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Sonntag, 19. Februar 2012
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Moskauer Literaturstreit Russische Polizei durchsucht Sorokins Verlag

17.09.2002 ·  Fünf Exemplare von Sorokins umstrittenem Roman beschlagnahmte die russische Polizei bei der Durchsuchung eines Moskauer Verlags.

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Die russische Polizei hat im Zusammenhang mit einem Pornografie-Prozess gegen den Schriftsteller Wladimir Sorokin am Montagabend das Verlagshaus Ad Marginem in Moskau durchsucht. Dabei wurden fünf Exemplare von Sorokins umstrittenem Roman „Himmelblauer Speck“ sowie Angaben über die Auflage des Buches beschlagnahmt, teilte der Anwalt des Verlages, Alexander Gluschenkow, nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Das Strafverfahren gegen den international renommierten Schriftsteller hatte die Kreml-treue Jugendbewegung „Gemeinsamer Weg“ angestrengt. Die Bewegung warf ihm Pornografie vor. In der extremen Kunstwelt des Romans haben geklonte Sowjetführer Sex in allen Spielarten.

Die Polizeibeamten hätten bei der Durchsuchung nicht nur ein bereits bekanntes Gutachten gegen Sorokin von einem Mitarbeiter des Kulturministeriums vorgezeigt, sagte Anwalt Gluschenkow. Die Justiz verfüge auch über eine bislang unbekannte Stellungnahme von Mitgliedern des Russischen Schriftstellerverbandes.

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Von Hubert Spiegel

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