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„Tagesschau“-Melodie in Gefahr? : Ta-ta, ta ta ta taaa

Zwar ist die kostenlose „Tagesschau“-App zwischen der ARD und Zeitungsverlegern nach wie umstritten. An der Melodie, die sie hören lässt, will im Grunde aber niemand etwas ändern. Bild: dpa

Zahlreiche Medienticker der Republik wittern Gefahr. Will die ARD die Erkennungsmelodie der „Tagesschau“ abschaffen? Ein Anruf in Hamburg sorgt für etwas Entspannung.

          Wenn die Macher der „Tagesschau“ sich der Bedeutung ihrer Nachrichtensendung vergewissern wollen, müssen sie nur eine Kleinigkeit ändern und - auf die Reaktion warten. Eine Bearbeitung der Erkennungsmelodie zum Beispiel reicht, um den Medienticker schrillen zu lassen.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Die „Tagesschau“ mit einer neuen Fanfare? Kein „Ta-ta, ta ta ta taaa“ mehr? Das suggeriert die „Bild“-Zeitung vom 11. September (“ARD entsorgt die ,Tagesschau’-Melodie“) und trifft den Ton nicht ganz, wenn man Kai Gniffke, dem Redaktionschef von „ARD aktuell“, glaubt. Demzufolge wird die Melodie nicht entsorgt, sondern aufgehübscht beziehungsweise verändert, „wie zuletzt in den Jahren 2005, 1997 und 1994“. Dabei blieben die Grundelemente der Melodie erhalten, „die sie so unverwechselbar machen“.

          Die Bearbeitung leiste der Komponist Henning Lohner, der für die Firma Remote Control des Oscar-Preisträgers Hans Zimmer wirkt. Und die Melodieführung wird auch nicht die einzige Neuerung bei der „Tagesschau“ sein, zum Jahresende soll ein komplett neues Design fertig sein, an dem bei „ARD aktuell“ seit langem gearbeitet wird - man will die Fehler, die sich die ZDF-Kollegen bei der technisch zunächst verunglückten Umstellung des „heute journals“ geleistet haben, vermeiden.

          In den Grundtönen besteht das „Ta-ta, ta ta ta taaa“ der „Tagesschau“ übrigens schon seit 1956 und entstammt der Komposition „Hammond-Fantasie“ des Filmmusikers Hans Carste. Damals wurde die Melodie tatsächlich von Grund auf verändert, wie man im Internet nachhören kann. Die Ursprungsmelodie von 1952 dürfte kaum noch jemand in den Ohren haben.

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