-ähnliche (demokratie mag ich es nämlich gar nicht nennen) zustände herrschen? und wie lange ist es her, dass in der schweiz schon direkte demokratie herrscht?

bis vor wenigen jahrzehnten hat die absolute obrigkeitsgläubigkeit geherrscht, und die rückstände davon sind noch immer nicht entschwunden. wenn es menschen immer nur gewohnt sind, dass über ihre köpfe hinweg einfach entschieden wird, von absoluten herrschern, dann von diktaroren, dann müsste man sie erst mal dran gewöhnen, ihr hirn einzuschalten.

allerdings: irgendwann sollte man damit anfangen, oder? sonst wird das einschalten des hirns und nicht mehr delegieren von wichtigen entscheidungen an geistige dünnbrettbohrer niemals zur gewohnheit werden.

PS: vielleicht wird es mir aber eines tages noch leid tun, nicht in der schweiz geblieben und die staatsbürgerschaft beantragt zu haben. meine mutter hatte sie nämlich, wäre vermutlich ein leichtes gewesen.

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Heinrich Kanther

@ Herrn Calvelage

Ihren Beitrag in Ehren, aber das Gejammere über ein anonymes "Kapital", von dem man abhängig sei, kann ich nicht mehr hören.
Wenn ein Land sich Geld leiht, ist das seine freie Enstcheidung. Hinterher darüber zu jammern, dass die Geldgeber jenes wieder haben wollen, ist unanständig und kindisch, nicht wahr?
Der "freiwillige" Verzicht der Gläubiger im Falle Griechenland hat übrigens gezeigt, dass es soweit her mit der Macht des "Kapitals" auch nicht ist.
Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass es besser wäre, wenn Regierungen mit dem Geld auskommen, was sie haben. Das geht auch...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.02.2013 18:13 Uhr
Dietmar Fleischhauer

Dämlich und schädlich ist, Frau Schmidt,

jede Art von Monopol, und das zur Geldschöpfung steht an erster Stelle. Die Behauptung, der Staat hätte sein Monopol aufgegeben, ist Nonsens. Gäbe es einen freien Markt für Währungen und keine Zentralbanken (Schlag nach bei Hayek), hätten wir keines der akuten Probleme. Natürlich würden sich alle Geldnutzer in Windeseile für die stabilste Währung entscheiden.

Und Zinsen per se sind kein Umverteilungsmechanismus von unten nach oben, sondern die Entlohung für Kapitalgeber mit geringer Zeitpräferenz (Sparer, Kapitalisten, was auch immer), die zugunsten solcher Menschen und Institutionen mit hoher Zeitpräferenz (Staat!) auf vorgezogenen Konsum verzichten und ihnen für eine vereinbarte Zeit das Eigentum an einem Geldbetrag überlassen.

Pervers ist hingegen tatsächlich die Zinserhebung für Geld, das aus dem Nichts erschaffen wurde. Aber auch hier verdient der Moloch Staat immer mit, denn er nimmt einfach soviel Schulden auf, wie seine Gier möchte. Ohne Aussicht auf Tilgung.

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vera schmidt (vera-s) - 26.02.2013 14:51 Uhr

man könnte sich aber auch fragen...

warum der staat das geldschöpfungsmonopol aufgegeben hat (oder musste?), und sich nun geld bei privatbanken leiht, womit nun geldschöpfung stattfindet, und dann dafür auch noch zinsen zahlen muss...?

das ist nämlich ganz schön dämlich und kostet den steuerzahler viele, viele milliarden nur an zinsen, die - ja wem? - klarerweise den kapitalisten zukommen, aber sicher nicht dem steuerzahlenden bürger.
zinsen sind ein wunderbarer umverteilungsmechanismus - von unten nach oben! denn alles, was an zinsen in den schlünden der bankeigner verschwindet, muss vom volk erst mal mühsam erarbeitet werden.

also warum tut man uns das an, statt das geldschöpfungsmonopol beim staat zu belassen, und damit zinsenfreies geld zur verfügung zu haben?

und bitte jetzt nicht sagen, dass staaten in dem fall uferlos geld drucken würden...weil damit würden Sie zu erkennen geben, dass Sie die sache mit der geldschöpfung durch privatbanken nicht wirklich verstanden haben...:-)

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 26.02.2013 13:26 Uhr

Ich kann Sie gut verstehen, Herr Kanther, aber so leicht ist es nicht.

"Das Kapital" und "die Märkte" sind natürlich ziemlich diffuse Zielscheiben, die leicht zum Sündenbock taugen. Ich habe diesen Begriff aufgegriffen, weil auch Le Maire ihn zu verwenden scheint.

Dass allerdings der Staat selbst entscheiden kann, ob er Schulden aufnimmt oder nicht, ist zu einfach gedacht. Auf der einen Seite wählt das Volk lieber Politiker, die viel Geld ausgeben und weniger einnehmen. Dieses Problem wäre zu lösen, wenn die Menschen begreifen würden, dass die Wohltaten durch Steuern gegenfinanziert werden müssen. Sie haben aber gelernt, dass dies nicht so sein muss, man kann sich ja auch absurde Schulden anhäufen.

Auf der anderen Seite kann der Wohlstand nur gewahrt werden, wenn die Wirtschaft wächst. Da Märkte aber irgendwann gesättigt sind und die Konkurrenz schärfer wird, muss das Wachstum künstlich erschaffen werden, durch "Konjunkturpakete", Subventionen und "Rettungen". Durch die Kredite haben "die Finanzmärkte" darauf einen gewissen Einfluss. Das ist ihre Macht.

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Hans Winter
Hans Winter (Tell590) - 26.02.2013 11:57 Uhr

Das Buch kommt leider ein paar Jahre zu spät

Warum standen Le Maire und der franz. Außenminister damals in der UNO-Versammung nicht auf und machten Powells Lüge öffentlich? Angst vor Skandal und Karriereknick? Doch vielleicht hätte das ja den Krieg verhindert. Ist das Buch gar nur ein Racheakt, weil ihn Sarkozy mit der Zu- und Absage des Finanzministeriums am selben Tag schlimmer als einen Dienstboten behandelt hat? Wieso überhaupt JETZT Sarkozy? Der Mann ist von der Bildfläche verschwunden, bestenfalls wird er nochmals auftauchen, wenn Carla Bruni ihm den Laufpaß gibt. Das alles soll nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Thematik des Buches aktueller und brennender ist, denn je. Doch was in dem Artikel von Nils Minkmar so enorm aufrüttelnd und die Wirklichkeit beschreibend beginnt, verflacht in der Folge zunehmend in Belanglosigkeiten. Wenn das Buch ebenfalls nur Nebensächliches wie Pomp und Merkels Ausschnitt bringt, dann ist es eine herbe Enttäuschung. Denn Le Maire weiß sicher viel mehr, als solche Yellow-Press-Geschichten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 14:35 Uhr
Hans Winter
Hans Winter (Tell590) - 27.02.2013 14:35 Uhr

Keine Hilfe vonnöten – ich weiß schon daß F&D nicht im Irak waren

Habe nur meinen Ärger zum Ausdruck gebracht, daß Le Meine und der franz. Außenminister Powell nicht gleich in der UN-Versammlung zur Rede stellten, wo sie doch WUSSTEN, daß er LÜGT (Zitat: „....als Colin Powell ein Röhrchen ... Anthrax. Le Maire und sein Chef ... wussten genau, dass Powell in diesem Moment die Unwahrheit sagte.") Zitat Ende. Eine SOFORTIGE Intervention der beiden Franzosen, gleich nach Powells Rede hätte vielleicht den ganzen Krieg verhindert.

Villepins „grandiose Friedensrede“ war gegen die mögliche Bloßstellung Powells vor aller Welt nichts als unverbindlicher, diplomatischer Bla-Bla. Die USA hätten sich nicht nur die Demütigung erspart, sondern auch das durch die Kriegskosten verursachte Finanzdesaster, das indirekter Auslöser der bis heute andauernden Finanzkrise ist.

Fischer konnte sein „Sorry,.....“ leicht an Rumsfeld abladen, denn das war risikolos. Zudem zu günstigem Zeitpunkt hauptsächlich ans deutsche Publikum gerichtet. Erst in zweiter Linie an Rumsfeld

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Dirk  Lehmann

Irakkrieg = schlechtes Beispiel, darf ich Sie an etwas erinnern ?

Frankreich und Deutschland haben sich NICHT in den Irakkrieg hineinziehen lassen.

Und Dominique Villepin hat eine grandiose FRIEDENSREDE vor der UNO gehalten, die den ahnungslosen und kriegsgeilen Amis die schrecklichen Opfer und das Leiden der Menschen in Europa in 2 Weltkriegen als dauerhafte LEHRE FÜR DIE ZUKUNFT aufzeigte.

Die USA wurden auf subtile Art gedemütigt, Bush hat bekanntlich nur ein paar Inselstaaten und natürlich ihr Hündchen, Großbritannien, in die berüchtigte "Gruppe der Willigen" hineinzwängen können.

Und zum krönenden Abschluss der europäischen Kriegsverweigerungshaltung gab es noch das berühmte "Sorry, but I am not convinced" von Joschka Fischer gratis - ausgerchnet auf der Sicherheitskonferenz in München über ein paar Meter Distanz vor Millionenpublikum höflich ins Gesicht von Rumsfeld geschleudert...

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Jan van Gemmeren

@Ronald Gruenebaum

Zitat: "Wer heute versucht, durch eine europäische Vision mit einer demokratischen Legitimation auf europäischem Niveau die Zukunft zu diskutieren, erntet im wesentlichen Hass."

Da muß ich schmunzeln. Denn der Grund, aus dem viele den Europavisionären Ihrer Couleur kritisch, sicher nicht mit Hass (da werden Sie jetzt ein bißchen eitel) begegnen, ist doch gerade der, daß diese europäische Vision auf demokratische Legitimation nur zu gern verzichtet. Das ist es, was der "gemeine" Wähler zunehmend wahrnimmt. Und warum sollte der nationale "kleinkarierte" Politik durch europäische kleinkarierte Politik ersetzen? Weil die europäisch ist? Ein Problem wie die mangelnde Kompetenz politischer Akteure löst sich sicher nicht quasi automatisch, indem man "kleinkarierte" nationale Politik abschafft und sie auf europäisches Niveau hieft. Das Gegenteil tritt ein, wie man täglich beobachten kann.

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Albert Sommer

Bravo Herr Minkamar

Zitat:"Wer das Gefühl hat, dass die europäischen Spitzenpolitiker den Kontakt zu ihren Wählern verloren haben, dass die Gesellschaft den Parteien und politischen Instanzen weit voraus ist, dass also jene, die uns regieren, irgendwo den Faden verloren haben und Kompetenz seitdem weitgehend simulieren, der darf sich nun in blendender Deutlichkeit bestätigt fühlen. Denn was Bürger nur ahnen und Journalisten zwar beschreiben, aber selten beweisen können, das bezeugt nun ein ernstzunehmender Akteur der europäischen Politik."

Mir stellt sich aber leider die Frage wer -mit Ausnahme von Ihnen- diese Journalisten sind?

Allseits, selbst hier in vielen FAZ-Artikeln (gestern noch von Herrn Nonnenmacher, heute von Klaus-Dieter Frankenberger) erkenne ich nur das EU-Kritiker als "Europa-Hasser", "Populisten" und ähnliches verunglimpft werden. Wer auch immer es wagt gegen diesen feudalen EU-Zentralismus anzustimmen wird platt gemacht. Das ist in Wahrheit leider der allgemeine Tenor der "Journalie".

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Nimms den Reichen, gibs den Armen

Mit dieser ehrbaren Robin-Hood-Politik fahren die französische Sozialisten die Ökonomie Frankreichs an die Wand, bzw. sie haben es längst getan. Wenn zwischendurch Konservative die Karre ein Stück zurückfahren, benutzt die nachfolgende Sozialistische Regierung den Abstand zur Wand als neue Anlaufstrecke.

Jetzt jammert ein Herr Le Maire über den Zustand Frankreichs und vor allem darüber, dass Deutschland droht, für Europa das zu werden, was Paris für Frankreich ist: Ein überdrehtes ökonomisches Zentrum, umgeben von Pampa.

Aber wir Deutschend sind auf dem besten Wege in französische Verhältnisse. Man braucht nur einen Blick in das SPD-Wahlprogramm zu werfen. Die Union müsste diesen lächerlichen Maßnahmenkatalog aus SPD-Mottenkiste der 70er Jahre in der Luft zerreissen. Warum tut sie es nicht? Weil sie heimlich längst den selben Weg eingeschlagen hat.

Wir brauchten weniger Staat (=Steuern), dafür mehr Eigenverantwortung. Nur, das ist nicht Staatsraison. Bürger helft euch selbst.

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Erik Jochem
Erik Jochem (E.Seidel) - 26.02.2013 11:33 Uhr

Die FAZ sitzt selbst im Glashaus

im selben Artikel dem antistaatlichen (antifranzösischen ?) Reflex Zucker geben und gleichzeitig die Bundeskanzlerin als bodenständig und bauernschlau zu bewerben ist schon ein starkes Stück Publizistik. Besser kann man die Mitverantwortung dieser Zeitung für das Auseinandertriften Europas kaum illustrieren. Was sollen da die Krokodilstränen über den Zustand der europäischen Politik ?

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Volker Kraft

Der Glaube, Spitzenpolitiker...

"hätten mehr Kompetenz, Informationen, Erfahrung und Durchblick" ist schon seit Menschengedenken ein Irrglaube. Sie haben in der Regel nur den Vorteil: sie sind wendig und können gut reden.

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Attila Langhammer
Attila Langhammer (Lardo) - 26.02.2013 11:27 Uhr

Erschreckend? Überraschend!

Überraschend war für mich, soetwas bei der FAZ zu lesen.

Und an Herrn Gruenebaum: Sie erkennen, wie überfordert die Politiker mit der nationalen Politikgestaltung sind, und fordern dann auf, mehr Europa zu wagen? Dilettantismus im großen Maßstab scheint Ihnen also weniger bedenklich? Mich graut's!
Das Europa, in dem wir jetzt leben, hat nur noch wenig mit der Europäischen Idee, obgleich die wohl für jeden anders aussieht, gemein. Meine Euphorie haben die Bürokraten zu Grabe getragen.

Ahoi!

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Dieter Spethmann
Dieter Spethmann (dspeth) - 26.02.2013 11:23 Uhr

Die Luxemburger EU-Kommissarin Reding ist in der FAZ eine besondere Blüte an diesem Strauch

Frau Reding tritt gern mit starken Worten auf. Aber sie verschweigt wichtiges. So die Todsünde des „Europäischen Haftbefehls“ (Aufhebung des Auslieferungsverbotes für deutsche Staatsbürger). So die Todsünde, dass die EU-Kommission längst eine eigene bewaffnete Truppe hat, die „Eurogendfor.“ So die Folgerung des kleinen Einmaleins, dass ein EU-Parlament nach allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlen bei 1000 Mitgliedern nur einen einzigen Luxemburger haben würde. Und schliesslich: Warum ist das pro-Kopf-Einkommen in Luxemburg mehr als doppelt so hoch ist wie in Deutschland? Nein, sie opfert Grundprinzipien von Rechtsstaat und Demokratie für eine „Eurozone föderal integriert“ – ein Rückfall ins juristische Mittelalter. Victor Hugo, von ihr vergöttert, lebte im Goldstandard. Wir aber leben in EU-Papiergeld zwecks enteignungsgleicher Umverteilung. Wenn die EU einen Goldstandard einführt, bin ich dabei, Frau Reding! Ansonsten müsste ich resümieren, dass Sie nicht wissen, was Sie sagen.

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Jörg Tiffert
Jörg Tiffert (Tiffy) - 26.02.2013 11:18 Uhr

Macht verblendet den Geist

Wie im Großen - so im Kleinen, da gibt es keine Unterschiede.
Da können wir als Bürger noch so viel Kontrollgremien installieren, dass hilft nur soweit bis die Kontrolleure merken, wieviel Macht sie besitzen und die Realitäten verdrängen.
Denn man lebt ja, gut von der Macht und man sägt doch nicht am Ast, auf dem man sitzt.
Man braucht doch einfach nur in den Kommunalen Bereich gehen, um zu schauen, wie die eine Hand die andere wäscht!

Die Episode mit Colin Powell, hat mich schon bei seinem Geständnis betroffen, wie einige Menschen auf dieser Welt, über dass Leben anderer Menschen bestimmen dürfen, ohne dass sie zu Verantwortung gezogen werden.

Aber lese zur Zeit ein Buch, wo die Politiker, die die Ur-Katastrophe der Menschheit (Erste Weltkrieg) mit zu Verantworten haben, über die Völker bestimmen durften (Verträge von Versailles), Plätze und Straßen nach ihnen benannt wurden, obwohl unendlich viel Blut an ihren Händen klebte.

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24.02.2013, 17:10 Uhr

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Haben ist Sein

Von Mark Siemons

Ein Frau wurde verlassen und weiß nicht warum: Sie hat doch einen guten Job und zwei abbezahlte Wohnungen. Warum in Peking das Eigentum und die Liebe einander bedingen. Mehr