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„Wer wird Millionär?“ : Gescheiterte Jauch-Kandidatin beklagt „Psycho-Terror“

  • Aktualisiert am

Da war noch alles gut: Tanja Fuß und Moderator Günther Jauch Bild: RTL / Frank Hempel

Als erste Kandidatin in fast 16 Jahren „Wer wird Millionär?“ konnte Tanja Fuß die erste Frage in der Quizshow nicht beantworten. In einem Interview wirft sie Moderator Günther Jauch nun Kalkül vor. Nach der Sendung hätte sie sich zeitweise verstecken müssen.

          Weil sie bei der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“ die erste Frage nicht richtig beantworten konnte, hat Tanja Fuß nach eigener Aussage „Psycho-Terror“ durchleben müssen. Nur wenige Minuten nach der Ausstrahlung der Sendung in der vergangenen Woche sei bei Facebook eine Fan-Seite über sie eingerichtet worden. Auf dieser sei sie dann verhöhnt und auch beleidigt worden, erklärte die 20 Jahre alte Studentin in einem Interview mit dem Klatschmagazin „Closer“.

          Aufgrund der immensen Aufmerksamkeit, welche die zum erstem Mal in der Geschichte von „WWM“ falsch beantwortete 50-Euro-Frage hervorgerufen hat, habe sich Fuß zeitweise sogar verstecken müssen und nicht mehr aus dem Haus getraut, weil einige Menschen sie bedrängt hätten. Dabei erklärte sie in dem Interview, dass es nicht einmal ihre Idee gewesen sei, sich bei der RTL-Sendung zu bewerben. Vielmehr habe ihr Freund Interesse an einer Teilnahme als Kandidat gehabt – aus Spaß füllte aber auch die Modestudentin einen Bewerbungsbogen aus. Und wurde ausgewählt.

          „Bessere Publicity gibt´s wohl nicht“

          Doch auch dafür, warum ihr Auftritt in der Sendung am Ende nur schlappe 45 Sekunden dauerte – weil Fuß die Frage, ob nun Riesen einen Schnauzer, Schäfer einen Hund, Dober verschiedene Männer oder Cocker Spaniels haben, falsch beantwortete – hatte die Kurzzeit-Kandidatin gegenüber „Closer“ eine Begründung: „Bessere Publicity, als dass eine blonde Mode-Studentin an der ersten Frage scheitert, gibt es ja wohl nicht.“  Fuß bemängelte, dass Günther Jauch ihr nicht geholfen und knallhart habe ausscheiden lassen, wo der Moderator doch sonst gerade bei den frühen Fragen gerne einmal kleine Hilfestellungen gibt. Auch wenn Fuß natürlich wisse, dass sie eine sehr einfache Frage falsch beantwortet habe.

          Der Vorwurf, dass die RTL-Show seine Kandidaten nicht allein nach deren Wissen aussucht, ist indes nicht neu. Schon häufiger wurden der seit fast 16 Jahren ausgestrahlten Quizshow vorgeworfen, verstärkt Kandidaten zu casten, die durch ihr Aussehen, ihre Erfahrungen in anderen Quizshows oder durch besondere Anekdoten ein größeres Unterhaltungspotenzial bieten. Allerdings trifft dies nicht nur auf „Wer wird Millionär?“, sondern mittlerweile auf fast alle Ratesendungen im deutschen Fernsehen zu. Sofern sie nicht sowieso direkt Prominente auf den heißen Kandidatenstuhl setzen.

          Quelle: sreu.

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