http://www.faz.net/-gqz-8xj8n

Andreas von der Meden tot : Die Stimme von Kermit und der „Drei Fragezeichen“

  • Aktualisiert am

Seine Stimme kennen viele: Andreas von der Meden. Der Synchronsprecher ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Bild: INTERFOTO

Seine Stimme haben Generationen von Hörern und Zuschauern im Ohr: Er sprach den Frosch Kermit genauso wie David Hasselhoff. Nun ist der Synchronsprecher Andreas von der Meden gestorben.

          Er war die Stimme von Kermit, Skinny Norris („Drei Fragezeichen“) und David Hasselhoff: der Synchronsprecher und Schauspieler Andreas von der Meden ist tot. Er verstarb am 26. April im Alter von 74 Jahren, wie seine Produktionsfirma Europa Hörspiele jetzt mitteilte. Von der Meden wurde Generationen von Hörern und Zuschauern bekannt. Von der Meden verfügte als Sprecher über eine Bandbreite sondergleichen. Er gab dem stets unverzagt-positiven Kermit, der Frosch in der „Sesamstraße“ und der „Muppet Show“ seine Stimme und sprach zugleich Skinny Norris, den fiesen Gegenspieler der „Drei Fragezeichen“ und dann auch den lässigen Helden, den David Hasselhoff in der Serie „Knight Rider“ verkörperte. 

          „Andreas von der Meden bleibt uns in seinen vielen Rollen im Ohr und in wunderbarer Erinnerung“, teilte seine Produktionsfirma mit. „Andreas von der Meden ist einzigartig! Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden.“ Der Hamburger stand bereits als Kind am Thalia Theater auf der Bühne. Nach seiner Schauspielausbildung in Hamburg folgten Engagements in Luzern und Zürich und erste Fernsehauftritte, unter anderem als Roger Ford in der Krimireihe „Der Andere“ (1959) oder in der Serie „Hamburg Transit“ (1971-1974). In der Serie „Knight Rider“ (1982-1985) war er die deutsche Stimme von David Hasselhoff, der damals mit seinem schwarzen Wunderauto KITT unterwegs war. Darüber hinaus sprach von der Meden die Rollen von Harvey Keitel in „Hexenkessel“ (1973), von Richard Pryor in „Zum Teufel mit den Kohlen“ (1985) oder Harry Anderson in Stephen Kings „Es“ (1990).

          Außerdem spielte Andreas von der Meden, dessen älterer Bruder Tonio ebenfalls als Schauspieler und Synchronsprecher arbeitet, als Solist Banjo und Gitarre in mehreren Jazzbands. Von 1969 an gehörte er zu einer der bekanntesten Dixieland-Bands Deutschlands, der Old Merry Tale Jazzband unter der Leitung von Addi Münster.

          Weitere Themen

          Muss es immer pompös sein?

          Zukunft der deutschen Serie : Muss es immer pompös sein?

          Mit Serien wie „Babylon Berlin“ und „Bad Banks“ ist die deutsche Serie international angekommen. Zu viel gutes Fernsehen könne es gar nicht geben, heißt es bei der Kölner Branchenkonferenz „Serien-Summit“. Und wie geht es weiter?

          Topmeldungen

          Die Wahl von Nahles : Die SPD in der Sackgasse

          Andrea Nahles führt eine unversöhnte Partei mit ersten Anzeichen akuter Selbstzerstörung. Der SPD droht ähnlich wie der Linkspartei eine Zukunft als politische Sekte. Ein Kommentar.
          Anne Will und ihre Gäste

          TV-Kritik: „Anne Will“ : Züge eines Wahns

          Antisemitismus ist nicht mit Logik beizukommen, der Hass ist manisch. Wie schwierig das Problem zu lösen ist, zeigte sich bei der Sendung von Anne Will.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.