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Papst-Rücktritt Das Märchen

 ·  Berichte aus dem Vatikan legen nahe, dass der Hirte nicht mehr viel hüten und leiten konnte. Aber Benedikt wollte wohl auch nicht als Marionette enden. Eine gute Nachricht ist das nicht.

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Stephan Reyntjes

Die Ordndung der Dinge:

Kerkeling wollte für eine Übergangszeit nach Rom kommen. Aber sein Freund Angelo, Ja, ein italienischer, hat ihn davon abgehalten: Er (oder es) sei zu strapaziös, immer mittags von 13 bis 14 Uhr Essen und Klavierspiel und Ausruhen. Ohne Gespräch mit einem Wellensittich...

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Hans-Jörg Rechtsteiner

Der Rauch Satans scheint sich mittlerweile in allen Gemächern des Vatikans ausgebreitet zu haben -

Warum das niemand wörtlich nehme, wundert sich der Autor. Nun, vielleicht ist's eine Metapher? Und keine schlechte obendrein, stammt sie doch von einem italienischen Autor, und die lieben plastische Sprachbilder voller Pathos und Drastik.

Was nun die Bewertung des Papst-Rücktritts angeht, so gilt für Journalisten naturgemäß: only bad news are good news. Dem berufsbedingten Schwarzseher Minkmar entgeht so, daß der Rücktritt in jeder Hinsicht günstige Folgen hat:

Theologisch bewirkt er eine Vermenschlichung des Papstamtes, eine „Entgöttlichung“ wie es heute im Kirchenfunk zutreffend hieß.

Politisch schwächt er die intriganten Strippenzieher im Vatikan, denn deren Machtstrategien fußen zu nicht geringem Teil auf der zunehmenden Altersschwäche eines Papstes.

Individuell darf sich der scheidende Papst auf einen entspannten Altersruhestand freuen, in dem er sich sein Pensum an Arbeit und Erholung ganz nach eigenem Gusto zumißt.

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17.02.2013, 11:05 Uhr

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