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Paris: Haute-Couture-Schauen Offensiv und versponnen - Kleiderkunst zwischen Noh und Netz

21.01.2003 ·  John Galliano bedient sich für Dior beim japanischen Nohtheater, Jean-Paul Gaultier zeigt spanisches Temperament und Valentino insektenkühle Klasse.

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Am offiziell ersten Tag der diesjährigen Haute-Couture-Schauen präsentierten zunächst Torrente und Dominique Sirop am Montag ihre ausgefallensten Kreationen in Paris, gefolgt von John Galliano für Dior, Jean-Paul Gaultier und Valentino.

FAZ.NET zeigt die jüngsten Bilder.

Reiche Stickereien, tiefe Durchblicke, schmale und feminine Silhouetten werden dezent von asiatischem Zauber umweht. Allein der Brite John Galliano hüllt Körper in dramatisch gefaltelte Stoffe und beruft sich mit westlicher Phantasie ganz wörtlich auf die Welt des japanischen Noh-Theaters. Dagegen orientiert sich Gaultier an Spinnen und Pfauenvögeln, an Matrosen und spanischer Folklore. Weniger offensiv erschien der Mailänder Valentino mit gewohnt klassischer Edelnote.

Am 22. Januar, dem vorletzten Tag der Pariser Haute-Couture-Schauen will die Modewelt dem Aufruf des französischen Designer Jean-Paul Galliano zu einem Benefiz-Dinner folgen, bei dem Mittel im Kampf gegen Aids gesammelt werden. Als Gastgeberin tritt Gaultiers ehemaliges Top-Model Ines de la Fressange auf.

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Von Ursula Scheer

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