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Organspende In aller Stille

 ·  Parteienkungelei statt eines öffentlichen Verfahrens: Ist das der Weg zu einem neuen Transplantationsgesetz? Ein Blick in den aktuellen Entwurf.

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ute opper
ute opper (utope) - 03.03.2012 15:54 Uhr

Anreiz oder Ehrensache?

Was soll bedeuten, der Anreiz fehlt?
Was, wenn man sich nicht als der Spender, sondern als den Empfänger eines Organs sieht?
Statistisch gesehen, ist die Wahrscheinlichkeit, ein Organ zu benötigen 3 mal höher, als eines zu spenden.
Also sehen Sie sich doch mal nicht als großzügiger Spender, sondern als todkranker mit der einzigen Hoffnung auf Überleben durch ein Organ.
DAS ist doch mal ein Anreiz, was?

Die Spanier sind diesbezüglich klasse, denn dort ist Organspende etwas, dass man aus Nächstenliebe tut - ganz ohne Anreiz.

Webdefinition "Spende": Unter einer Spende versteht man eine freiwillige und unentgeltliche Leistung in Form einer Geld-, Sach-, Leistungs- oder Zeitspende (Ehrenamt) für religiöse, wissenschaftliche, gemeinnützige, kulturelle oder politische Zwecke.

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Horst W. Bühne

Anreiz zur Spende fehlt.

Mit dieser Lösung wird man nicht die nötige breite Spendenbereitschaft wecken. Es bleibt ein Unbehagen. Warum gibt man dem Bürger nicht eine Gegenleistung? Nicht Geld!. Aber die Zusicherung, im Falle des eigenen Organbedarfs bevorzugt zu werden (natürlich nach Gewebetypisierung). Dies wäre eine pragmatische Lösung, die auch nichts Unmoralisches an sich hat. Sie würde eine deutlich höhere Spendenbereitschaft generieren. Mir ist schleierhaft, warum die Politik nicht selbst auf diese Lösung kommt.

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Klaus Michael Strauss

Wesentlich: nach Spanien schauen

In Spanien werden Organe relativ doppelt so häufig gespendet wie in Deutschland.
Nicht wegen ausgeweiteter staatlicher Verfügungsgewalt oder Breitenwerbung und Breitenverpflichtung.
Nein, viel einfacher, mitmenschlicher und damit wirksamer.
Bei jedem Kranken, dessen Diagnose und Behandlungsverlauf zum Schicksal des dissoziierten Gehirntodes führen kann, wird als Konsequenz die Organspende mit bedacht.
Und entsprechend frühzeitig, einfühlsam und konstruktiv in die Gespräche mit den Angehörigen einbezogen.
Nicht die plötzliche Konfrontation im Moment größter Trauer mit etwas irritierend Fremdem. Sondern Begleitung zur Möglichkeit, dem schlimmen eigenen Schicksal durch Hilfe für kranke Mitmenschen einen tröstlichen Sinn zu geben.

Die "DSO" begann als "Kuratorium für Heimdialyse". Eine privat gegründete Hilfsorganisation zur Finanzierung von Dialysegeräten. Krankenkassen zahlten nur die Betriebskosten.

So wie erst der Tod von Björn Steiger Funkgeräte in die Unfallrettung brachte, 1969.

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