http://www.faz.net/-gqz-6m2vz

Norwegen nach den Anschlägen : Mein kleines Land gibt es nicht mehr

  • -Aktualisiert am

Nichts wird mehr sein wie vorher: Die Insel Utøya, über die am Freitag das Böse hereinbrach Bild: AP

Norwegen war ein sozialdemokratisches Idyll. Nun, noch in der Erschütterung angesichts der Morde, rätselt man über den Täter. Seine Motive sind nicht so einfach zu verstehen, wie es erste Berichte glauben machten.

          Und auf einmal ist da dieses Lied. Eigentlich stammt es von Ole Paus, dem norwegischen Pendant zu Reinhard Mey. Über die Jahre freilich ist „Mitt lille land“ zu einer kleinen leisen Hymne geworden, zu der man im Fernsehen Landschaftsbilder zeigt und die Menschen, die in ihr leben. So war es noch vor wenigen Wochen, als Maria Mena das Lied als Werbeclip für die TV2-Nachrichten aufnahm. Jetzt, in den Stunden nach den Anschlägen von Oslo und Utøya, klammert sich eine ganze Nation daran. „Mein kleines Land“ wird im Internet herumgereicht wie ein Therapeutikum, und die Norweger, die es auf ihrer Facebook-Seite empfehlen, schreiben Sätze wie „Nichts wird mehr sein wie zuvor“ und den Songtext daneben: „Mein kleines Land. Ein kleiner Fleck, eine handvoll Fried, hingeworfen zwischen Felsplateau und Fjorde.“

          Weitere Themen

          Gladiatoren mit Federn und Schnabel Video-Seite öffnen

          Hahnenkämpfe auf Bali : Gladiatoren mit Federn und Schnabel

          Hahnenkämpfe haben auf der indonesischen Insel Bali eine lange Tradition, Tierschutz spielt dabei bis heute keine Rolle. Für viele Einwohner sind Wetten auf den siegreichen Hahn die Haupteinnahmequelle.

          Sie kommen aus der Kleinstadt

          Galerieausstellung : Sie kommen aus der Kleinstadt

          Schön sperrig: Unter dem Titel „In Spite of Ourselves“ widmet die Galerie Linn Lühn in Düsseldorf der amerikanischen Künstlerin Sarah Braman eine Ausstellung.

          Topmeldungen

          Chinas Einfluss : Die Schlinge in Hongkong zieht sich zu

          Lange haben sich die Bewohner Hongkongs gegen den Einfluss Chinas gewehrt. Selbst bei Regen gingen sie auf die Straße, um demokratische Rechte einzufordern. Nun erhöht China den Druck.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.