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Ortsnamen auf dem iPad Nach Prömsel!

 ·  Abbiegen bei Mömpelgard: Auf der aktualisierten Form des iPad der supermodernen Firma Apple finden sich Ortsnamen wie zu Kaisers Zeiten.

Artikel Lesermeinungen (9)
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Andreas Hallaschka

Polemisch und nicht wirklich lustiger Beitrag aus Venezia

Wer die deutschen Namen für Städte im Ausland aufgibt, gibt auch einen Teil des historischen Gedächtnisses auf.
Wer könnte das Lied "Ännchen von Tharau" noch verorten, wenn der Ort nur Wldimirowo genannt werden sollte. Äßen wir mit gleicher Freude "Sowjetsker Käse" wie Tilsiter Käse, wenn der deutsche Name in Vergessenheit geriete? Es war der estnische Präsident Lennart Meri, der uns aufforderte, die deutschen Namen für estnische Orte weiter zu benutzen: "Wer sollte es sonst tun, wenn nicht die Deutschen? Und die deutschbaltische Vergangenheit dieser Orte ist auch ein Teil unserer Geschichte."
Litzmannstadt und Gotenhafen in diesem Zusammenhang einzuführen, ist Polemik. Beides sind Neologismen der Nazis, die nur kurze Zeit gebraucht wurden. Das hat nichts zu tun mit den historisch tradierten deutschen Namen für ausländische Orte. Das ich nun tatsächlich Wroclaw sagen soll und nicht Breslau, Koebenhavn und nicht Kopenhagen, kann der geschätzte Kollege Schümer nicht wirklich meinen.

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Sebastian Sodbrenner

Sankt Petersburg und Rom sind auch schöne Beispiele .

Nebenbei, das liebliche Mömpelgard war bis 1802 ein Teil von Württemberg.

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Helmut Erckens
Helmut Erckens (prag100) - 23.01.2013 10:40 Uhr

nach Proemsel!

Wer regt sich heutzutage und in Friedenszeiten ueber NIZZA statt Nice auf, wer bekrittelt 'ROM' (trotz auch hier 'germanischer Eeroberungserblast'), wer meckert ueber Genf, Bozen (unbestritten italienisch!) Warschau (Achtung, Erblast!), Moskau (dito), Petersburg/Leningrad, Peking (Beijing), Kambodscha (Campuchea)....am Ende sollten wir wieder gar Chemnitz 'Karl-Marx-Stadt' nennen? Jeder, der den Frieden liebt und will, laesst den Menschen ihre gewachsenen Namen, Sprachen, Dialekte, ja, auch Kfz.-Staedte-Kuerzel. Und so sollten die Hollaender z. B. Aachen und Koeln weiter Aken und Keulen nennen duerfen, welcher tolerante (und nicht-krieggsgeile) Mensch sollte da was dagegen haben?

Wichtig ist aber natuerlich schon die Klarheit und Verstaendlichkeit: daher am allerbesten beides nennen: Lviv/Lemberg z.B. oder Birma/Myanmar. Toleranz plus Klarheit!

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Gerhard Schürer

Danke Apple

Hat nicht jeder hier Grosseltern aus Tilsit, Schneidemühl, Glatz oder Eger? Ich weiss, wegen früher und so müssen wir das vergessen. Aber ist doch nett von Apple, ein Stück Erinnerung zu erhalten.

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franz  feldmann

wenn das bei einer deutschen software passiert wäre

Handelt es sich hier schlicht um US-amerikanische Ignoranz, denn - schließlich, von hier aus liegen Ohio und Kansas auch an einer Straße. ? Oder haben wir hier einen Fall von übelstem Geschichtsrevisionismus??

Ein Freundliches hat die Sache allerdings: der HOrt der political correctness ist der Hort der Dummheit und Ignorranz. Aber, - auch das wußten wir schon.

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Marcus Zelger

Ortsnamen

So wie ein Herr Schümer, der natürlich seinen Sitz in Venedig hat und nicht Venezia. Der aus Rom, Florenz und Mailand berichtet und nicht aus Roma, Firenze und Milano.
Warum dann aber Laibach nicht gehen soll, Warschau aber schon, ist nicht nachzuvollziehen. Also die gleiche Inkonsequenz wie im Artikel angeprangert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.01.2013 20:58 Uhr
George Rauscher

Eben, alles schön polyglott halten

Dann macht das iPad keine Firenzchen.

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Markus Wurz
Markus Wurz (vhs43) - 23.01.2013 07:58 Uhr

Bei mir

(iPad mini, vorgestern gekauft) stehen sämtliche Ortsnamen in ihrer Originalsprache. Habe zur Sicherheit nach "Prömsel" gesucht und bekomme "Przemysl" angezeigt. Dito mit allen weiteren getesteten Ortsnamen.

Was haben Sie denn mit Ihrem Gerät gemacht?

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R vR
R vR (rvrscm) - 23.01.2013 06:38 Uhr

Deutschsprachige Ortsnamen

In den meisten Ländern ist es durchaus üblich, einen landessprachlichen Namen für ausländische Städte zu verwenden beispielsweise in Frankreich ("Aix-la-Chapelle" statt "Aachen", "Spires" statt "Speyer" usw.) oder in Italien ("Monaco di Baviera" statt München, "Francoforte" statt "Frankfurt" etc.). Die dortigen Einwohner finden das in der Tat leichter auszusprechen.

Interessanterweise ist das nur in Deutschland politisch inkorrekt - Slowenen reden ganz selbstverständlich von "Laibach", wenn sie deutsch sprechen. Ungarn können mit Stuhlweissenburg ebenso viel anfangen, wenn sie (häufig) die deutsche Sprache verwenden.

Auch in Österreich und der Schweiz werden die deutschen Namen ganz selbstverständlich verwendet. Das ist auch gut so. Mal Hand aufs Herz, Herr Schümer: können Sie von sich behaupten, "Przemysl" wie ein Pole richtig aussprechen zu können? Oder "Montpellier" wie ein Franzose (mit dem "ö" statt dem verräterischen "e")?

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22.01.2013, 17:20 Uhr

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