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Medienpreis Verleihung der Goldenen Kamera eröffnet die Berliner Glamour-Tage

06.02.2002 ·  Traditionell fand die Verleihung der Goldenen Kamera unmittelbar vor dem Start der Internationalen Filmfestspiele Berlin statt.

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Aufsteiger und Publikumslieblinge waren am Dienstagabend in Berlin die Stars der 37. Goldenen Kamera: US-Popdiva Anastacia gehörte mit ihrer rasanten Karriere ebenso zu den Preisträgern wie der 98-jährige Film-Grandseigneur Johannes Heesters. Hollywoodstar Cate Blanchett („Herr der Ringe“) nahm die Auszeichnung als „Sensation des Jahres“ entgegen.

„Wetten, dass ...?“-Moderator Thomas Gottschalk betrat als erstes Mitglied die neu geschaffene „Hall of Fame“. Für einen Wermutstropfen sorgte die überraschende Absage von US- Filmstar Meg Ryan - der für sie vorgesehene Preis für die „internationale Filmkarriere“ fiel kurzerhand weg.

Verwirrspiel um Meg Ryan

Ein Verhandlungs- Hickhack mit dem Star habe zu der Absage geführt, hieß es. Ryan, die in Berlin für ihren Film „Kate & Leopold“ warb, hatte am Mittag erklärt, sie müsse dringend nach Tokio fliegen. Nach Veranstalterangaben verbrachte sie die Nacht jedoch in Berlin.

Die Goldene Kamera wird traditionell kurz vor dem Start der Internationalen Filmfestspiele verliehen, deren Eröffnung am Mittwochabend auf dem Programm steht. Damit beginnt zugleich alljährlich die Parade der Stars, die zur Berlinale in die Hauptstadt kommen.

Preis für „Bobby“-Darsteller

Heike Makatsch wurde für ihr Spiel in Dieter Wedels ZDF-Mehrteiler „Die Affäre Semmeling“ geehrt, Heino Ferch unter anderem für das Sat.1-Fernsehspiel „Der Tunnel“. Für die verfilmte Lebensgeschichte „Bobby“ über den am Downsyndrom leidenden Bobby Brederlow erhielten der Hauptdarsteller Bobby und Veronica Ferres ebenfalls eine Goldene Kamera.

Der 98-jährige Johannes Heesters nahm den Ehrenpreis aus den Händen seiner früheren Filmpartnerin Liselotte Pulver entgegen. „Ich danke der Jury, dass sie mich nicht vergessen hat und finde es wunderbar“, sagte „Jopie“ glücklich und erinnerte vorsorglich an die nächste anstehende Ehrung: „In einem dicken Jahr bin ich schon 100“.

Gottschalk in der „Hall of Fame“

„Wetten, dass. ..?“-Moderator Thomas Gottschalk konnte sich zunächst nicht so recht mit seinem Preis anfreunden: „Ich freue mich wirklich, aber lasst mich noch ein bisschen machen“, sagte er.

Late- Night-Talker Harald Schmidt, der die Goldene Kamera in der Kategorie Entertainment bekam, meinte: „Ich bin ein bisschen neidisch auf das Denkmal.“ Gottschalk soll künftig in Stein gemeißelt in der Ruhmeshalle der Zeitschrift „Hörzu“ stehen.

TV-Interviewerin Sandra Maischberger, die den Preis für Fernsehjournalismus bekam, verband die Auszeichnung mit einem Wunsch - die Kanzlerkandidaten mögen sich doch in ihrer Sendung duellieren. Der blinde Tenor Andrea Bocelli nahm den Preis in der Kategorie Musik entgegen.

Für die Dokumentarspiel-Reihe „Die Manns“ wurde Heinrich Breloer ausgezeichnet. „Tagesthemen“-Moderatorin Anne Will sowie der ZDF-Moderator Steffen Seibert wurden in der „Hörzu“- Leserwahl zu den Shooting-Stars gekürt. Als beste Nachwuchsschauspielerin wurde Annett Renneberg mit der Lilli-Palmer- Gedächtnis-Kamera ausgezeichnet.

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