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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Studi-VZ Studenten treibt es ins Netz

 ·  Früher gab es das schwarze Brett und das Telefon, heute „StudiVZ“. Was ist an dieser Website so wertvoll, dass ein Konzern 85 Millionen Euro für sie bezahlt? Es können nur die über eine Million Nutzerdaten sein.

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Hanno Balitsch
Hanno Balitsch (daroko) - 09.01.2007 11:37 Uhr

Studivz

Das Studi-VZ ist eine der wirklich sinnvollen Einrichtungen im Internet. Es ermöglicht die Kontaktaufnahme mit Mitstudenten schon vor Studiumbeginn und auch darüber hinaus.
Es bietet eine Datenbank für Interessen und Gemeinsamkeiten, es lassen sich Fotoalben erstellen und über Dozenten lästern....

soweit die positiven Aspekten des studivz

natürlich basieren unter ,,Insidern" genauso viele negative:
Studivz war kurz vor Weihnachten mehrere Tage offline, weil (so offiziell berichtet), ein Hackerangriff auf die Seite erfolgreich war.
Wer sich wirklich damit auskennt und ein wenig nachgeforscht hat, erkannte schnell, dass dies nur ein Vorwand war, über Versäumnisse des Datenschutzes hinwegzutäuschen.
Alles wies darauf hin, dass studivz ohne die Einwilligung der Benutzer, Daten an Dritte weitergegeben hat und somit eine enorme Verletzung des Datenschutzes billigend in Kauf genommen hat bzw. dafür bezahlt worden ist.
Zu dem eigentlich Grund des Hackerangriffs lässt sich nur so viel sagen, dass das studivz immer noch enorme Sicherheitslücken aufweist, die auch noch der erneuten Online-Stellung vorhanden sind.

Warum der Holtzbrinck-Konzern für 85 Millionen die Rechte an dieser fragwürdigen Seite erkauft hat, bleibt fraglich.

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Datenhandel?

Was soll an solch einem Portal den anderes interessant sein als die von den Nutzern dort brav hinterlegten Daten. Werbungsresisient ist der Internetnutzer von heute ja schon.
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Würde uns der Finanzmarkt Monopol/Oligopol-Kämpfe auf dem IT-Sektor erspart haben, die zu ruinösen Preisen führen ("alles 0 Euro") so könnten heute die Provider dafür sorge tragen das das Netz unabhängig für seine Nutzer bleibt, indem sie Inhalte mitfinanzieren könnten.

Mit seiner Öffnung für die breite Masse hat hier alles Einzug gehalten was es im richtigen Leben auch gibt: Habgier und Kriminalität.

Zufriedene Menschen schreiben keine Viren und erpressen so nicht zum Kauf eines Virenschutzprogrammes.

Probleme im Netz sind Probleme in der Gesellschaft.

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Jahrgang 1962, stellvertretender Leiter des Feuilleton.

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