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Modenschauen Sprungbrett für Talente: London Fashion Week

18.02.2002 ·  Sekt und Party, gutes Wetter und eine israelische Designerin sorgten für einen ausgelassenen Auftakt der London Fashion Week.

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Ausgelassen: Mit einem Sektempfang und einer Schau der israelischen Modeschöpferin Ronit Zilkha hat am Sonntag die Londoner Modewoche begonnen.

Bei der Fashion Week zeigen 150 Designer bis zum kommenden Freitag Kleider und alles, was dazu gehört. Unmittelbar vor der Eröffnung hatte der britische Modeschöpfer Paul Smith Kollegen wie Alexander McQueen, Stella McCartney und Vivienne Westwood kritisiert. In einem Interview mit der Zeitung „The Sunday Times“ sagte Smith, die britischen Stars der Modeszene machten sich zwar einen Namen daheim, präsentierten dann aber ihre Kollektionen in Paris oder New York. „Es ist ein Jammer, dass die anderen nicht auch versuchen, unabhängig zu bleiben und eine britische Modeindustrie aufzubauen.“

Die London Fashion Week gilt als Treffpunkt junger, noch unbekannter und experimentierfreudiger Modeschöpfer. Aber auch einige der prominenteren Namen zeigen sich in diesem Jahr wieder im Kreise der neuen Talente. Unter anderem sind dies Paul Costelloe, Maria Grachvogel, Jasper Conran, Markus Lupfer und Julien Macdonald. Auch Paul Smith, Burberry und Nicole Farhi gehören zu den etablierten Namen. 18 der Aussteller sind in diesem Jahr zum ersten Mal dabei.

Nicholas Coleridge, Vorsitzender des britischen Moderates, bedauerte am Rande der Eröffnungsparty ebenfalls, dass viele britische Modeschöpfer das Land verließen, sobald sie zu Berühmtheit kommen. „Es gibt diesen Trend - der London sowohl irritiert als auch schmeichelt -, dass die großen Modehäuser britische Modeschöpfer nehmen, wenn diese bekannt geworden sind, und zu den Chefs der Unternehmen machen." Alexander McQueen, der ebenso wie Stella McCartney im nächsten Monat in Paris seine Kollektion zeigt, sagte: „London ist eine wichtige künstlerische Plattform und bietet Designern die Möglichkeit, kreativ zu wachsen. Aber darüber hinaus gibt es wenig Unterstützung für die Industrie.“

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