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Nobelpreis Imre Kertész: „Endlich Sicherheit“

Der ungarische Schriftsteller und frischgebackene Literatur-Nobelpreisträger Imre Kertész freut sich, endlich ein ruhigeres Leben führen zu können.

„Mit großer Freude“ hat der derzeit in Berlin arbeitende Imre Kertész die Nachricht über die Auszeichnung mit dem Literatur-Nobelpreis entgegengenommen.

„Das ist eine große Anerkennung für mich und bedeutet vielleicht auch, dass ich jetzt ein etwas ruhigeres Leben führen kann, jedenfalls finanziell, ich bin jetzt in Sicherheit, jedenfalls in dieser Hinsicht“, sagte Kertész am Donnerstag in einer ersten Stellungnahme der dpa. „Wir machen jetzt auch eine große Feier mit meinen engsten Freunden“, fügte der 72-jährige Autor im Wissenschaftskolleg hinzu, wo er an seinem neuen Roman schreibt.

„Mein ganzes Werk ist durch die deutsche Sprache verbreitet, meine Muttersprache ist eine kleine Inselsprache, aber der Nobelpreis ist auch eine Auszeichnung für die ungarische Literatur“. Es gebe noch keinen ungarischen Literatur-Nobelpreisträger. „Es ist für mich sehr interessant, dass ich diesen Preis mit meiner Holocaust- und Anti-Diktatur-Literatur bekommen habe“, meinte Kertész. „Das bedeutet vielleicht auch etwas Erzieherisches für die osteuropäischen Staaten überhaupt.“

Sein neuer Roman mit dem Arbeitstitel „Liquidation“ sei eine „Fortsetzung meines alten Themas, ein letzter Blick auf den Holocaust, aber in ungarischer Umgebung nach der Wende, also ein moderner Roman. Die erste Hälfte ist schon fertig.“

Quelle: dpa

 
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Veröffentlicht: 10.10.2002, 13:50 Uhr

Geldregenmacher

Von Swantje Karich

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