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Messen Leipziger Buchmesse erwartet schwarze Zahlen 2004

 ·  Die Zahl ihrer teilnehmenden Verlage wächst um jährlich 100: 2004 will die Leipziger Buchmesse erstmals schwarze Zahlen schreiben.

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Dank jährlich zunehmender Resonanz rechnen die Veranstalter der Leipziger Buchmesse im Jahr 2004 mit schwarzen Zahlen. „Wir wollen es in den nächsten Jahren schaffen, die berühmte schwarze Null zu erreichen“, sagt der Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH, Werner M. Dornscheidt, in einem Gespräch anlässlich der Leipziger Buchmesse, die am Donnerstag eröffnet wird.

Das Frühjahrstreffen der Branche mache derzeit noch keinen Gewinn, sei jedoch für die Stadt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Es habe zwar Event-Charakter, sei aber zugleich auch Plattform für Geschäfte. Durch den Deutschen Bücherpreis und ausländische Präsentationen gewinne sie weiter an Stellenwert.

„Es werden hier auch Lizenzen vergeben und Verträge gemacht“, betonte der Messechef. Auch das Lesefest habe geholfen, Leipzig neben der größeren Frankfurter Buchmesse zu etablieren. An der Pleiße gebe es nun ein mit dem Buch verbundenes Ambiente, das die Main-Metropole nicht habe.

Von der Autoren- zur Verlegermesse

In diesem Jahr beteiligen sich Aussteller aus 27 Ländern. Eine starke Präsenz haben Buchanbieter aus Mittel-und Osteuropa, für die Leipzig der wichtigste Punkt für den Eintritt in den deutschen Markt ist. Sie nutzen die Messe zur Literatur- und Autorenförderung sowie zur Präsentation vor dem deutschsprachigen Buchhandel. In Leipzig wachse die Zahl der teilnehmenden Verlage um jährlich 100.

„Frankfurt sucht das Geschäft mit dem englischsprachigen Raum, in Leipzig dominiert der Kontakt zu Buchhandel und Publikum“, erklärt Dornscheidt. Außerdem habe sich Leipzig zur Plattform für Neuerscheinungen im Frühjahr gemausert. „Holten früher die Autoren ihre Verlage auf die Buchmesse, so bringen heute die Verlage die Autoren mit“, sagt Dornscheidt. Dieser Umstand sorge seit 1998 für kontinuierliches Wachstum.

Von Leipzig gehe auch ein Nachmessegeschäft aus. Dafür spreche die wachsende Fachbesucher-Zahl. Kamen anfangs 1.500 Buchhändler, waren es im letzten Jahr 5.000. „Die klassische Ordermesse gibt es nicht mehr“, so Dornscheidt.

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