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Modenschauen in New York Seidene Kleider auf New Yorker Laufstegen

20.09.2002 ·  Pragmatisch orientierter City-Schick, edel, feminin und zart, das ist das, was man im nächsten Sommer auf New York Straßen sehen wird.

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New Yorker wollen schon rein optisch zu erkennen geben, dass sie aus einer Weltmetropole stammen. Deshalb haben Designer wie Kenneth Cole, Calvin Klein und Donna Karan so einen Erfolg mit pragmatisch-orientiertem City-Schick.

Den haben sie aber in der kommenden Frühlings- und Sommersaison 2003 romantisch aufgelockert und spielerisch umgesetzt. Feinstrick-Pullis und Baumwollhemden mit Blumenmuster für die Herren, Spitzenrüschen und Chiffon-Röckchen für die Damen - so stellt sich Kenneth Cole das sommerliche Straßenbild in New York vor.

Im Sommer 2003: nicht mehr Schwarz sehen

Auch die „regierende Königin der New Yorker Mode“, wie Designerin Donna Karan in der Modebranche genannt wird, rückte von ihrem klassischen Schwarz deutlich ab. „Es ist Zeit wieder Spaß zu haben“, verkündete sie und schickt ihre Models in Röcken und Kleidern auf den Laufsteg, die an die 50er Jahre erinnern: schwingende Tüll- und Faltenröcke, manche bis zum Knie, manche extrem kurz geschnitten, Blusen mit geschürzten Ärmeln und vor allem sonnige Farben, wie gelb und pfingstrot.

Sogar Calvin Klein hat für seine Verhältnisse mächtig in die Farbpalette gegriffen. Seine Kollektion von Klassikern wie Hemden und Hemdblusenkleidern kommt in allen Schattierungen der Farbe blau daher, sowie Vanille- und Pastelltönen. Er schloss seine Modenschau mit seidenen Röcken in Kaskaden von Falten ab.

Mit Understatement und doch raffiniert

Auch der gegenwärtig hippste Star der Modeszene Marc Jacobs, der von dem britischen Magazin „The Face“ kürzlich zur Nummer Eins der einflussreichsten Menschen in der Modebranche gekürt wurde, hat sich die 50er zum Vorbild genommen. Bei ihm eine gelungene Mischung aus Understatement und Raffinesse: Zum Beispiel die schmalen Röcke mit Mini-Falten, die zu weißen, durchsichtigen Blusen getragen werden. Seine einfach geschnittenen Hemdblusenkleider in Oliv- und Fliederfarben sowie die leichten Sommermäntel hatten eine nur wenig verkürzte Taille, die Rocksäume stets ein kleines bisschen länger als die Mäntel.

Mit solchen verschobenen Proportionen wirken die Anleihen an die Vergangenheit zeitgemäß und frisch. Die New Yorker Modewoche ist die einzige im internationalen Modereigen, bei der Herren- und Damenmode gleichzeitig auf dem Laufsteg gezeigt werden. Noch bis Montag zeigen rund 60 internationale Designer ihre Modelle im Bryant Park und an anderen Orten.

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Von Ursula Scheer

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