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WAZ baut ab „Weg aus den roten Zahlen“ - 300 Stellen weniger

Bei der WAZ werden noch mehr Stellen gestrichen, als bisher angenommen. Rund 300 Redakteursstellen in den Mantel- und Lokalredaktionen seiner vier großen Zeitungstitel in Nordrhein-Westfalen will der Medienkonzern einsparen.

© dpa Der Protest der Mitarbeiter war vergeblich

Die WAZ hat den Umbau ihrer vier großen Zeitungstitel in Nordrhein-Westfalen neu beziffert. Es werden rund vierzig Stellen mehr als bislang angenommen gestrichen. Rund 300 Redakteursstellen in den Mantel- und Lokalredaktionen würden abgebaut, teilt der Konzern mit, doch versuche man, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und die Zahl der Streichungen zu reduzieren, rund 200 Mitarbeiter hätten bislang Aufhebungsverträge oder eine vorgezogene Altersteilzeitregelung angenommen.

32 Millionen Euro will der WAZ-Konzern in diesem Jahr durch seine neuen Struktur einsparen. Diese sieht eine gemeinsame sogenannte „Content-Redaktion“ mit insgesamt 83 Redakteuren für die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ), die „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ (NRZ), und die „Westfälische Rundschau“ (WR) vor, hinzu kommen „Titelredaktionen“ für die einzelnen Zeitungen; das vierte Blatt, die „Westfalenpost“ (WP) soll das Konzept einer „Heimatzeitung“ verfolgen.

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Mehrere Dutzend Redaktionsorte geschlossen

„Wir stellen jetzt die Weichen dafür, dass wir gestärkt aus der Krise hervorgehen“, sagte der WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach. „Jeder Titel soll seinen Weg aus den roten Zahlen finden.“ Im Lokalen werde künftig jeweils eine Redaktion pro Stadt oder Standort arbeiten, was bedeutet, dass mehrere Dutzend Redaktionsorte geschlossen werden. Man trenne sich nur dort von Lokalredaktionen, wo Verluste in Millionenhöhe entstanden seien oder heute mehr als eine Lokalredaktion der WAZ-Gruppe bestehe, hieß es.

Die bislang fest angestellten Fotografen der WAZ und der NRZ arbeiten künftig als Freiberufler für die Redaktionen, in den Lokalredaktionen entfallen Aufgaben im Layout und in der Produktion. Den Redakteuren bleibe mehr Zeit für Recherche, Textarbeit und Kommentierung. „Das ist nichts weniger als die Einführung des Reporterprinzips im Lokalen“, sagte WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz.

Der WAZ-Konzern beschäftigt insgesamt 18.000 Mitarbeiter, zu ihm gehören insgesamt 33 Tages- und 18 Wochenzeitungen, 176 Publikums- und Fachzeitschriften, 107 Anzeigenblätter und 400 Kundenzeitschriften. Die vier NRW-Titel kommen auf eine gemeinsame Druckauflage von einer Million Exemplaren.

Quelle: Miha., FAZ.NET

 
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Veröffentlicht: 17.02.2009, 20:55 Uhr

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