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Piratenpartei vor Wahlen Jeden Tag eine neue Partei

 ·  Die Piraten überraschen sich selbst stets am meisten. Nach dem Wahlwochenende in Niedersachsen küren sie ihre Bundestagskandidaten aus Nordrheinwestfalen. Auch in Meinerzhagen kann Hannover eine besondere Rolle spielen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (7)
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Gus Savel
Gus Savel (gsavel) - 20.01.2013 11:11 Uhr

Ich hoffe inständig...

das diese Partei in die absolute Bedeutungslosigkeit verschwindet. Ich war seinerzeit froh darüber, dass sich eine neue Partei bildete, die vernünftige Oppositionspolitik betreibt. Aber was sich dann entwickelte war Haarsträubend. Kein richtiges Programm ("copy..paste" lässt grüssen) und populistische Forderungen die nicht finanzierbar sind...und über die niemand auch nur einen vernünftigem Vorschlag zu machte. Viele neue Parteien unterliegen der Gefahr, dass sich dort Menschen engagieren, die in den etablierten Parteien kein Zuhause finden. Aber dieße Partei ist in dieser Hinsicht "Spitze". Jedes Mitglied glaubt seinen Beitrag leisten zu müssen. Sei dieser auch noch so weltfremd oder einfach DOOF. Verhindert wird damit eine strukturelle Bildung. Wer weiß, wofür das gut ist!

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Es wird höchste Zeit ....

.... daß auch diese Stümpertruppe wieder in der Versenkung verschwindet. Wir haben "WIRKLICH ernstzunehmende Parteien als Alternative" zu den Blockflöten in unserer Volkskammer.
Bitte Wahlzettel UNTEN durchschauen!
Mein Kreuz kriegen die Blockflöten nie mehr.

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Markus Sommer
Markus Sommer (marcxl) - 19.01.2013 20:53 Uhr

Bitte Piraten wählen, sagt ein Liberaler

Bitte liebe linke SZ Leser wählt die Piraten, die sind für Euch wählbar,die sind im Grunde auch links und bitte liebe SPD, CDU/CSU Wähler, wählt diesmal die Freien Wähler, aber bitte, bitte wählt nicht Merkels Einheitspartei Schwarzrotgelbgrün. Die Grünen sollen Grün wählen, denen ist sowieso nicht zu helfen, aber alle anderen, tut der SPD, CDU/CSU und der FDP einen Gefallen, und wählt sie diesmal nicht. Helft mit, dass wir wieder echte unterscheidbare Parteien in Deutschland bekommen, die miteinander streiten und kontrovers diskutieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.01.2013 21:58 Uhr
bernd stegmann

Ihren Wunsch in Ehren, aber wieso sollte "man" dann die Piraten wählen? Mehr Inkompetenz und

Weltfremdheit als dort ist doch nun wirklich nirgends zu finden. Eine Partei, in der jeder z.B. sein Geschlecht frei wählen können soll (steht wirklich in Parteiprogramm). Kann man doch wirklich nicht für Ernst nehmen. Und das ist ja nur ein Teil des geballten Unsinns. Also, wer auch nur noch eine Tasse im Schrank hat, kann unmöglich die Piraten wählen. Mal abgesehen davon, das die sich nahtlos in die Einheitspartei, bestehend aus CDUCSUFDPSPDGrüne, Linke und FreieWähler eingefügt haben.

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Gerhard Wruck
Gerhard Wruck (arbiter) - 19.01.2013 19:23 Uhr

Die Piraten werden über Bord gespült

Sie wollten mal die deutsche Politik entern und zugleich ändern. Nur haben sie niemals ernstlich darüber nachgedacht, was sie eigentlich ändern wollten und wozu. Obwohl die Partei einige durchaus ehrbare und intelligente und sogar politikfähige Leute in ihren Reihen hat (ich kenne einige aus nächster Nähe), erweckt sie doch insgesamt den Eindruck, dass sich in ihr vornehmlich verschrobene Politclowns selbst verwirklichen (wollen). Diese letzteren Piraten haben lediglich drei Ziele: 1. Auffallen in der medialen Öffentlichkeit um jeden Preis. 2. Zumindest eine Weile lang naschen von den Fleischtöpfen, die die etablierten Blockparteien eigentlich nur für sich selbst reserviert haben. 3. Wenn's geht, einen bequemen politik-affinen Job ergattern, bei dem man viel Geld für wenig Arbeit erhält (so wie es die Etablierten vormachen). Eitelkeit, Schnorrertum und Karrieregeilheit reichen aber zum Glück nicht immer aus, um dauerhaft auf die sonnige Seite des Lebens wechseln zu können.

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Ronny Trobisch

Irritierende Interpretation

Auch wenn in den einschlägigen Lexika der Politikwissenschaft (Nolten, etc.) keine Definition
des Wortpaares "etablierte Parteien" zu finden ist - die Verwendung also recht frei ist - so mutet es doch irritierend an, die Piratenpartei als "...längst in die Riege der etablierten Parteien eingerückt." zu beschreiben. Als Differenzierungsmerkmal bietet sich für die Definition doch gerade an, die Wahlzyklen zu integrieren, also auf die Dauerhaftigkeit abzuzielen. Etabliert wäre demnach schlicht: wiedergewählt.

Ebenso bemerkenswert ist die Aussage: "Die anderen Parteien lernten jedenfalls schneller von den Piraten, als die Piraten von ihnen lernten. Vor einem Jahr, als Piraten und Grüne um den dritten Platz in den Umfragen rangen, WAR DAS FÜR NIEMANDEN ABZUSEHEN." Dies mag vielleicht für den Autor so scheinen, verrät aber leider, dass hier Unkenntnis über den politikwissenschaftlichen Diskurs vorherrscht(e).

Herzlich,
R.Trobisch

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Gotthold G.

Vertrauen in die Masse, Misstrauen in einzelne

Dass die "lähmenden Spielregeln" weiterhin gelten, liegt aus meiner Sicht an dem Kernthema der Piraten: Die Piraten sind programmatisch die Partei des Vertrauens in die Bürger (deshalb die Betonung von Freiheit, Bürgerbeteiligung, direkter Demokratie, bedingungslosem Grundeinkommen) und gleichzeitig die des Misstrauens in irgendwo konzentrierte Macht oder Einfluss. Deshalb programmatisch die Transparenzforderung etc., aber auch z.B. die ständige Medienkritik aus Piratenkreisen sowie Shitstorms. Und dieses Misstrauen trifft eben auch eigene Funktionäre, in dem Moment, in dem sie heraustreten aus der Masse. Bisher half nur Gegensteuern durch sehr vertrauenswürdige Persönlichkeit, aber selbst Frau Weisband konnte das nicht unbegrenzt, irgendwann wurde ihr auch misstraut. Dieses Dilemma, wie man die beiden Forderungen praktisch in Parteistrukturen verknüpft, wurde bisher nicht wirklich reflektiert, glaube ich. Wünsche ihnen aber viel Erfolg dabei, unsere Demokratie braucht das, glaube ich!

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19.01.2013, 16:56 Uhr

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