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Stimme von „Käpt’n Blaubär“ : Wolfgang Völz ist tot

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Eine innige Beziehung: Völz und die von Walter Moers entwickelte Figur des Käpt’n Blaubär, dessen Stimme er synchronisierte. Bild: dpa

Der Schauspieler und Synchronsprecher Wolfang Völz ist gestorben. Jüngeren war er vor allem als Stimme von „Käpt’n Blaubär“ bekannt, aber davor lag eine lange erfolgreiche Karriere in Film und Fernsehen.

          Der Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Völz ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Er stand für mehr als 600 Fernseh- und rund 150 Kinofilme vor der Kamera.

          Völz, am 16. August 1930 in Danzig geboren, hatte schon als Kind Theater gespielt, nahm aber erst nach einer Bäckerlehre Schauspielunterricht bei Theodor Becker und Max Gaede in Hannover. Sein Debüt hatte er 1950 am Landestheater Hannover. 1954 schloss er sich für ein Jahr dem Kabarettensemble der Berliner „Stachelschweine“ an, 1957 war er beim „Kommödchen“ in Düsseldorf. Nach Verpflichtungen an verschiedenen Berliner Theatern führten ihn seine Bühnenrollen im Laufe der Jahre zu fast allen Theatern des Landes. Bis 1984 unternahm er zudem häufig ausgedehnte Tourneen.

          Auch als Filmschauspieler machte Wolfgang Völz Karriere. Anfangs spielte er häufig den Bösewicht. Als schlitzohriger Butler in der 78 Folgen umfassenden, 1966 begonnenen ARD-Serie „Graf Yoster gibt sich die Ehre“ konnte er dann an der Seite von Lukas Ammann sein ausgeprägt komisches Talent zeigen. Zur Fernsehlegende jener Jahre wurde die – ebenfalls 1966 gestartete – ARD-Serie „Die seltsamen Abenteuer des Raumschiffes Orion“, in der er an der Seite von Dietmar Schönherr, Eva Pflug und Benno Sterzenbach spielte. Rollen als Partner von Curd Jürgens, Charles Regnier und Helmut Lohner in Wolfgang Beckers ZDF-Dreiteiler „Babeck“ 1968, Gustav Knuth und Hans Söhnker in der ARD-Serie „Salto Mortale“ oder neben Carl-Heinz Schroth in „Alle Hunde lieben Theobald“ (ZDF, 1971) folgten. In den achtziger Jahren trat Völz zudem als ehemaliger Kellner und Mit-Verkuppler in einem Eheanbahnungsinstitut in der ZDF-Auftragsserie „Wunschpartner“ auf, deren Geschichten erstmals im Oktober 1987 gesendet wurden.

          1960: In der 605. Episode der NDR-Krimiserie „Stahlnetz“ spielt Wolfgang Hölz (links) zusammen mit Dinah Hinz. Er unterstützt dabei Kommissar Heinz Engelmann bei seinen Ermittlungen. Bilderstrecke

          Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme prominenten Kollegen wie Peter Ustinov, Mel Brooks, Walter Matthau und Majestix. Dem inzwischen mit seinem fein gesponnenen Seemannsgarn geradezu zur Kultfigur avancierten Käpt'n Blaubär (kreiert von Walter Moers) aus der populären „Sendung mit der Maus“ gab er mit seiner Stimme erst seinen unverwechselbaren Charakter.

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