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Oscars 2005 „Der Untergang“ nominiert - „Aviator“ großer Favorit

25.01.2005 ·  Martin Scorseses „Aviator“ ist großer Favorit im Rennen um die diesjährigen Oscars. Bei den am Dienstag nachmittag bekanntgegebenen Nominierungen wurde der Film elfmal berücksichtigt. Bernd Eichingers „Der Untergang“ wurde als bester ausländischer Film nominiert.

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Das deutsche Kino hat im Jahr 2005 wieder eine Chance auf den wichtigsten Filmpreis der Welt: Bernd Eichingers Drama „Der Untergang“ über Hitlers letzte Tage ist als bester ausländischer Film für den Oscar nominiert worden. Auch der deutsche Dokumentarfilm „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ des Italieners Luigi Falorni und des Mongolen Byambasuren Davaa hat Chancen auf einen Oscar.

Großer Favorit im Rennen um die diesjährigen Oscars ist Martin Scorseses „Aviator“. Bei den am Dienstag nachmittag bekanntgegebenen Nominierungen wurde der Film elfmal berücksichtigt: unter anderem als bester Film, für Leonardo DiCaprio (Hauptrolle), Cate Blanchett und Alan Alda (Nebenrollen) sowie für Scorseses Regie. Sieben Nominierungen gingen an Matt Chesses „Finding Neverland“ und an Clint Eastwoods „Million Dollar Baby“, Taylor Hackfords „Ray“ wurde sechsmal nominiert.

Zwei Nominierungen für Jamie Foxx und Clint Eastwood

Weitere Kandidaten für den besten Film sind „Finding Neverland“, „Million Dollar Baby“, „Ray“ und „Sideways“. Jamie Foxx, der Hauptdarsteller in der Ray-Charles-Biographie, ist gleich zweimal nominiert worden: als Hauptdarsteller in „Ray“ und als Nebendarsteller in Michael Manns „Collateral“. Außerdem dürfen sich Don Cheadle („Hotel Ruanda“), Johnny Depp („Finding Neverland“) und Clint Eastwood („Million Dollar Baby“) Hoffnungen auf einen Hauptrollen-Oscar machen.

FAZ.NET Spezial: Oscar-Nominierungen 2005

Bei den Hauptdarstellerinnen konkurrieren Annette Bening („Being Julia“), Catalina Sandino Moreno („Maria Full of Grace“), Imelda Staunton („Vera Drake“), Hilary Swank („Million Dollar Baby“) und Kate Winslet („Eternal Sunshine of the Spotless Mind“, bei uns im Kino als „Vergiß mein nicht!“).

Chancen auf den Regie-Oscar haben Taylor Hackford für „Ray“, Clint Eastwood für „Million Dollar Baby“, Alexander Payne für „Sideways“ und Mike Leigh für „Vera Drake“.

Zwei Darsteller für „Closer“ nominiert

Um die Nebenrollen-Oscars konkurrieren bei den Frauen Cate Blanchett, die in „The Aviator“ Katherine Hepburn spielt, Laura Linney („Kinsey“), Virginia Madsen („Sideways“), Sophie Okonedo („Hotel Ruanda“) und Natalie Portman („Closer“, bei uns als „Hautnah“ im Kino), bei den Männern Clive Owen (ebenfalls für „Closer“), Alan Alda („The Aviator“), Thomas Haden Church („Sideways“), Morgan Freeman („Million Dollar Baby“) und Jamie Foxx für „Collateral“.

Der deutsche Film „Der Untergang“ tritt unter anderem gegen das spanische Werk „Mar Adentro“ von Alejandro Amenábar an, das die Sterbehilfe thematisiert. Aus Frankreich ist der Streifen „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ von Christophe Barratier nominiert.

Überraschungserfolg für ein Kamel

Mit dem für einen Oscar nominierten Dokumentarfilm „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ ist dem Italiener Luigi Falorni und der Mongolin Byambasuren Davaa von der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) ein Überraschungserfolg gelungen. Das Drama, Falornis Abschlußfilm an der HFF, läuft auch ein Jahr nach dem deutschen Kinostart noch in zahlreichen Kinos. Bislang sahen nach Verleihangaben rund 303.000 Kinobesucher die Geschichte um eine Kamelmutter und ihr Junges in der Wüste Gobi.

Die Mutter verstößt ihr Kalb nach der Geburt, doch ohne die nahrhafte Muttermilch ist das Jungtier dem Tod geweiht. In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein uraltes Ritual: Ein Musiker soll mit den magischen Klängen seiner Geige die Kamelmutter zum Weinen bringen und so ihr Herz erweichen. Am Ende geschieht das Wunder: Die Kamelmutter bricht in Tränen aus, ihr Junges darf säugen und ist gerettet.

Mel Gibsons umstrittener Jesus-Film „Die Passion Christi“, der kürzlich vom amerikanischen Publikum zum beliebtesten Filmdrama gekürt wurde, erhielt drei Oscar-Nominierungen, für Kamera, Musik und Make-Up.

Einige Trophäen-Empfänger stehen schon vorab fest. Regisseur Sidney Lumet wird den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk erhalten. Der Technik-Oscar geht in diesem Jahr an den Bonner Horst Burbulla für seine Erfindung eines Teleskop-Kamera-Krans. Bei der Oscar-Show in der Nacht zum 28. Februar steht der Komödiant Chris Rock erstmals als Gastgeber auf der Bühne. Er wird den langjährigen Oscar-Moderator Billy Crystal ablösen.

Siehe auch: Oscars 2005: Die wichtigsten Nominierungen

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