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Reporterin des WSJ : Türkei verurteilt amerikanische Journalistin zu Haftstrafe

  • Aktualisiert am

Ausgaben des „Wall Street Journal“ vom September 2017 Bild: REX/Shutterstock

Ein türkisches Gericht hat eine Reporterin des „Wall Street Journal“ zu zwei Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Doch Ayla Albayrak ist vorerst in Sicherheit.

          Wie die amerikanische Zeitung „Wall Street Journal“ (WSJ) am Dienstagabend berichtete, wurde ihre Mitarbeiterin Ayla Albayrak wegen eines Artikels aus dem Jahr 2015 über den Konflikt zwischen der türkischen Regierung und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Südosten des Landes verurteilt.

          Alybarak hat die finnische und türkische Staatsbürgerschaft und hält sich nach Angaben ihrer Zeitung derzeit in New York auf. Sie wolle Einspruch gegen das Urteil einlegen. Der WSJ-Chefredakteur Gerard Baker bezeichnete die Vorwürfe nach Angaben der Zeitung als haltlos und das Urteil als völlig unangebracht.

          Das Urteil gegen Albayrak ist eine weitere Belastung für die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei. Die beiden Länder hatten Anfang der Woche gegenseitig die Visavergaben ausgesetzt. Das Komitee zum Schutz von Journalisten erklärte, das Urteil sei ein Zeichen dafür, dass sich die Bedingungen für Journalisten in der Türkei weiter verschlechterten. „Das türkische Justizsystem ist ein Instrument der Verfolgung geworden“, hieß es.

          Auch gegen zahlreiche Deutsche wird in der Türkei ermittelt. Am Mittwoch begann der Prozess gegen die deutsche Übersetzerin und Journalistin Mesale Tolu wegen Terrorvorwürfen.

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