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Munch-Raub Bis zu acht Jahre Haft

02.05.2006 ·  Das Osloer Amtsgericht hat am Dienstag drei Norweger zu Haftstrafen zwischen vier und acht Jahren für den Raub der Bilder „Der Schrei“ und „Madonna“ von Edvard Munch verurteilt. Einen Angeklagten sprach das Gericht frei.

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Das Osloer Amtsgericht hat am Dienstag drei Norweger zu Haftstrafen zwischen vier und acht Jahren für den Raub der Bilder „Der Schrei“ und „Madonna“ von Edvard Munch verurteilt. Einen Angeklagten sprach das Gericht frei. Zwei weitere waren kurz vor der Urteilsverkündung freigelassen worden. Damit blieb das Gericht mit seinem Urteil deutlich unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Der Ankläger hatte Haftstrafen zwischen acht und elf Jahren für die sechs Männer aus organisierten kriminellen Kreisen gefordert.

Alle Angeklagten hatten beim Prozeß ihre Unschuld beteuert. Ein weiterer Dieb ist nach Polizeiangaben noch auf der Flucht.

Mit Lösschaum DNA-Spuren verwischt

Die beiden Werke des norwegischen Expressionisten sind weiter verschollen. Zwei Männer hatten sie am 22. August 2004 im Osloer Munch-Museum gestohlen. Den Ermittlungen zufolge schnitten die Diebe die rund 80 Millionen Euro wertvollen Gemälde bei ihrer Flucht aus den Rahmen, vermutlich weil sie darin Sender vermuteten. Später ließen sie ihr Fluchtfahrzeug stehen und sprühten es mit Löschschaum aus, um alle DNA-Spuren zu verwischen.

Nach Polizeiangaben wurden die Gemälde zunächst ungefähr einen Monat lang in einem Bus versteckt. Ende September 2004 seien sie von dort abgeholt und in ein bis heute unbekanntes Versteck gebracht worden. Eine norwegische Zeitung berichtete vor mehreren Monaten, die wegen ihrer Berühmtheit quasi unverkäuflichen Meisterwerke seien vermutlich verbrannt worden, um Spuren zu verwischen. Die Polizei geht jedoch davon aus, daß die Bilder sich noch immer in Norwegen befinden und eines Tages wieder auftauchen werden.

Vor Beginn des Gerichtsverfahrens hatte die Stadt Oslo Schadenersatzforderungen von umgerechnet fast 100 Millionen Euro gegen die Täter angekündigt. Zur Wiederbeschaffung der Gemälde setzte die Stadt 250.000 Euro Belohnung aus.

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