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Merkel im F.A.Z.-Gespräch Höhenflüge bei Wagners Aufführungen

24.07.2005 ·  Die Kanzlerkandidatin der Union, Angela Merkel, hat im Streit über die Rechtschreibreform eine pragmatische Lösung angemahnt. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußert sie sich auch über Richard Wagner und die Liebe zur Musik.

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Die Kanzlerkandidatin der Union, Angela Merkel, hat im Streit über die Rechtschreibreform eine pragmatische Lösung angemahnt. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über Richard Wagner, das Kanonsingen, die Liebe zur Musik, Kultur- und Bildungspolitik sagte Frau Merkel: „Unsere Kinder sollten eine Zeitung lesen können, die die gleiche Sprache verwendet, die sie auch in der Schule gelernt haben.“

Weiter sagte die Kanzlerkandidatin: „Wenn aber nicht einmal mehr das garantiert werden kann, nützen auch die schönsten bildungspolitischen Bemühungen nichts.“

Die Berliner Opernstiftung soll erhalten werden

Merkel bezeichnete in dem Gespräch am Tag der Eröffnung der 55. Bayreuther Festspiele das Erlebnis der Opernaufführungen Wagners als „wunderbar“. „Es ist nichts Verrücktes daran, in Bayreuth bis tief in die Nacht seine Zeit zu verbringen, sondern es fügt sich alles wie von selbst.“

Frau Merkel rief auch zum Erhalt der Berliner Opernstiftung auf. Die Stiftung werde ihren Zweck nicht erfüllen können, wenn das Bekenntnis zu den drei Opernhäusern der Hauptstadt nicht auch finanziell untermauert sei, sagte Merkel der F.A.Z. Sie sehe die Gefahr, daß eines der Häuser zur einfachen Spielstätte degradiert oder die Klangkörper und Ensembles zusammengelegt werden könnten. Doch werde ihre Partei die Opernstiftung auch nach einem Wahlsieg nicht in Frage stellen.

Frau Merkel sagte, die Enquetekommission Kultur solle ihre Arbeit in der nächsten Legislaturperiode fortsetzen. Skeptisch äußerte sie sich darüber, ob es sinnvoll wäre, die Kultur als Staatsziel im Grundgesetz festzuschreiben. „Ich glaube nicht, daß die kulturelle Betätigung in Deutschland schlagartig besser wird, wenn wir die Kultur zum Staatsziel erklären.“

Das vollständige Interview lesen Sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Montag, dem 25. Juli 2005.

Quelle: FAZ.NET
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