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„Tatort: Es ist böse“ im Ersten Sie schlüpfen in die Haut des Serienmörders

 ·  Der Frankfurter „Tatort. Es ist böse“ ist ein Meisterstück und kaum zu ertragen. Er geht auf eine wahre Begebenheit zurück, auf einen Fall grausamer Morde an Prostituierten.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (16)

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Oliver Theilig

Grottig hoch drei

Selten so einen schlechten Tatort gesehen, wobei - eigentlich gehts ja schon länger qualitativ bergab.
Außer Stereotypen, Plattitüten und völlig sinnlosen Mono- und Dialogen konnte man sich nur an der realitätsfremden Darstellung der Kommisarin durch N. Kunzendorf, die selbst mit Tätlichkeiten und Körperverletzung ihr Ego nicht in den Griff zu kommen schien.
Das einzige was mir beim Schauen unter die Haut ging war was Wechselbad aus Brechreiz und unterdrücktem Lachen bei soviel Slapstik und Surrealismus.
Wenn's nicht ein Tatort zur besten Sendezeit im Ersten Deutschen Fernsehen, bezahlt von öffentlichen Geldern, gewesen wäre, hätte sogar manchmal fast laut gelacht.

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Angelika  King
Angelika King (AIKing) - 24.04.2012 17:50 Uhr

Dress-Code!

Mal von der Handlung und dem Inhalt abgesehen, mMein Augenmerk galt mehr der Kleidung und dem Stil der Kommissarin. Laufen frankfurter Kommissarinnen wirklich so schlecht gekleidet herum? Dazu noch die folkloristischen Ohringe, die man eher in einem anderem Gewerbe vermuten würde. Man konnte den Eindruck bekommen, dass jene Kommissarin eher eine Sozialhilfe-Empfängerin sei und nicht eine Hauptkommissarin. Orientieren sich deutsche Beamte und Angestellte in der Kleiderfrage etwa an solchen Vorbildern?

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Michael Posthoff

Voyeurismus für biedere Bürger..

..die auch mal einen Blick aufs halbnackte Milljöh werfen wollen. Und die Strafe des Herrn folgt auf dem Fuß. Das hat mich am Tatort schon immer gelangweilt.

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K. Peter Luecke

Ansatzweise wurde in dem Tatort auch angesprochen ...

... wie unschuldig Verdächtigte durch rabiate Ermittlermethoden psychisch, moralisch und materiell ruiniert werden. Der Aspekt hätte ruhig ein wenig ausführlicher behandelt werden sollen. Letztlich aber ging das Drehbach drüber hinweg - es blieb nur der Eindruck übrig: sind halt Kollateralschäden, auch selber schuld, und der Zweck heiligt schließlich die Mittel.

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Gregor Keuschnig

Schweden-Krimi-Ästhetik

Die "Tatort"-Folgen nähern sich immer mehr dem Ästhetizismus der sogenannten "Schweden"-Krimis: Es kann nicht blutrünstig und pervers genug sein; ständig fuchteln die Tatortbilder vor dem inneren Auge der Kommissarin und somit auch des Zuschauers. Das Böse ist unscheinbar, hat abstehende Ohren und bringt dann Katzen um. Letztlich sind das nur Mätzchen, die eine dünne Story, die sicherheitshalber zu Beginn als eine "wahre Begebenheit" decouvriert wird - aufpeppen sollen. Zudem werden laufend miteinander divergierende Erzählstränge verknüpft - um sie dann wie Maschen fallen zu lassen. Kunzendorf und Król sind für dieses billige Jahrmarkttheater eigentlich viel zu gut. Schade.

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Olivier Preudhomme

Ist das die Sprache der Polizei ?

Falls ja, dann sollten die übergeordneten Dienststellen mal prüfen, ob das den Durchführungsbestimmungen für den Polizeidienst entspricht. Falls nein, ist dieser exzessive und für mich als Zuschauer phasenweise unangenehme Gebrauch der Fäkaliensprache einfach nur ein Griff ins Klo der Drehbuchautoren. Zudem sollte mal geprüft werden, ob man im öffentlichen Dienst derart auffällig tätowiert sein darf. ich hätte mich von dieser Kommissarin jedenfalls nicht vernehmen lassen. Übrigens: In Mannheimer "Prolo-Vierteln" spricht glaube ich heute kaum noch jemand Deutsch ...

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Thomas Krempel

Mir hat der Tatort gefallen

Ja, der Tatort geht schon unter die Haut. Das ist auch ein Verdienst der guten Schauspielerleistungen. Insbesondere die Rollte des Psychopathen, des Täters, fand ich sehr authentisch gespielt. Chapeau!
IMHO

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Ilsemarie Pungs
Ilsemarie Pungs (Javali) - 23.04.2012 11:51 Uhr

Guter Film

Ich fand diesen Tatort nicht drastischer als viele andere (Tatorte oder andere Krimis), sondern die Gewalt eher dezent in Szene gesetzt.
Dafür spürte man den Realitätsbezug deutlich, und das war sehr angenehm.
Und sowohl die Szene mit dem Friseurfreund - seine Erzählung - als auch die des prügelnden Anwalts hatten ja inhaltlich mit der Geschichte zu tun ...
Ich finde immer wieder, dass es in Deutschland tolle Schauspieler gibt!

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Christian Kober

Langweiliges Drehbuch, viel Fäkalsprache

Eigentlich schaue ich weder Fernsehen noch schreibe ich Rezensionen, aber nach der Lobhudelei dieses Artikels muß ich doch kurz meine Verwunderung darüber kundtun.
Aus Platzmangel nur stichpunktartig:
1) Wann lernt man in Deutschland endlich, daß in 90 Minuten Krimi nicht zig verschiedene Geschichten gepackt werden müssen, die häufig gar nichts miteinander zu tun haben, sondern konzentriert sich auf einen Handlungsstrang? Der Ehemann des ersten Opfers war imho genau so überflüssig wie der seine Frau verprügelnde Rechtsanwalt am Ende oder der Friseurfreund von Steier. Konturen oder Tiefe bekommen die Figuren damit nicht und die Handlung wirkt aufgesetzt und nicht schlüssig entwickelt.
2) Warum müssen Kommissare/innen eigentlich immer noch in jedem zweiten Satz "Scheiße" sagen?
3) Eine Kombination aus einem klassischen Krimi wie "tatort" und einem eher psychologischen Ansatz wie "Bloch" kann reizvoll sein (vgl. etwa die grandiose britische Serie "Cracker"). Dieser Krimi war es nicht.

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Arribert Kotz

darf ich mir den jetzt in der Mediathek ansehen, oder nicht?

Nach dem riesigen Lamento des Tatort-Autoren hier in der FAZ hätte ich gern die Kontonummer des entsprechenden Autoren, aller Darsteller, Regisseurs, Maskenbildners, etc. bevor ich in der ARD-Mediathek mir diesen Film anschaue. Ich weiß auch gar nicht, ob das widerrechtlich ist oder legal. Nehme ich den Urheber was weg, wenn ich mir den Stream in der Mediathek aufzeichne oder muss ich mir die Wiederholung im Fernsehen in digitaler Form speichern? Was passiert, wenn ich mir den Tatort im Internet runterlade? Bitte liebe FAZ, bringt doch vor solchen Berichten über Fernsehausstrahlungen eine Rechtsbelehrung, was geht und was nicht.

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Henning Staats
Henning Staats (tinahen) - 22.04.2012 22:10 Uhr

Sie schlüpfen in die Haut des Serienmörders

Dieser "Tatort" ist gut gemacht, aber nicht vor 22.00 Uhr zu senden - mit dem
Hinweis : Für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet.
Zu einer Sendezeit 20.00 Uhr, zu der Kinder und jüngere Jugendliche vor dem TV zu erwarten
sind, erfolgt die Ausstrahlung ohne das erforderliche Verantwortungsgefühl der "Verantwortlichen".

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.04.2012 08:52 Uhr
Joachim Amrhein

Zu meiner Zeit ...

als Kind durfte ich keinen Tatort schauen. Egal ob viel oder wenig Blut. Die Verantwortung liegt bei den Erziehungsberechtigten. Das war endlich mal ein Tatort, der den Namen verdient hat. Top besetzt dazu - ein echter Krimi. Mehr davon!

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werner scheidt

Wer stoppt diesen Kommisar-und -innen Wahnsinn??

Widerlich, abscheulich, nicht bildend und das zur besten Sendezeit.
Deutsche Fernseh-Subkultur ohne Verantwortung.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.04.2012 08:37 Uhr
brigitte schulze

wer stoppt die Fernseh-Subkultur@Werner Scheidt

Nun, die Tatortfolgen sind alle etwas seltsam geworden aber man kann sich ja schon vorab ueber den Inhalt informieren und da bleibt es jedem selbst ueberlassen, was er sich anschaut.
Am Sonntagabend erwarte ich keine Bildung, sonder Unterhaltung. Traurig, dass es im
Fernsehen ausser dem Satiregipfel im 1. und "neues aus der Anstalt" ZDF nicht mehr zum
lachen gibt. Lustiges mit Niveu ist nicht meh gefragt. Ich habe vor ein paar Monaten gelesen
(FAZ) dass, das Ferneshen fast nur noch Sendungen bringt, bei denen die Zuschauer noch
einer anderen Taetigkeit nachgehen koennen. Entsprechend fallen sie aus.
Deswegen finde ich es ungeheuerlich, dass ab 2013 jeder Haushalt eine Fernsehgebuehr
zahlen muss, egal ob er fernsieht oder nicht. Wir haben schon seid ueber 20 Jahren keine
Fernseher und haben nichts vermisst. Die Satiresendungen schauen wir ausnahmsweise
ueber das Internet waehrend unseres Auslandsaufenthaltes im Winter.

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Andreas Muench
Andreas Muench (amffm) - 23.04.2012 08:37 Uhr

Knopf auf der Fernbedienung

Wer das "widerlich, abscheulich, nicht bildend und das zur besten Sendezeit" findet, hat zig andere Programme zur Auswahl. Man muss nur die Fernbedienung zur Hand nehmen und darf nicht gebannt bis zur letzten Sekunde eines Filmes auf die Mattscheibe blicken und sich anschließend darüber monieren, was man sich jetzt wieder bis zur letzten Sequenz angeschaut hat.
Einfach mal den den Kopf betätigen - ich meinte natürlich Knopf.

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werner scheidt

Wer stoppt diese Kommisar- und -innen Flut??

Deutsche Fernseh-Subkultur - nicht bildend, total überflüssig und abscheulich!!

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Jahrgang 1970, Redakteurin im Feuilleton.

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