Ein Gewitter zieht auf, Lichtblitze durchzucken den Himmel, es grummelt und donnert, Glühbirnen flackern - der düstere Auftakt einer knallbunten Serie. Die australischen Macher von „H2O - Plötzlich Meerjungfrau“ haben eine neue Fantasyserie entwickelt: „Alien Surfgirls“. Strand, Wasser, halbnackte Halberwachsene, das ist bewährt und wird im Kinderkanal nach dem Sandmännchen plaziert. Wie schon in „H2O“ geht es um die üblichen Probleme dreier heranwachsender junger Frauen, bestückt mit einer Besonderheit; diesmal sind es keine Meerjungfrauen, sondern Außerirdische. Mit Vorliebe fürs Surfen.
Ferner gibt es ein großes Haus, ein großes Auto, weitere schöne, junge Frauen, glattgesichtige Jungen und einen Schäferhund. Zwei Aliens landen in dem australischen Küstenstädtchen Lightning Point, um „Daten zu sammeln“. Aber kein Chef des Universums - er bleibt hier unsichtbar - kann volle Konzentration von seinen Untergebenen erwarten, wenn er sie zur Recherche ausgerechnet an den Strand schickt. Noch dazu bei diesen Wellen. Kiki (Jessica Green) und Zoey (Lucy Fry) sind die Außerirdischen.
Sie suchen das surfende Menschenkind Amber (Philippa Coulthard) auf, um den Tag im Wasser zu verbringen und am Abend auf ihren Heimatplaneten zurückzukehren. Dumm nur: Ambers Freund Luca (Kenji Fitzgerald) findet und versteckt die geheimnisvolle Glitzerkarte, die für die Tarnung des Raumschiffs sorgt. Damit die Außerirdischen nach Hause fliegen können, müssen sie Luca das begehrte Objekt wieder abluchsen. Eine etwa fünf Sekunden lange Suche im Küchenschränkchen erledigt das Problem. Um Details kümmert sich „Alien Surfgirls“ wenig. Solange der Plot der jeweils zwanzigminütigen Episoden vorangebracht und genug Zeit für Surf- und Bikinibilder bleibt, ist weitere Kreativität auch kaum vonnöten.
Natürlich braucht es am Ende der ersten Folge noch jene Volte, dank deren die Aliens auf der Erde bleiben und Stoff für weitere Folgen liefern dürfen. Und zugegeben: Der Kniff, den man sich einfallen lässt, ist überraschend. Konzipiert ist die Serie für Kinder zwischen zehn und dreizehn Jahren. Einigen Spaß dürften sie schon haben.