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Vorwurf der Schleichwerbung Gottschalk hat eindringlich abgeraten

Das ZDF hat Vorwürfe des Magazins „Spiegel“ zurückgewiesen, denen zufolge bei „Wetten dass . .?“ unter Thomas Gottschalks Ägide Schleichwerbung betrieben und der Unfall von Samuel Koch dadurch indirekt verursacht worden sei.

© dpa Vergrößern Thomas Gottschalk nach seiner letzten „Wetten dass . .?“-Sendung vom 3. Dezember 2011

Das ZDF hat die Vorwürfe gegen die Show „Wetten, dass..? wegen vermeintlicher Schleichwerbung zurückgewiesen. Dem Sender lägen „keine Erkenntnisse darüber vor, dass im Zusammenhang mit der Präsentation von Gewinnspielpreisen Schleichwerbung“ stattgefunden habe. „Einflussnahme von Dritten auf redaktionelle Entscheidungen gab es nicht.“ Schon 2004 habe man „strenge Regeln zur Verhinderung von Schleichwerbung eingeführt“.

Michael Hanfeld Folgen:  

Der „Spiegel“ hatte von recht weitgehenden Verabredungen über die Art und Weise und den Wortlaut der Anpreisung von Gewinnen bei „Wetten, dass..?“ in einem Vertrag berichtet, den die Vermarktungsfirma Dolce Media mit dem Autohersteller Daimler für die Jahre 2003 bis 2006 abgeschlossen habe. Dolce Media wird von Christoph Gottschalk geführt, dem Bruder des langjährigen Moderators Thomas Gottschalk.

Dolce Media, so das ZDF, sei nicht „berechtigt, das ZDF gegenüber Dritten zu verpflichten“. Der zitierte Entwurf eines Marketingvertrages enthalte Passagen, „die zumindest den Eindruck erwecken, dass Dritte versucht haben könnten, auf redaktionelle Entscheidungen Einfluss zu nehmen“. Es gebe aber keine Hinweise, dass eine tatsächliche Einflussnahme auf Grundlage dieses Vertrages auf die Präsentation bei „Wetten, dass..?“ stattgefunden habe.

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Vom „Spiegel“ als solche auch ausgewiesene Spekulationen über den Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch (der mit der Präsentation bestimmter Autos zu tun gehabt habe, über die der junge Mann sprang und sich dabei schwer verletzte) wies das ZDF ebenfalls zurück und verwies auf die hernach von einem unabhängigen Gutachter geleistete Untersuchung des Geschehens.

Der Anwalt von Thomas Gottschalk teilte derweil mit, der Moderator habe weder, wie in dem betreffenden Artikel behauptet, „einen Mercedes zur Verfügung gestellt bekommen“, noch habe er „jemals privat eines der Audi-Modelle genutzt“, mit denen er abgebildet werde. Was Thomas Gottschalk persönlich schwer treffe, sei der im „Spiegel“ vermittelte Eindruck, „er habe aufgrund von Verträgen oder Gewinnstreben den verunglückten Wettkandidaten Samuel Koch in seiner Fahrzeugwahl bei der verhängnisvollen Wette beeinflusst“.

„Das Gegenteil ist der Fall“, sagte Thomas Gottschalk: „Ich habe bei der Probe am Tag vor der Sendung Samuel eindringlich abgeraten, über eine Limousine zu springen, und ihn mehrfach beschworen, sich mit den kleinen Smarts zufriedenzugeben. Michelle Hunziker hat versucht mich dabei zu unterstützen. Ich wünschte nichts sehnlicher, als dass Samuel damals auf uns gehört hätte.“

Quelle: F.A.Z.

 
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