04.06.2004 · Der „Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen 2006 wird nicht wie vorgesehen von Lars von Trier inszeniert. Trier habe sich „völlig überraschend“ zur Absage entschieden, heißt es.
Der „Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen 2006 wird nicht wie vorgesehen von Lars von Trier inszeniert. Die Festspielleitung teilte am Freitag „mit großem Bedauern“ mit, daß Trier sich „völlig überraschend“ zur Rückgabe des Inszenierungsauftrags entschieden habe.
Die Gründe Lars von Triers für seine Enscheidung lägen „ausschließlich in seiner persönlichen Erkenntnis, daß die Dimensionen und Anforderungen dieser 'Ring'-Version realistisch betrachtet seine Kräfte eindeutig übersteigen würden“, teilte die Festspielleitung weiter mit.
Zwischen der Festspielleitung und dem Regisseur habe bis zuletzt Übereinstimmung in Bezug auf Konzeption und Realisation der Neuinszenierung bestanden. Trier habe sich seine Enscheidung nicht leicht gemacht, betonten die Festspiel-Organisatoren. Über zwei Jahre lang habe er bereits äußerst genau, mit praktischen Versuchen und detaillierten Skripten für Bühne und Licht gearbeitet. Es sei für ihn nicht einfach gewesen, „mit der zunehmenden Erkenntnis fertig zu werden, daß ihm sein Zeil unterreichbar erscheint“.
Aus „Fairneß“ der Festspielleitung gegenüber habe sich Trier jetzt zwei Jahre vor der Premiere zu einer Absage entschieden. Die Festspielleitung wies darauf hin, daß die „wechselseitige menschliche Verbundenheit“ zwischen Trier und Festspielleiter Wolfang Wagner aber bestehen bleibe. Die Suche nach einem neuen Regieteam soll bereits begonnen haben.