Es war diese eine Rolle, die ihr großen Erfolg brachte, der nicht zu wiederholen war, und von dieser einen Rolle kam sie nicht los. Im Alter von siebzehn Jahren verkörperte die Schauspielerin Silvia Seidel 1987 in der Serie „Anna“ die junge Ballettschülerin Anna Pelzer. Es war die Zeit, in der die Weihnachtsserien des ZDF mit ihrem märchen- und telenovelahaften Zügen noch Straßenfeger-Status hatten.
Bei der Serie „Anna“, in der Patrick Bach die zweite Hauptrolle spielte, war das nicht anders, sie fand ein großes Publikum. Die Aufmerksamkeit für Silvia Bach schlug sich in einem „Bambi“-Preis und der „Goldenen Kamera“ nieder. Den Erfolg versuchte im Jahr darauf das Kinostück „Anna - Der Film“ zu wiederholen. Doch spätestens mit dem 1989 gedrehten amerikanischen Pendant „Ballerina“ war die Geschichte ausgereizt.
Was bei „Anna“ noch leicht wirkte, hieß es damals in dieser Zeitung, geriet hernach ob fehlender Regie zur Pose. Der Sat.1-Serie „Quer durch die Galaxie und dann links“ mit Silvia Seidel in der Hauptrolle war kein Erfolg beschieden. Der einen großen Rolle in „Anna“ folgten für Silvia Seidel dann vornehmlich Gastrollen, etwa in den ZDF-Serien „Soko 5113“, „Soko Leipzig“, „Siska“, „Die Rosenheim Cops“ und „Forsthaus Falkenau“. Medienberichten zufolge wurde die Schauspielerin in der vergangenen Woche tot in ihrer Münchner Wohnung gefunden, neben ihr ein Abschiedsbrief. Silvia Seidel starb im Alter von 42 Jahren.
Behandlungskonzept
Claus F. Dieterle (Claus-F-Dieterle)
- 10.08.2012, 14:42 Uhr
Sehr schade.
Sven Meier (RSix)
- 09.08.2012, 19:38 Uhr