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Pisa Der OECD-Bericht und seine Folgen

 ·  Die deutsche Bildungskatastrophe: Meinungen, Informationen und Denkanstöße im FAZ.NET-Dossier.

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Die Pisa-Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sorgt in Deutschland für Aufregung.

Pisa steht für "Programme for International Student Assessment" (Programm zur Bewertung von Schülern in aller Welt). In 32 Ländern hat die OECD jeweils zwischen 1.500 und 10.000 Schülerinnen und Schülern im Alter von 15 Jahren dieselben Aufgaben zugeschickt. Der Schwerpunkt der Studie lag auf Lesekompetenz. Zusätzlich wurde das Grundwissen in Mathematik und in Naturwissenschaften getestet.

Das Ergebnis ist für Deutschland vernichtend. Fast zehn Prozent der Befragten sind überhaupt nicht in der Lage, Texte zu verstehen. 13 Prozent gelingt es zwar, Texte zu verstehen, sind aber nicht dazu imstande, das Gelesene zu bewerten. Von Mathematik versteht ein Viertel der 15-Jährigen so wenig, dass sie kaum in der Lage sind, ins Berufsleben einzutreten. Und auch in den Naturwissenschaften ist die Grundbildung deutscher Schüler niedriger als die des OECD-Durchschnitts.

Besorgnis erregend ist in Deutschland die Anzahl der Schüler, die nicht zum Vergnügen lesen. Sie beträgt mehr als 40 Prozent. In keinem der befragten Länder - zu denen auch Brasilien und Mexiko gehören - gibt es noch mehr 15-Jährige, die nicht zum Vergnügen lesen.

Beunruhigend ist auch die Tatsache, dass in kaum einem Land der Leistungserfolg so sehr von Herkunft und Umfeld eines Schülers abhängig ist wie in Deutschland. Nur Mexiko steht hier noch schlechter da.

Die OECD hat nicht nur den Schülern ein schlechtes Zeugnis ausgestellt, sondern der deutschen Gesellschaft als Ganzes, einer Gesellschaft, in der ein Viertel der Kinder schlicht verwahrlost. Zu dieser Gesellschaft gehört es, dass sie pro Schüler vom 1. bis zum 15. Lebensjahr 46.000 Euro ausgibt, während Österreich, das Land, das in dieser Kategorie an der Spitze steht, für den selben Zeitraum 80.000 Euro aufwendet. Die Vereinigten Staaten kommen auf 75.000 Euro.

FAZ.NET wird im Rahmen eines Dossiers die Diskussion widerspiegeln und Denkanstöße in diese Debatte einbringen.

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