02.04.2008 · Die Verfilmung von Hape Kerkelings Hörbuch „Ein Mann, ein Fjord“ soll erst der Anfang sein. ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut erklärt, wieso der Komiker seine Fernsehpause verkürzt und künftig nicht mehr nur bei RTL, sondern auch in Mainz landet.
Die Verfilmung von Hape Kerkelings Hörbuch „Ein Mann, ein Fjord“ soll erst der Anfang sein. Im Interview erklärt Thomas Bellut, Programmdirektor beim ZDF, wieso der Komiker seine Fernsehabstinenz verkürzt und künftig nicht mehr nur bei RTL, sondern auch in Mainz landet.
Wie haben Sie Hape Kerkeling zum ZDF gelockt? Hinter ihm sind viele her, sein „Haussender“ RTL wie die ARD.
Wir sind über das Projekt „Ein Mann, ein Fjord“ mit Hape Kerkeling ins Gespräch gekommen. Das waren sehr angenehme und intensive Verhandlungen, die für unsere Redaktion Elke Müller und Klaus Bassiner geführt haben. So kamen wir uns näher.
Und es soll nicht nur bei diesem einen Film von Kerkeling im ZDF bleiben, wie Sie angedeutet haben.
Das Besondere unserer Zusammenarbeit ist, dass wir auf Hape Kerkeling keinen Druck ausüben, eine bestimmte Zahl von Sendungen zu produzieren. Wir werden, darin sind wir uns einig, von Fall zu Fall entscheiden, ob wir ein interessantes Projekt haben oder nicht. Aber es ist durchaus anzunehmen, dass wir im nächsten Jahr gemeinsam einige interessante Geschichten auf die Beine stellen.
Nachfolger von Thomas Gottschalk bei „Wetten, dass..?“ wird Kerkeling nicht.
Definitiv nicht. Darin sind Hape Kerkeling und ich uns einig. Thomas Gottschalk macht „Wetten, dass . .?“ nach wie vor großartig und mit großem Erfolg. Es ist auch gar nicht das Ziel von Hape Kerkeling, „Wetten, dass . .?“ zu moderieren.
Seine im Herbst angekündigte Kreativpause von einem Jahr hat er fürs ZDF immerhin um etwa die Hälfte reduziert.
Dafür sind wir ihm sehr dankbar. Und ich hoffe, dass er die Dreharbeiten für „Ein Mann, ein Fjord“, die in Norwegen stattfinden, nicht als zu großen Bruch seines Pausen-Gelübdes empfindet. Hape Kerkeling will nicht eine große Fülle von Sendungen produzieren, sondern ausgewählte Projekte, wie eben „Ein Mann, ein Fjord“.
Bei RTL muss man nun damit rechnen, weniger von Kerkeling zu haben.
Mir ist nicht bekannt, wie seine Gespräche mit RTL laufen. Ich gehe davon aus, dass er erst einmal mit uns zusammenarbeitet.
Auch die ARD hat ein Auge auf Kerkeling geworfen. Die WDR-Intendantin Monika Piel hat das gerade erst wieder in einem Interview bestätigt. Warum setzen offenbar alle so große Stücke auf Hape Kerkeling? Und was, glauben Sie, gab jetzt den Ausschlag fürs ZDF?
Hape Kerkeling ist ein Profi. Er überlegt sich ganz genau, was er machen und mit wem er arbeiten will. Er dosiert seine Präsenz im Fernsehen exakt. Er ist ein Unikat in der Unterhaltungswelt, in seiner Kreativität unverwechselbar. Das macht ihn für alle interessant.
Ihre persönlichen Lieblingsfiguren aus Kerkelings Arsenal wären?
Natürlich Horst Schlämmer, aber auch seine früheren Rollenspiele, etwa als Königin Beatrix. Wir stellen gerade für die Sendung „Unsere Besten“ die schönsten Fernsehmomente zusammen. Und da findet sich, sehr weit vorne plaziert, Hape Kerkeling als Königin Beatrix.